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Diskussionskultur in Deutschland: "Lügenpresse" ist keine Medienkritik
DPA

Wer "Lügenpresse" schreit, will nicht bloß auch seine Meinung in den Medien sehen, sondern ausschließlich seine Meinung. "Lügenpresse" ist der Ruf nach einer autoritären Gesellschaft.

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eigenegedanken 30.11.2016, 17:03
50. Ach Herr Lobo ...

"Lügenpresse" ist doch genauso eine Parole wie "Wir schaffen das". Die Aufgabe der Presse sollte doch die kritische Fragestellung sein; ein "Warum" und "Wie" hätte mich schon interessiert. Hinterfragt wird nur das Erste, insofern verkommt der Journalismus zur unreflektierten Meinungsmache. Und ich glaube das wollen viele mit der Parole "Lügenpresse" ausdrücken.

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kuac 30.11.2016, 17:03
51.

Zitat von vera gehlkiel
........ Der Lügenpresseruf ist, meine Meinung als freie Bürgerin, ein Schrei nach der Gnade der Wiedererlangung der Unschuld von Unmündigen, ein Versuch, die Last der Freiheit zu negieren.
Genauso ist es. Demokratie und Freiheit ist anstrengend und mit Rechten und Pflichten verbunden. Im digitalen Zeitalter ist die Aufmerksamkeitsspanne der Menschen geringer geworden und sie suchen nach schnellen und einfachen Lösungen in der immer komplexer werdenden Welt. Das gibt es leider nicht außer bei Populisten, wie Trump & Co.

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ruhepuls 30.11.2016, 17:03
52. Mainstream?

Man kann natürlich feststellen, dass es in den "großen Medien" (FAZ, Süddeutsche, Spiegel, ARD, ZDF) einen gewissen roten Faden gibt. Der ergibt sich aber auch dadurch, dass diese Medien - in dem Bewusstsein, dass sie eben auch Meinungen machen - zumindest versuchen, einigermaßen ausgewogen zu sein, mit der jeweils eigenen Färbung. Im Internet dagegen kann jeder seine Meinung verteilen - und sei sie auch noch so extrem oder gar falsch. Daher entsteht der Eindruck, die großen Medien enthielten dem Volk wesentliche Informationen vor, während Blogger & Co. Klartext redeten. Wer prüft denn schon nach, ob der Klartext auch Wahrtext ist oder nur die Vorurteile des jeweiligen Autors?

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heiko1977 30.11.2016, 17:08
53.

Zitat von madmax9999
Ich möchte Artikel lesen, bzw. Beiträge im Fernsehen sehen, in denen sachlich berichtet wird. Ausserdem möchte ich Kommentare hören, in denen kommentiert wird. Aber leider ist es heute vielfach so, dass viele Artikel nur noch die Meinung des Autors wiedergeben. Dafür aber gibt es den Kommentar. Und all das hat mit Putin und allen anderen nichts zu tun, sondern ist eigentlich das, was guten Journalismus ausmacht.
Also dort wo ein Autor seine Meinung schreibt so handelt es sich um einen Kommentar. Wie Sie darauf kommen, dass dies um einen Artikel handelt müssen Sie näher ausführen. Zumeist ist die Unwissenheit und mangelde mediale Bildung um zwischen Artikel und Kommentar zu unterscheiden, etwas was man hier im Forum sehr häufig antrifft wo Leser zwischen Kommentar und Artikel nicht unterschieden werden kann.

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mostly_harmless 30.11.2016, 17:09
54.

Zitat von Knackeule
[...] Das gilt auch für SPON, wo vor allem die Meinungsbeiträge des Herrn Aust mich immer wieder aufs Neue über die Sachlichkeit der Information erfreuen.
Stefan Aust arbeitet seit 2008 nicht mehr für den Spiegel. Insofern ist ihr Beitrag ein sehr schöner Beleg für den Realitätsbezug gewisser Kreise

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ColdFusionUser 30.11.2016, 17:09
55. GEZ, Steckt Frau in den Knast

Schreiben kann doch jeder was er will, zwingen kann mich aber niemand es zu lesen oder zu hören. Wie in dem Fall Sieglinde Baumert, hätten die Privaten Medin nicht drüber geschrieben wäre Sie wohl immer noch im Knast. Ich könnt ja mal den Test machen, geht auf ZDF und ARD, keiner schreibt auch nur ein wort über Sieglinde Baumert. Einfach in der sucher Sieglinde Baumert eingeben. Daher auch berechtigt zu sagen Lügen presse oder noch besser Verheimlichen was nicht gehört werden soll.

Ähhhh, der Artikel von Lobo ist sehr Abstarkt, Denke das viele Ihn nicht verstehen werden.

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mostly_harmless 30.11.2016, 17:11
56.

Zitat von spiegelobild
Der Meinungspluralismus ist breiter geworden, die Vertreter der Mainstreammedien müssen damit leben, dass jeder im Internet durch bloggen, Teilnahme an sozialen Medien bis hin zur Herausgabe einer Internetzeitung Meinung und Information verbreiten kann. [..]
Nicht der Meinungspluralismus ist das Problem, sondern der "Faktenpluralismus".

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talkpoint 30.11.2016, 17:11
57.

Zitat von Knackeule
Ich bin gegen den Begriff "Lügenpresse". Richtiger wäre "Wahrheitspresse", weil die Medien (nicht nur Print, sondern gerade auch das TV) immer aufrichtig, ausgewogen und investigativ berichten. Beste Beispiele dafür waren die Berichterstattungen über den Ausgang des "BREXIT"-Votums in GB ("niemals") und der US-Präsidenten-Wahl ("Trump wird niemals Präsident werden, so viel ist sicher"). Das gilt auch für SPON, wo vor allem die Meinungsbeiträge des Herrn Aust mich immer wieder aufs Neue über die Sachlichkeit der Information erfreuen.
Sie erwarten wohl auch das in der Presse die Lottozahlen von nächstem Samstag stehen, oder?

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brotherandrew 30.11.2016, 17:18
58. Sie suchen ...

Zitat von ColdFusionUser
Schreiben kann doch jeder was er will, zwingen kann mich aber niemand es zu lesen oder zu hören. Wie in dem Fall Sieglinde Baumert, ...
... nur eine Bühne für die Gebührenverweigererin Baumert. Unter Google finden Sie dazu z.B. Artikel im Focus und in der Welt. Von Verheimlichung ist daher nicht die Rede.

Und daß Ihnen der Beitrag von Herrn Lobo, der ziemlich klar ist, zu schwierig zum Lesen ist, spricht für sich.

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portlana 30.11.2016, 17:20
59.

Zitat von spiegelobild
Der Meinungspluralismus ist breiter geworden, die Vertreter der Mainstreammedien müssen damit leben, dass jeder im Internet durch bloggen, Teilnahme an sozialen Medien bis hin zur Herausgabe einer Internetzeitung Meinung und Information verbreiten kann. Gut so, das ist Demokratie. Die Mainstreammedien müssen um ihre Glaubwürdigkeit kämpfen, die Bedürfnisse der Nutzer berücksichtigen. Sonst sind sie weg. Auch das ist gut so. Und einen Alleinvertretungsanspruch auf Wahrheit gibt es auch nicht
mit einem problem, im internet tummeln sich massenfalschmeldung und Hörensagen wird zur nachtricht.
recherchiert wird da nix,

nenne nur die vielen angeblichen Schüsse in München nach dem attentat.
ergibnis der polizei vor ort, fehlnachricht über fehlnachricht.

sicher sind offiziele Medien subjektiv aber die Basis Grundinfo ist wenigstens noch nachprüfbar oder entstammt noch geprüften Daten.
I internet kann ich morgen einfach irgendetwas posten , irgendein pseudo gewackeltes video, fertig ist die falschnachricht.
zum von 50 geteilt und es wird zur "wahrheit", zumindesten für den für den es in sein weltbild passt.

also sicher haben offiziele meden schwäche, aber lügenpresse passt definitiv eher zu dem sonstigen internet-nachrichten.

ab und zu hilft auch mal eigenes gehirn einschalten

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