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Digitale Schule: Vernetzung stark gefährdet

Verbessert die Digitalisierung den Lernerfolg? Falsche Frage. Denn die Vernetzung ist sowieso unausweichlich - es sollte also nur noch darum gehen, wie sie sinnvoll eingesetzt wird. Dabei ist nur eines sicher: Das Lernen selbst wird sich verändern.

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Dengar 19.09.2015, 23:19
80. Lol

Mal Stinkfisch gegen Joghurt ausgespielt; wenn ich Nachrichten nebenbei höre (wie Herr Lobo offenbar), kriege ich auch nix mit. - Sie jubeln doch sicherlich auch zu einigen englischen Songs, ohne jemals deren Sinn verstanden zu haben. Selbst manche Muttersprachler sind dazu nicht in der Lage; oder wussten Sie, wie Reagan Bruce Springsteens "Born in the U.S.A" verwursten wollte? - Nein, wussten Sie nicht. Wusste ich wohl.

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walnutyoghurt-vulture 19.09.2015, 10:19
81. was ist da

Zitat von Dengar
Mal Stinkfisch gegen Joghurt ausgespielt; wenn ich Nachrichten nebenbei höre (wie Herr Lobo offenbar), kriege ich auch nix mit. - Sie jubeln doch sicherlich auch zu einigen englischen Songs, ohne jemals deren Sinn verstanden zu haben. Selbst manche Muttersprachler sind dazu nicht in der Lage; oder wussten Sie, wie Reagan Bruce Springsteens "Born in the U.S.A" verwursten wollte? - Nein, wussten Sie nicht. Wusste ich wohl.
Ich lass mich nicht darauf ein Unterstellungen (nicht böse gemeint, verstehe ich schon), gegenüber Lobo, nachvollziehen zu wollen.
Ich bringe Nachrichten nicht zwangsweise mit einem House-Podcast in Verbindung, allerdings kenne ich seit über 30 Jahren auch Radiosender die nichts außer Musik sendeten (kein Ahnung ob's die noch gibt), aber irgendwas gelabert wurde da schon.
Ich nehme auch stark an das Lobo hört und versteht wenn der Name des Programms genannt wird.
Ich weiß auch noch wie Sender hießen, auch wenn sie sich nur der Frequenz entsprechend nannten.

Aber ich widerspreche Lobo, denn "das Lernen" kann sich nicht ändern. Das ist das tatsächlich blöde an Substantivierung, es schafft unwiderlegbare Meta-Aussagen und der Inhalt derer bleibt völlig unberührt.

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walnutyoghurt-vulture 19.09.2015, 11:07
82. wäre es zuviel an Arbeit...

...vielleicht mal, wie früher, irgendwo nachlesbar aufzuschreiben, welche aus welchem Grund und an welcher stelle was bewirken ?

Die Werbung, auch die die so manchen, wie mich, für alle Ewigkeit vom beworbenen Produkt fernhalten wird, die erscheint doch stets gut sichtbar.
Mit etwas mehr Mühe klappt auch die Kommunikation die man vorgibt bereitstellen zu können.
Man will doch was haben um den pathologischen Voyeurismus auch wirklich befriedigen zu können ?

Des einen selten dickes Auto, ist ja schließlich des anderen "Moderation"

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David67 20.09.2015, 15:35
83. Tolle Kolumne Herr Lobo,

keine Ahnung von Schule, Lernen, Pädagogik und vom Bildungssystem, aber darüber schreiben- damit sollte sie unbedingt in die Politik gehen. Die Fähigkeit des Hetzens gegen Andersdenkende gibt ihnen eine Befähigung dazu.

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jamguy 20.09.2015, 21:52
84.

Zitat von Leser161
Andauernd wird so getan das man nur ganz viele Tablets an Schulen verteilen muss und dann passieren DINGE. Und wie fortschrittsfeindlich man doch ist, wenn man hinterfragt. Hauptsache Geld ausgeben. Eine schlaue Integration in den Unterricht kann sicher was bringen. Gespannt harre ich der Ideen.
Mit der Technologie kann man theoretisch den Lehrer nach und nach abschaffen?

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Bondurant 21.09.2015, 11:49
85. Bedaure

Zitat von tüttel
... Systematik in Wissensspeichern, erst recht im riesigen Wissensozean Internet nicht aus, sondern benötigt sie vielmehr als grobe Orientierungsmöglichkeit.
Sie verkennen die Natur der Sache. Das Internet ist eben kein "Wissensspeicher", sondern eine Art von Umwelt, fast ein (lebendiger) Organismus. Wie ein Naturforscher oder auch ein Soziologe müssen Sie selbst das internet als Gegenstand Ihrer Beobachtung nehmen und Ihre Systematik oder Methodik, mit dem, was Sie da wahrnehmen, umzugehen, selbst entwickeln. Das Internet ist eben keine Bibliothek, die man katalogisieren könnte. Es handelt sich eher um ein "Wesen".

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tüttel 23.09.2015, 16:52
86.

Zitat von Bondurant
Sie verkennen die Natur der Sache. Das Internet ist eben kein "Wissensspeicher", sondern eine Art von Umwelt, fast ein (lebendiger) Organismus. Wie ein Naturforscher oder auch ein Soziologe müssen Sie selbst das internet als Gegenstand Ihrer Beobachtung nehmen und Ihre Systematik oder Methodik, mit dem, was Sie da wahrnehmen, umzugehen, selbst entwickeln. Das Internet ist eben keine Bibliothek, die man katalogisieren könnte. Es handelt sich eher um ein "Wesen".
Wenn Sie dann noch erklären könnten, wie Sie gespeichertes Wissen im Internet finden wollen, wenn es denn kein Wissensspeicher ist ... Natürlich ist das Internet viel mehr als nur ein Wissensspeicher: Information, Kommunikation, Organisation, Infrastruktur, Ökonomie, Entertainment, Videos, Audios usw. usf. - und damit in der Tat eine Lebenswelt - aber als solche eben sehr wohl *auch* ein Wissensspeicher. Ein sehr weitverstreuter Wissensspeicher mit unzähligen größeren Wissensquellen - der gerade deshalb, wegen dieses riesigen Umfangs auch systematischer Ordnungsanstrengungen bedarf. Man könnte - müßte diese groben systematischen Ordnungsanstrengungen im Prinzip auf sämtliche andere Bereiche des Internets ausweiten. Wie Branchenbücher oder Verkehrswegleitsysteme, an denen sich User *auch* entlang bewegen können. Ich finde, die Erschließung des Internets braucht mindestens beide Wege: Suchmaschinen wie Systematiken gleichermaßen. Wenn Wissenschaft, Gesellschaft und Kultur jahrhundertelang auf Systematik beruhten, kann damit im größten aller bisherigen Wissensspeicher und Lebensbereiche - dem Internet nicht plötzlich aufgehört werden.

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PWissgott 24.09.2015, 12:53
87. Wie? Die Lösungen gibt es ja schon

Ich finde der Artikel fasst die derzeitige Situation sehr gut zusammen.

"Die digitale Vernetzung offenbart schonungslos Dysfunktionalitäten des Bildungssystems, ohne von allein Antworten darauf zu liefern" - sehr richtiger Satz, ich möchte dem noch hinzufügen: Im Bildungssystem sieht man den kollektiven Zuschauereffekt, der digitale Veränderung über sich ergehen lässt, aber nicht kreativ eingreift, am besten.

Diese Schockstarre ist komplett unverständlich, weil die Möglichkeiten und die Lösung alle schon da sind, z.B:

x) Mit den digitalen Möglichkeiten (z.B. Wikipedia) ändert sich das Lernen von einer, fast schon fetischen, Fixierung auf Daten, hin zu Verständnis und dem Verstehen von Zusammenhängen. Dieser Umstieg ist schon im Gange, ob man nun will oder nicht, und bedeutet eine riesige Chance.

x) Digitalisierung bedeutet nicht das Kopieren von Inhalten auf ein digitales Medium. Software im Unterricht ermöglicht interaktiven und individuell angepassten Unterricht und, dass Lehrer sich weltweit vernetzen und voneinander profitieren können. Das schafft einen digitalen Klassenraum, der nicht an einen bestimmten Ort oder eine bestimmte Zeit gebunden ist.

Die Software-Lösungen existieren und ebenfalls die Unterrichtskonzepte, das heißt aber nicht das es ein Allheilmittel ist: ein schlechter Lehrer wird nicht durch Software ein guter. Und eine Gesellschaft muss mehr die Chancen als immer nur die Risiken einer Veränderung begreifen.

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