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Digitale Spurensicherung: Wie die Blockchain Kriminelle überführt
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Hacker haben die Kryptobörse Binance um 7000 Bitcoin erleichtert. Durch eine Analyse der Blockchain erhoffen sich die Strafverfolger, ihnen auf die Spur zu kommen. Das hat zuletzt mehrfach geklappt.

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LuPy2 16.06.2019, 07:09
1. Nun, ich habe zum Thema Kryptowährung

null Ahnung, aber dass die Gier nach 2-5% eingesparter Wechselgebühr den Ganoven die Freiheit kostet spricht für sich: Gier frisst Hirn. Aber so sind schon viele Kapitalverbrechen aufgeflogen.

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Richard.M 16.06.2019, 07:47
2. Die Details sind mir zwar schleierhaft...

...aber die Botschaft ist klar: Anonymität ausgerechnet von einer Technologie zu erwarten, bei der konzeptbedingt alle Transaktionen für die ganze Welt (eben auch kompetente Sicherheitsbehörden) einsehbar sind, ist naiv.
Und Anlagesicherheit zu erwartet von einer Technologie, wo die Werte als Dateien bei irgendwelchen nicht regulierten windigen Internetklitschen rumliegen, ebenso.
Insofern: guter Artikel.

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pauschaltourist 16.06.2019, 08:05
3.

Ich will die Frage, WIE der Spiegel-Autor an die im Artikel dargelegten Details der Ermittlungsarbeit laufender Verfahren der Polizeibehörden gelangt ist, gar nicht beantwortet haben (es kann nach deutschem Recht nämlich kein legaler Weg gewesen sein), doch die Frage nach dem WARUM interessiert mich um so mehr. Welches Interesse besitzt der Autor, diese Hinweise zur Effizienzsteigerung krimineller Darknet-Aktivitäten mit dem Artikel zusammengefasst zu präsentieren? Warum werden hier Mittel und Wege der Methodik der behördlichen Bekämpfung dieser Kriminellen in epischer Breite dargelegt und somit die Entwicklung von Gegenstrategien durch bislang noch nicht ermittelte Mittäter oder unabhängig agierenden Cyberkriminellen ermöglicht? Die kriminelle Szene bedankt sich vermutlich bei Spiegel für dieses Tutorial zur Polizeiabwehr. Das Motiv jedoch ist mir schleierhaft. Will der Autor profilneurotisch auf seine dubiosen Informanten aufmerksam machen und seinen eigenen journalistischen Status herausstellen? Oder liegt ihm aus persönlichen Gründen etwas am ungestörten weiteren Agieren von Cybercriminellen?

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taglöhner 16.06.2019, 08:27
4.

Währung ist ja eigentlich sowieso nur eine Idee. Und diese zudem noch von keinem Staat, keiner (juristischen) Person herausgegeben, oder?
Was mich interessieren würde: Auf welcher Basis ist ein Bitcoin-Einbruch damit strafbar?

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Immanuel K. 16.06.2019, 11:02
5. Wer lesen kann...

Zitat von pauschaltourist
Ich will die Frage, WIE der Spiegel-Autor an die im Artikel dargelegten Details der Ermittlungsarbeit laufender Verfahren der Polizeibehörden gelangt ist, gar nicht beantwortet haben (es kann nach deutschem Recht nämlich kein legaler Weg gewesen sein), doch die Frage nach dem WARUM interessiert mich um so mehr. Welches Interesse besitzt der Autor, diese Hinweise zur Effizienzsteigerung krimineller Darknet-Aktivitäten mit dem Artikel zusammengefasst zu präsentieren? Warum werden hier Mittel und Wege der Methodik der behördlichen Bekämpfung dieser Kriminellen in epischer Breite dargelegt und somit die Entwicklung von Gegenstrategien durch bislang noch nicht ermittelte Mittäter oder unabhängig agierenden Cyberkriminellen ermöglicht? Die kriminelle Szene bedankt sich vermutlich bei Spiegel für dieses Tutorial zur Polizeiabwehr. Das Motiv jedoch ist mir schleierhaft. Will der Autor profilneurotisch auf seine dubiosen Informanten aufmerksam machen und seinen eigenen journalistischen Status herausstellen? Oder liegt ihm aus persönlichen Gründen etwas am ungestörten weiteren Agieren von Cybercriminellen?
...ist klar im Vorteil: der Autor gehört nicht zum Spiegel, sondern zur c't (magazin für computer technik - m.E. eine der kompetentesten Computer-Zeitschriften weltweit). Die Quintessenz des Artikels ist nicht, was muss man tun, um illegal erworbene Werte dauerhaft zu behalten - sondern: man kann zwar durch illegale Aktionen an Werte kommen aber es gibt kaum Möglichkeiten, sich damit einen schönen Lenz zu machen... Es ist wie bei Geldwäsche: wenn der politische Wille weltweit groß genug wäre sie zu verhindern, wäre sie unmöglich...

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Immanuel K. 16.06.2019, 11:07
6. Das ist doch trivial...

Zitat von taglöhner
Währung ist ja eigentlich sowieso nur eine Idee. Und diese zudem noch von keinem Staat, keiner (juristischen) Person herausgegeben, oder? Was mich interessieren würde: Auf welcher Basis ist ein Bitcoin-Einbruch damit strafbar?
...es geht um Eigentum: Wenn ich mir irgend etwas bastele und mir stiehlt das jemand, so ist das Diebstahl - auch wenn der Staat nichts mit der Herstellung zu tun hatte...

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taglöhner 16.06.2019, 11:49
7.

Zitat von Immanuel K.
...es geht um Eigentum: Wenn ich mir irgend etwas bastele und mir stiehlt das jemand, so ist das Diebstahl - auch wenn der Staat nichts mit der Herstellung zu tun hatte...
In dem Fall Datendiebstahl, ok. Und der Schaden bemisst sich am Kurswert? Vermutlich.

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Immanuel K. 16.06.2019, 12:37
8. Ja, aber was heißt...

Zitat von taglöhner
In dem Fall Datendiebstahl, ok. Und der Schaden bemisst sich am Kurswert? Vermutlich.
...schon Daten - Dinge haben ja immer irgend einen Wert. Wenn ich Inhaberverschreibungen stehle, ist der Schaden ja nicht das Papier auf dem sie gedruckt waren...
Sondern eben, wie sie richtig vermutet haben, der Kurswert...

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dirk.resuehr 17.06.2019, 08:39
9. Angeblich

ist die Blockchain doch sowas von sicher. Eben nicht. Die Beweiskette basiert auf einer Dummheit der Hacker, die auch ohne Blockchain zu entdecken wäre. Über die Sicherheit der Blockchain sollte noch einmal nachgedacht werden, und, unter uns, wer mit der Blockchain und Bitcoins zocken kann, verdient soviel Mitleide wie ein Spieler in LV.

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