Forum: Netzwelt
Digitalisierungspläne der Bundesregierung: Funklochrepublik Deutschland
Sascha Lobo

Goethe, Beethoven, Funkloch: Lücken in den Mobilfunknetzen gehören genauso zu Deutschland, wie Hochkultur. Dabei ließe sich das so einfach ändern.

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mullertomas989 14.11.2018, 14:01
1. Für mich wirkt das ...

... ziemlich gedankenlos. Alle wollen immer die Funklöcher beseitigt haben. Dabei gibt es auch Menschen, die gerne funkarme oder sogar funkfreie Räume haben wollen, da die gesundheitlichen Risiken nicht auszuschließen sind (Vorsorgeprinzip!!). Es muss sich auch nicht in jedem Dorf topmoderne Industrie ansiedeln. Anders gesagt: Einige Gemeiden könnten gerade über ein schwaches Handynetz für Anwohner oder auch Erholungshäuser werben.....!!

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c.PAF 14.11.2018, 14:07
2.

Volltreffer.
Genauso wie das Internet scheint auch das Funknetz nach wie vor Neuland in der Bundesregierung zu sein.

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cvdheyden 14.11.2018, 14:08
3. Lasst es einfach

Deutschland sollte es einfach lassen. Der Deutsche Staat ist dazu nicht in der Lage. Punkt.
1.) Wenn auch nur ein Funkmast auf 2 Lichtjahre an einen Deutschen rankommt, dann tut er was dagegen
2.) Die Kleinstaaterei der Deutschen ist sprichwörtlich und sucht seinesgleichen
3.) So lange es den Magentakonzern gibt, wird sich nichts ändern
4.) Die Politiker hier überhaupt zu nennen ist überflüssig, denn die haben es auch nicht verstanden und beschäftigen sich nur mit sich selbst

Fazit: Deutschland lass es. Das wäre das Beste für alle. Bleib beim Verbrennungsmotor und gut ist es.

Ich werde demnächst mit unserer Firma nach Bulgarien wechseln. Dort sind die Bedingungen einfach paradisisch. Lettland wäre auch nicht schlecht. Ne 100/100 Leitung ist da ganz normal.

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chrismuc2011 14.11.2018, 14:14
4.

Ich habe in den 90ern in SüdAfrika und Malaysia gewohnt. Dort gab es Geldautomaten, Pager ( an Deutschland spurlos vorübergegangen), Handys und Funkinternet, da konnte man das in Deutschland noch nicht einmal buchstabieren. Experten von SüdAfrika und Australien waren damals in Malaysia und haben innerhalb kürzester Zeit Malaysia ins neue Jahrtausend befördert. Vielleicht sollten unere Regierungsexperten statt über Flugtaxis nachzudenken lieber mal diese Experten beauftragen, dann wird es auch was mit Industrie 4.0 und KI.

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orca20095 14.11.2018, 14:17
5. Recht haben Sie, Herr Lobo,

man kann das Thema Infrastruktur nicht oft genug in den Vordergrund holen. Nur geht nach meiner Beibachtung in Symposien, Konferenzen u.a. niemand ernsthaft an, immer wenn man das Thema der notwendigen flächendeckenden LWL-Verkabelung anspricht, ist man der Spielverderber der schönen Visionen.
Man kann das auch personifizieren: die seit Jahren unfähigen CSU Minister im BMVI, die immer in die Kamera grinsen, aber nichts verstanden haben, sondern Apps zur Meldung von Funklöchern als Fortschritt verkaufen. Solange man dieses Thema schon im Namen nur hinten anhängt und solchen Leuten überlässt, wird das nie was.

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KlausP22 14.11.2018, 14:24
6.

Zitat von cvdheyden
Ich werde demnächst mit unserer Firma nach Bulgarien wechseln. Dort sind die Bedingungen einfach paradisisch. Lettland wäre auch nicht schlecht. Ne 100/100 Leitung ist da ganz normal.
Die niedrigeren Immobilienpreise bzw. Mieten, die niedrigeren Löhne, die niedrigeren Steuern und Abgaben und wahrscheinlich unkompliziertere Bürokratie usw. haben wahrscheinlich keinerlei Anteil an der Umzugs Entscheidung gehabt? Nur die bessere Breitbandversorgung war der Grund?....
Na dann hätte ich nen Tipp: Kommt hierher ins nördl.Niedersachsen bei Hamburg. FTTH von den Stadtwerken bald im ganzen Gemeindeverbund mit derzeit 300/300 für ~50€ für Privat. OK, Mieten, Löhne usw. sind natürlich viel teurer als in Lettland, aber die spielten ja keinen Grund, oder?

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stefan.schrader 14.11.2018, 14:28
7.

ob die Damen und Herren Abgeordnete wirklich wissen, was sie da tun und reden? Denn offensichtlich wird ja der Fehler, der immer wieder, und nicht nur in Punkto Netzausbau gemacht wird- eifrig schön geredet.
Es gibt de facto keinen Netzausbau in Deutschland - außer in den paar großen Städten. Der angeblich so reichen und qualitativ gut aufgestellten Bundesrepublik (Marke "Made in Germany") mit 2,6% steht sogar das weitaus ärmere Litauen mit 76% flächendeckendem Netzausbau gegenüber ..... Und nun meinen diejenigen, die auch bisher kein ordentliches Mobilfunk- und Breitbandnetz hingekriegt haben, dass sie mit etwas ganz Neuem, das Zauberwort ist die 5G-Technologie, die Karre aus dem Dreck ziehen. Unsinn! Das wird wohl nichts weiter als eine unzulässige Begünstigung der Mobilfunk- und Netzanbieter durch die Bundesregierung, denn die werden sich -wenn es denn käme- das vielleicht endlich zuverlässige und flächendeckende Netz fürstlich bezahlen lassen.

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DougStamper 14.11.2018, 14:32
8. Wenn ich Kommentar #1 lese

Wird mir übel. Wie kann man so verbohrt im Bezug auf neues sein? Jedes kleinste Dorf benötigt zukünftig Zugang zum Internet. Das lässt sich nicht bestreiten. Angefangen über Gesundheitsvorsorge, bargeldloses bezahlen, Medien usw. Es kann nicht angehen, dass Deutschland als führendes Industrieland sich bei der Technologie der Zukunft hinten anstellt.

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neurobi 14.11.2018, 14:35
9. Sasha hat mit vielem Recht.

Ja, die Versteigerung der UMTS-Lizenzen war eine Katastrophe für die Mobilfunkinfrastruktur in Deutschland. 50 Milliarden die in das schwarze Loch Bundeshaushalt verschwunden sind und den Unternehmen beim Aufbau der Infrastruktur gefehlt haben.

Andererseits, eine 100% (Fläche) 4G Versorgung würde ich für wichtiger ansehen.
Als Mobilfunknutzer reichen mir 5Gbit/Sekunde vollkommen aus. Für datenlastige Updates habe ich 100Gbit im WLAN zuhause aus.

Wofür brauche ich so hohe Übertagungsraten wie bei 5G eigentlich?
Oh nein, nicht für das autonome Fahren. Oder soll jeder Nutzer in so einem Gefährt auf seinem 20cm Display 8k-Videos sehen können?
Für die Verkehrsdaten sollte sogar UMTS reichen. Mehrmals die Sekunde Position, Richtung und Geschwindigkeit sind doch keine große Datenmenge.

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