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Digitalpakt: Kritik an der alten Vernunft
DPA

In der Diskussion um den Digitalpakt zeigt sich ein beschämendes Machtspiel. Wieder einmal entscheiden die Alten über Leben und Werden der Jungen - und zwar ohne jede Altersdemut.

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jk1! 30.01.2019, 18:29
20. Das will ich mir nicht sagen lassen Herr Lobo

es ist keine Frage des Alters, sondern der Personen. Wie schon an anderer Stelle geschrieben. Die GROKO kann es nicht. Wenn man bedenkt, das die Legitimation dieser Regierung gerade mal aus knapp 41% Zustimmung aller Wahlberechtigten besteht und hier etwas zusammen ist, was nicht zusammen gehört und auch nicht sein will, dann sollten Sie bitte auch da ansetzen.

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riomaster181 30.01.2019, 18:33
21. Für eilige Leser

Vernünftig ist was der Ansicht Kolumnisten entspricht. Und damit reiht er sich treu und brav ein in die Phalanx aller anderen, die sich auch auf die „Vernunft“ berufen.

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arepa3000 30.01.2019, 18:39
22. Die deutsche Politik ist bestimmt jugendfeindlich

Junge Leute sind einfach keine interessante Wählergruppe, es sind noch zu wenige. Solange sich das nicht ändert, wird für die Jugend keine Politik gemacht. Das es noch länger so bleibt ? daran wird allerdings gearbeitet, kein Wahlrecht ab 16 und die Zuwanderung junger Leute halten viele alte Politiker für grundsätzlich schlecht und handeln entsprechend. Wieso auch nicht, ihre eigenen Renten wird es ja noch nicht betreffen...

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funkstörung 30.01.2019, 18:42
23. alles beim alten

Zitat von Horst Scharrn
Ich hätte da aber eine radikale Idee wie man das ändern könnte: Wahlrecht für Rentner bzw. für Leute ab 70 Jahren abschaffen. Die Leute haben bis zum Eintritt der Rente Zeit bei Wahlen dafür zu sorgen, dass es Ihnen auch im Alter gut geht. Aber mit Beginn der Rente wars das mit der politischen Teilhabe. Genauso wie es kein Wahlrecht für nicht-Volljährige gibt, sollte es auch kein Wahlrecht mehr für Rentner geben. Die jungen sind nicht reif genug zum Wählen und die Alten sind Überreif und nurnoch daran interessiert aus den paar Jahren die ihnen noch bleiben das beste zu machen, nach dem Motto "nach mir die Sintflut".
süper idee !

einem 71 professor der philosophie der als hobby quantenphysik studiert das wahlrecht wegnehmen und einer 20-jährigen torfnase, die nicht einmal in der lage ist den mund aufzumachen wenn sie gefragt wird überproportionales gewicht in der zukunftsgestaltung des landes zukommen lassen.

ich denke wir lassen es beim alten, hat sich im grossen und ganzen gut bewährt.

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th.scholz 30.01.2019, 18:45
24. Lobo hat die Weltformel gefunden

Alles Leid der Welt hat Lobo also durch einen Begriff erklärt. Altvernunft. Jetzt muss man nur noch wissen, was er bedeutet. Und das Mittel kann man dann auch entwickeln: alternative Venunft. Hurra!

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HerrTurtur 30.01.2019, 18:46
25. nicht logisch

Ich habe den Artikel mehrfach durchgelesen, aber die Logik erschließt sich mir nicht.Ich kann nicht nachvollziehen, wie Sie dieses Thema auf Alte vs. Junge reduzieren. Es geht um Macht und hier wollen die Länder nichts abgeben. Wenn Sie so wollen, bestimmen überall Ältere. Ich vermute mal, dass man auch beim Spiegel keinen jungen Uniabsolventen direkt an eine leitende Stelle setzt. Natürlich sind Internet und modernere Medien etwas, womit meine Kinder aufgewachsen sind und ich nicht. Das bedeutet aber nicht, dass ich sie nicht sehr schätze, auch wenn ich mit manchem nicht so gut umgehen können. Sie ergehen sich in Klischees, Herr Lobo!

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three-horses 30.01.2019, 18:56
26. Der Schrottplatz.

Zitat von antelatis
Es darf teilweise zwar schon ab 16 gewählt werden, aber das geht meiner Meinung noch nicht weit genug. Und wenn es so eine Begrenzung nach unten hin gibt, warum dann nicht auch nach oben? Wie wäre es zum Beispiel, wenn man ab 75 nicht mehr wählen oder gewählt werden dürfte? Trump, den Brexit und wahrscheinlich auch die AfD hätte es nie gegeben, wenn man den ganz Alten das Wählen erschweren und dafür den Jüngeren erleichtern würde.
Man kann noch weiter gehen. Wie wäre es mit eine Pille. Vor dem Essen. Dass das letzte ist. Ab 65. Die Entlastung wäre enorm.
Damit bin ich aber durch, die Renter als Verwaltung einzusetzen wäre nicht mehr möglich. Ich nehme an, Ihre Eltern haben viel Spaß mit Ihnen.

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maxuli 30.01.2019, 18:59
27. Alt oder jung

Stimme Sascha Lobo grundsätlich zu, nur möchte ich den Begriff Altersvernunft relativieren: Es ist wohl auch eine Art von Diskriminierung, dass jeder Menschen, der eine gewisse Altersgrenze überschritten hat, nicht über die Zukunft und über die nachfolgenden Generationen nachdenkt. Ich selbst bin 69 Jahre alt, mein Denken ist aber – da bin ich sicher – jünger als von manchem 30-jährigen. Allerdings leider ist es allerdings richtig, dass die Mehrzahl der Alten – auch auf Grund einer gewissen Trägheit – so denkt, wie Sascha Lobo beschreibt. Da es nun auf Grund des demographischen Wandels immer mehr alte Menschen gibt, „müssen“ sich die Politiker deren Meinung zu eigen machen, um wiedergewählt zu werden. Dies kann man auch als Krise unserer heutigen Form der Demokratie sehen (habe ich auch drüber nachgedacht). Allerdings – mal so als Retourkutsche – vermisse ich bei den heute 20 bis 30-jährigen mehr Elan bei der Durchsetzung neuer Ideen bzw. Ablehnung „unvernünftiger“ Projekte. Am besten außerparlamentarisch wie dies in den sechziger und siebziger Jahren des vorigen Jahrhundert einigermaßen erfolgreich geschah.

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demokrat2 30.01.2019, 19:13
28. Leider wieder etwas zu einseitig und ohne Vernunft.

Eigentlich ging es zwischen SPD und CDU/CSU schon immer um Bildung. Das war der Hebel, den man den Landesfürsten in die Hände gab. Wie versplittert war und ist unsere Bildungslandschaft. Die SPD wollte Bildung in der Breite durch längeres gemeinsames Lernen - deshalb auch Gemeinschaftsschulen, die CDU/CSU von Akademikern geprägt, verteidigten zäh ihren Vorsprung und die finanzielle Besserstellung der höheren Schulen. Die Gymnasien produzierten wegen des Numerus Clausus immer mehr Einser-Abiturienten und die Hauptschüler wurden faktisch abgeschafft. Heute fehlen mehr Hauptschüler als Abiturienten. Das nennt man Facharbeitermangel. Da wird die Unvernunft sichtbar. Und die alten Landesfürsten ziehen wieder gern auf das Schlachtfeld Bildung.

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freddygrant 30.01.2019, 19:13
29. Am Thema Digitalpakt ...

... wird besonders deutlich wie man im förderalen Deutschland
politische Vernunft und daraus folgende Entscheidungen erzeugt
- oder auch nicht. Es ist historisch bestens bekannt für wen und
was Schule und Bildung überall nötig ist. Für die politisch
Handelnden - besonders in den BU-Ländern - ist ihr administrativer
Machterhalt im Bildungsbereich aber wichtiger als der gemeinsame
und erfordrlicher Fortschritt und dessen Finanzierung. Dahinter
ist auch noch eine ideologische Bildungsmacht der Länder zu
vermuten - leider. Im Blick auf ein gemeinsames Europa und
globale Sozialisierungs- und Bildungsprozesse sollte der
"demokratische" Bürger zumindest mal darauf hinwirken, dass
wir bundesweit gleichgererichtete Bildungschancen und -ziele
auch zentral mitentscheiden, fördern und (mit-)finanzieren.

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