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DNA-Forschung: Gene in der Google-Cloud
DPA

Wissenschaftler brauchen eine Menge Rechenleistung, um das Erbgut der Menschheit für medizinische Zwecke zu erforschen. Amazon und Google helfen dabei - nicht ohne Hintergedanken.

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bento 05.06.2015, 12:43
10.

Zitat von Institutsmitarbeiter
Dass ein Unternehmen wie Google, dass sein Geld damit, Daten über uns zu sammeln und an Werbepartner zu verkaufen, die aller persönlichsten Daten verwalten soll, ist ein sehr beunruhigender Gedanke. Man sollte sehr genau überlegen, ob man seine Daten dort lagern will und was mit ihnen geschieht.
DNA Datenbanken und dergleichen sind immer öffentlich. Sie können jederzeit drauf zugreifen. Z.B. NCBI.
Wenn Sie Google und anderen Unternehmen nicht vertrauen, dann sollte Sie den Staat dazu auffordern mehr in Universitäre Forschung zu investieren. Über neue Supercomputer würde sich jede Uni freuen.

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limubei 05.06.2015, 12:43
11. ohne Facebookprofil

Zitat von kuac
Unsere Gendaten in den Händen von Google und Amazon? Dann sind sie ganz schnell durch die Hintertür bei der UNSA.
Ohne Facebookprofile bekommt man heute schon eine Krankenversicherung in den USA, die teurer ist als ohne.
Das wird der neue Standard.
Alternativlos. Das nenne ich Wirtschaftsfaschismus.

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fritzyoski 05.06.2015, 12:46
12. DNA-Forschung

DNA-Forschung auf der Cloud ist schwierig weil:
1. Oft muessen enorme Mengen an Daten (Peta-Bytes) uebertragen werden, dazu ist die Bandbreite oft zu gering.
2. Datensicherheit, siehe geleakte Nackfotos. Oft handelt es sich um Patientendaten die strengen Protokollen unterliegen (HIPAA).
3.Meine Erfahrung ist das die Computer in der Cloud relative langsam sind und die Kosten relativ hoch.
4. Schwierig die gewuenschten Programme zur Datanauswertung zu installieren.
Fur einige Anwendungen mag es lohnen aber insgesamt ist Cold Computing fuer DNA-Forschung nicht zielfuehrend.

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limubei 05.06.2015, 12:48
13. neoliberale Propaganda

Zitat von wdiwdi
Cloud-Serviceanbieter gibt es reichlich, und für Genom-Analysen, für die man ohnehin eigene Software mitbringt, gibt es keine relevanten Alleinstellungsmerkmale eines einzelnen Anbieters. Gegenüber einer Computerfarm im Institutskeller sind diese deutlich kostengünstiger, gerade wenn man (wie eben bei Genomanalysen problemlos tolerierbar) einen Service bucht, bei dem der Job angehalten oder sogar (mit etwas Vorwarnzeit zur Statusspeicherung) terminiert werden kann, wenn gerade andere Nutzer mit teureren Verträgen ihre Antworten *jetzt* brauchen. Eingesparte Gelder können dann in wissenschaftliches Personal statt in Prozessoren und Systemadmins gesteckt werden. Reine Genomsequenzen ohne Verknüpfung mit persönlichen Daten sind auch nicht wirklich datenschutzkritisch.
Also alles OK? Hauptsache billiger bzw in der cloud.

Wie armseelig. Hier geht es um Wirtschaftsfaschismus in Reinform. Ausbeuten und ausplündern.
US Monopole!

Zitat Bezog - wir müssen die Buchhändler jagen, wie Geparden die Gazellen.

Es wird Zeit, dass wir Bezos jagen, wie das Biest. Der Uber Chef hasst Taxifahrer. Dafür sollten wir ihn zurueckhassen und auch er sollte gejagt werden wie das Biest.

1% besitzen mehr als 50% des Besitzes.

Das ding wird knallen. Nur eine Frage der Zeit.

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Dr. Seltsam 05.06.2015, 12:49
14. Häh?

800MB * 1000 Patienten = 800GB

Ich hab hier neben mir eine 1,5 TB Festplatte liegen und muss meine Daten nicht Amazon "anvertrauen".

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wdiwdi 05.06.2015, 13:15
15. Im allgemeinen eine gute Idee, aber nicht hier

Zitat von rumloler
Bei normalen surfen oder bei Office-Arbeiten sind heutige Rechner nicht ausgelastet. Daher kann jeder einen Teil seiner "Rechenpower" der Wissenschaft für unterschiedliche Projekte spenden. Hierzu ist die Software BOINC wohl die verbreitetste. Mehr Infos z.B. auf www.rechenkraft.net
Typische Genomanalytik braucht wesentlich mehr Speicher als ein Office-PC bereitstellen kann (beim Standardprogramm BLAST mit heute typischen "kleineren" Datensatzgrößen sollte man unter 32 oder 64 GB Speicherausbau gar nicht erst anfangen, richtige Speerspitzenforschungs-Datensätze verlangen schon mal nach einem memory-interconnect gekoppeltem Cluster mit 1TB RAM oder mehr). Es gibt aber natürlich viele andere Anwendungsgebiete, bei denen die Arbeitspakete besser in kleine Teile zerlegbar sind und bei denen sich Forscher über Rechenkraft-Spenden freuen.

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hypnos 05.06.2015, 13:18
16. Die Gehirne sind doch alle ausgeschaltet

Zitat von limubei
... Wie armseelig. Hier geht es um Wirtschaftsfaschismus in Reinform. Ausbeuten und ausplündern. US Monopole! ... Es wird Zeit, dass wir Bezos jagen, wie das Biest. Der Uber Chef hasst Taxifahrer. Dafür sollten wir ihn zurueckhassen und auch er sollte gejagt werden wie das Biest. ...
Kommen Sie doch mal wieder runter. Der Zug ist doch längst abgefahren.

Die Medien publizieren nur noch PR-Berichte (Hofberichterstattung). Der Journalismus ist tot. Nur noch Kampagnen-Journalismus (gegen Mindestlohn, Pleitegriechen, Böse Russen, Exportweltmeister toll, Die mächtigste Frau der Welt, ...). Und Papageien-Journalismus (= von BILD und der Bertelsmann-Stiftung abschrieben und/ oder ungeprüft übernehmen).

Die Gehirne sind doch alle ausgeschaltet und der neoliberalen Ideologie völlig erlegen.

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flexier 05.06.2015, 13:55
17. 800 Megabyte....

Na da koennen die auch zu mir kommen. Selbst meine Smartwatch kriegt das gebacken.

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kuac 05.06.2015, 14:01
18.

Zitat von limubei
Ohne Facebookprofile bekommt man heute schon eine Krankenversicherung in den USA, die teurer ist als ohne. Das wird der neue Standard. Alternativlos. Das nenne ich Wirtschaftsfaschismus.
Nur so können wir eine maßgeschneiderte KV für jede/n haben. Dazu reicht FB-Profil alleine nicht aus. Die KV-Firmen müssen auch Zugang zu den Amazon bzw. Ebay oder andere ähnliche Firmendaten haben, damit die KV wissen, was für einen Lebensstill man/frau hat.

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wdiwdi 05.06.2015, 14:03
19. Nix Häh

Zitat von Dr. Seltsam
800MB * 1000 Patienten = 800GB Ich hab hier neben mir eine 1,5 TB Festplatte liegen und muss meine Daten nicht Amazon "anvertrauen".
Statt sofort zu posten hätten Sie auch den nächsten Satz lesen können - der ist nämlich sehr wahr:

"Die Genome haben jeweils einen Informationsgehalt von bis zu 800 Megabyte, was für moderne Rechenzentren nicht viel Speicherplatz ist. Der große Speicherplatzbedarf ergibt sich erst aus den Kombinationen der Erbinformationen und aus Rechenspielen mit den Daten."

Genomanalysen brauchen enorme Mengen an RAM und CPU-Kernen, die Sie garantiert nicht zu Hause oder bei Ihrem Arzt haben. Die Festplatten sind nie das Problem.

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