Forum: Netzwelt
Digitale Agenda: Merkels Drohung mit der Breitband-Strategie
DPA

Eine Broschüre der Bundesregierung soll erklären, wie das Internet schneller, moderner und sicher werden soll. Aber was verbirgt sich wirklich hinter den vollmundigen Versprechungen?

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rübenlicht 04.06.2015, 16:04
80.

Zitat von Hank Hill
jammert auf hohem Niveau. Verglichen mit Deutschland surfen die meisten Amerikaner in der Steinzeit. Und sie unterstellen Obama nicht, daß er auf der ganzen Linie versagt. Frau Merkel ist hier überhaupt nicht in der Verantwortung.
Frau Merkel sollte sich dann allerdings mit Vorraussagen
usw. zurückhalten und nicht dem Werbegeschwafel noch
ein Gesicht geben. Klar, LTE in der Berliner U-Bahn, ein grosser Schritt für die Berliner. Asylanten in die Provinz,
es werden noch Fernmelder (Bongos) gebraucht.
Das Problem liegt doch hauptsächlich in der Priva-tisierung und der damit verbundenen Rosinenpickerei.
Bevor ein Funkloch zugeschüttet wird, wird woanders,
genug Anschlüsse vorrausgesetzt, entsprechend ausge-
baut. Muss noch nicht einmal ein Gewerbegebiet sein.
Oder muss man noch weitere Kanäle fürs Fernsehen
bereitstellen?

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darksystem 04.06.2015, 16:11
81.

Wie ich schon andernorts schrieb wird Deutschland in 10 bis 20 Jahren digitales Entwicklungsland sein.

Den Einstieg verpennt, den Anschluss verpennt, aber hauptsache wir können spionieren, überwachen und sicherstellen das die Industrie irgendwen belangen kann wenn etwas nicht nach Ihren Wünschen im Netz getan wird (Stichwort Störerhaftung, Leistungsschutzrecht).

Ein gutes hat die ganze Story: Wer will den schon einen 1-MBit BND als Zulieferer haben? XD

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foren+spon 04.06.2015, 16:13
82. Sie haben das falsch verstanden, Herr Lobo

Sätze wie "Die Bundesregierung will ... aktiv begleiten" oder "will sich in Diskussionsprozessen engagieren" bedeutet übersetzt nichts anderes als "Die Wirtschaft wird das schon richten". Ich empfehle Ihnen den Vortrag vom 30 oder 31c3 dazu, der die digitale Agenda aus sprachwissenschaftlicher Sicht aufbereitet. Allein die Häufigkeit der Begriffe von "Wirtschaft" spricht Bände. Sie brauchen sich also nicht zu sorgen: die Bundesregierung wird sich passiv verhalten, und der Trend in der deutschen Wirtschaft geht eher in Richtung Drossel als in Richtung Breitband für alle.

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naklar? 04.06.2015, 17:05
83. Das schnelle Internet für alle bedroht vor allem die Regierungen, die Konzerne, die ÖR-Sender usw., denn ...

... sie verhilft den mündigen Bürgern sich weiter zu entwickeln. Also glaubt hier jemand wirklich an die Umsetzung im Zeitalter Orwell_reloaded.

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mac4me 04.06.2015, 17:47
84. Da irren Sie gewaltig...

Zitat von zeisig
Wenn alle Daten flächendeckend gespeichert werden, verliert die einzelne gespeicherte SMS oder Telefongespräch an Bedeutung. Wenn es Milliarden gespeicherter SMS gibt, kann ich ziemlich sicher sein, daß meine nicht gelesen wird. Und wenn doch, wäre es mir auch egal. Da bin ich mit Merkel einig.
...denn die Zeiten, bei denen Informationen sozusagen "in der Masse untergehen", sind zur Freude der Geheimdienste dank softwaremäßiger Inhalstsrecherche vorbei. Intelligente Algorithmen und Mustererkennung haben längst die Arbeit von Überwachern übernommen, menschliches Eingreifen ist erst am Ende eines langen Filterprozesses nötig.

Aber wenn man Sie, ob berechtigt oder nicht, auf dem Kiecker hat, weil Sie in dieses Netz gelangt sind, geht nichts, was Sie je digital von sich gegeben haben, unter.

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mac4me 04.06.2015, 17:50
85.

Zitat von stinkfisch1000
Wieso ist es Aufgabe der Bundesregierung Kabel zu verbuddeln? Ich dachte Telekom und ähnliche Unternehmen wären dafür da. Und wenn Südkorea so unendlich viel fortschrittlicher ist, hindert Sie niemand daran, da hin zu ziehen... Nur zu!
...war das Totaschlagargument in der alten BRD gegen jegliche Kritik zu Zeiten der Mauer. Merken Sie was?

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diefreiheitdermeinung 04.06.2015, 18:21
86. In der Überschrift steht Breitband-Strategie

und das erstmal Nichts aber auch Garnichts mit der NSA zu tun. Sondern nur mit ganz schnöder Technik, Glasfaserkabeln, Übertragungseinrichtungen u.ä.. Kostet Geld. Irgendeiner wird es investieren und zahlen müssen. Unsere Internetz Fans Typ Sascha Lobo empfinden das wahrscheinlich als Zumutung. Es muss umsonst sein, also soll es aus Steuern bezahlt werden. Und eins ist auch klar: Firmen sollen selbstverständlich zahlen, aber Netz-Aktivisten haben selbstredend Anspruch auf kostenloses oder zumindest subventioniertes superschnelles Internet. Resume: Breitbandausbau und -betrieb sind nicht zum Nulltarif zu haben. Wasser und Strom kosten schliesslich auch gutes Geld.

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Blindleistungsträger 04.06.2015, 18:34
87. Vielleicht ist die Regierung aber cleverer als sie sich gibt.

Zitat von dr.wer?
Vielleicht ist die Regierung aber cleverer als sie sich gibt. Wenn 1Mbit als Breitband gilt, dann viel Spass beim Ausspionieren liebe NSA. Bis die Daten von den Servern hochgeladen sind, sind sie eh schon wieder veraltet. Datenschutz made by Yesterday.
ZITAT: "Vielleicht ist die Regierung aber cleverer als sie sich gibt." So steil wie diese These ist, so steil geht es auch mit diesem Land bergab. Betrachtet man das merkelsche Wirken über die Jahre, spricht wirklich NICHTS für diese These. Merkel ist nicht gut. Merkel ist auch nicht das geringere Übel. Merkel ist das Übel.

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Blindleistungsträger 04.06.2015, 18:49
88. Autobahn / Datenautobahn

Ein wichtiger Standortvorteil hierzulande ist das Straßenverkehrsnetz und darin insbesondere die Autobahnen. Mit ihnen kommt man schnell von A nach B. Ich selbst lebe in NRW. Wir haben deutschlandweit die meisten Autobahnen. Mein ganzes Berufsleben lang nutze ich die Autobahnen für die Fahrt zur Arbeit. Ich mag nicht daran denken wie es ohne Autobahnen wäre. Es steht außer Frage, dass wir ohne die Autobahnen wirtschaftlich nie bis hierher gekommen wären. Der Breitbandausbau wäre das nächste Autobahnprojekt mit entsprechenden positiven Wirkungen. Aber, mit einer Kanzlerin Merkel wird das nichts. Merkel steht für Niedergang und keinesfalls für Fortschritt.

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fuffel 04.06.2015, 20:34
89. die Information,

besonders die Aktualisierte, besonders die Geteilte, ganz besonders die Verfügbare, am aller besondersten die, in der offenen Diskussion Befindliche


ist der natürliche Feind des Konservativen.

Leider, reichen 40 g/sec kein bisserl an die mögliche Kapazität des Hirns heran. Leider vergessen Sie immer, mit welchem Datendünnpfiff alles verstopft wird.

Die Möglichkeiten, die Sie fordern führen in ihrer technischen Umsetzung zu keiner qualitativer Breitbandteilhabe.

Sind wir doch einmal ehrlich: Erstellung eines gehaltvollen Textes = 2 Tage bis 5 Jahre. Datenvolumen = Akkustikkopplerniveau. Alberne ppp Witze, pornofilmchen etc...3sek für die Weiterleitung. Datenvolumen = 100 kb bis 2gb.

Und in Echt tauschen sich die Leute pausenlos über ihre letzte Mahlzeit, was es mit ihnen im Raum gegenüber der Küche mit ihnen gemacht hat, warum sie 2 Minuten später Nachhause kommen, warum sie das Zuhause mit einem Bordell verwechselt haben, was der Arzt dazu sagt, wie die Arbeitskollegin heute wieder angezogen war und das sie einen Beweis über ihren Afrikaurlaub in Bilderform beibringen können..errm aus.

Das ist doch ein Medium. Würden Sie ihren McLuhan, Marcuse, Derrida, Kant...in Datendurchsatz bemessen wollen?

Das (Fakten ihrer Sammlung) ist skandalös. Aber, kein Buch, an einem startenden Sommer auf der Terrasse wert.

Birgt ja auch den Vorteil gänzlich unter dem Radar von NSA/GCHQ zu bleiben, wenn man sich einfach über ungelöste Problemen, mit Gewalt unlösbaren Aufgabenstellungen...einfach mit Neugier annähert.

Politik ist nicht Hysterie. Manchmal muss man ewig warten, auf einen schlüssigen Satz. Manchmal muss man sich des Urteils enthalten und einfach beobachten, einordnen, Chancen abwägen.

Ich denke, der Breitbandanschluss führt keineswegs zur Breitbandwahrnehmung. Trotzdem, unterstütze ich natürlich ihre Forderung

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