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Digitales Vermummungsverbot: Schäuble dringt auf Klarnamen im Netz
Kay Nietfeld/ DPA

"Wer seine Meinung äußert, sollte auch dazu stehen können", sagte Bundestagspräsident Schäuble dem SPIEGEL. Er befürwortet eine Klarnamen-Pflicht im Internet. Frühere Versuche fielen jedoch durchwachsen aus.

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spmc-12355639674612 19.05.2019, 10:56
40. Eine Klarnamenpflicht

ist international nicht durchsetzbar.
Darüber hinaus öffnet sie den Weg zu Repressalien, indem Vertreter bestimmter Meinungen von einem Internetmob durch direkte Drohungen gegen die Person mundtot gemacht werden können.
Fazit: Herr Schäuble sollte sich intensiver damit beschäftigen, wie freie Meinungsäußerung im Internetzeitalter funktionieren kann und wie nicht.

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timo769-wanderer 19.05.2019, 10:56
41. Gefährlich

Das Problem besteht nicht darin, dass man seine Meinung unter seinem richtigen Namen veröffentlicht, sondern darin, dass es von rechts wie von links selbsternannte Moralwächter gibt, die mir die Scheiben einwerfen, wenn meine Meinung nicht auf ihrer Linie ist. Daher würde eine Klarnamenpflicht nicht die Meinungsfreiheit fördern, sondern massiv beschränken.

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alternativlos 19.05.2019, 10:57
42. Aktive Rückkopplung

Wenn die bigotte Rolle von Personen mit Künstlernamen und deren spiegelnden Identitäten im öffentlichen Diskurs transparent, deren inszenierter gesellschaftlicher Tod nicht mehr Teil eines ideologischen Narratives und die Unabhängigkeit des freien Mandats vollumfänglich gewährleistet ist, können wir gerne darüber reden.

Ansonsten wünsche ich weiterhin Alles Gute

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einwerfer 19.05.2019, 10:57
43. Kann man drüber nachdenken

Allerdings erwarte ich dann auch, dass Politiker immer mit vollem Namen genannt werden und sich nicht mehr hinter Formulierungen wie 'aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen' etc verbergen können. Wenn Politiker etwas zu sagen haben, sollen sie es bitte immer mit 'offenem Visier' tun und nicht die Presse mißbrauchen um z.B. Versuchsballons in die Welt zu setzen.
Wenn sie da mit gutem Beispiel vorangehen, fällt mir die Diskussion über Klarnamenpflicht im Internet deutlich leichter.

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catcargerry 19.05.2019, 10:57
44. Problem ist ohne Klarnamen lösbar

Ich habe kein Problem, die rechtliche Verantwortung für meine Meinung zu übernehmen und auch nicht, mich der Aggression im Netz auszusetzen; ich bin allerdings auch nicht so hass-gefährdet wie Personen von öffentlichem Interesse. Aber ich will mich nicht der Aggression außerhalb des Netzes aussetzen, die ich als schweres Risiko bei Klarnamen sehe. Seit ich den VW des RCDS-Vorsitzenden in Göttingen Mitte der 70er graffitibesprüht gesehen habe, hat sich der Stil politischer Auseinandersetzung nicht verbessert. Richtig ist die Identifikation bei Registrierung für Foren und eine Auskunftspflicht der Betreiber gegenüber Ermittlungsbehörden bei Rechtsverstößen, die nicht zu hoch aufgehängt ist.

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rrippler 19.05.2019, 10:57
45. Eigene Nase

Zitat von hotel-adler-rc
daß ich mit diesem Mann einer Meinung bin. Mich regen auch die ganzen anonymen meinungen auf und wenn mit Klarnamen gearbeitet wird, hört wahrscheinlich diese Hetze auf. Aber Einige werden plötzlich keine Meinung mehr haben.
Wenn Sie so dezidiert für Klarnamen sind, warum verstecken dann Sie sich selbst hinter einem Pseudonym?
Daß ich selbst für Klarnamen plädiere, erkennt man unschwer an meinen Posts hier im Forum. Ich halte das so, daß ich Posts, die unter Pseudonym abgefasst wurden, erst garnicht lese - die Posts zu diesem Theme hier sind eine Ausnahme.

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mwinkl02 19.05.2019, 10:57
46. Zu kurz gesprungen.

Peter Müller aus Hamburg ist völlig anonym. Heinz Eckenhuber aus Mosbach nicht. Mann sollte einfach alle Beiträge ohne Klarnahmen ignorieren ooder disliken.. Martin Winkler, Heiden

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navitrolla 19.05.2019, 10:57
47. Keine gute Idee

Mit einem deutschlandweit eindeutigen Namen und einer aufgrund ehrenamtlicher Tätigkeit guten Auffindbarkeit finde ich diese Idee absolut untragbar.
Würde ich mich dann noch klar gegen Neonazis, hypothetische Verfehlungen meines Arbeitgebers, oder den wütenden Hochzeits-Mob auf deutschen Autobahnen positionieren können, ohne mit Nachteilen für Job und Gesundheit fürchten zu müssen?

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index77 19.05.2019, 10:58
48. Quatsch

Ich kann auf der Strasse auch meine Meinung sagen ohne Namensschild. Und dort als auch im Internet gibt es Möglichkeiten bei Überschreitungen identifiziert zu werden. Mit der heutigen Technik würden selbst privaten Unternehmen nach kürzester Zeit alle Äußerungen im Internet tabellarisch und nach Namen sortiert vorliegen, sollte eine Klarnamenspflicht kommen. Das ist nicht im Sinne irgendeiner Freiheit.

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cucaracho_enojado 19.05.2019, 10:59
49. Ich möchte das nicht.

Ich habe kein Problem damit, zu ALLEN meinen Aussagen mit Name und Gesicht zu stehen (in manchen Diskussionsrunden wünschte ich es mir sogar). Aber ich befürchte ein Problem mit Namens- und Gesichtslosen, die meine Beiträge nur lesen und dann - mangels Argumenten - die Auseinandersetzung auf andere Weise fortführen könnten. So weit sind wir schon ...

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