Forum: Netzwelt
"Doom" im Test: Dämonen hier, Höllenlöcher da. Alles abschießen.

Einer der Erfinder des ersten "Doom" hat einmal gesagt: "Eine Geschichte in einem Spiel hat so zu sein wie die in einem Pornofilm." Am neuen "Doom" hat John Carmack nicht mitgearbeitet - das Credo aber blieb.

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tetaro 17.05.2016, 17:48
30.

Zitat von kugelsicher
Zitat: Doom" wurde für das Schulmassaker von Littleton verantwortlich gemacht, was aber mehr mit den Vorstellungen von Moralhütern als mit dem tatsächlichen Geschehen zu tun hatte. Verantwortlich natürlich nicht, aber den Einfluss von Doom, und besonders Doom 2 auf Eric Harris mal eben mit einem Federstrich so abzutun, finde ich etwas daneben.
Das ist vermutlich völlig unsignikant, wenn man die überwältigende Anzahl der völlig unauffälligen Spieler ins Verhältnis seitzt.
Natürlich spukt vielen Gewalttätern alles im Kopf rum, was irgendwie mit Gewalt zu tun hat. Von einer Ursache kann man deshalb noch lange nicht reden.

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OL3C 17.05.2016, 17:49
31.

Das war sie doch schon als Sie "Aber ich weiß, hat ja alles keine Wirkung." und "Wie immer die Eltern schuld." ironisch daherschrieben und damit zeigten, dass Sie ihre Meinung haben und von dieser nicht abweichen werden, sondern lediglich auf ein Text aus sind, den Sie gern irgendwie zum Thema beitragen möchten.

Warum haben Sie nicht einfach gleich einen Post mit viel Text und Quellen gebracht?

Aber damit Sie sich auslassen können: Wo wird gezeigt, dass es eine Wirkung hat? Und wer, wenn nicht die Eltern sollte die Verantwortung dafür tragen, dass die Kinder altersgerechte Unterhaltung konsumieren und gut erzogen sind? Der 36 jährige Doom-Spieler?

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kugelsicher 17.05.2016, 18:15
32.

Die Hinterbliebenen von Winnenden als "Verwirrte" zu bezeichnen, was soll ich da noch sagen.

Ich habe hier schon so viele fundierte Quellen gebracht, dass mediale Bildschirmgewalt sehr wohl das Verhalten und das Gehirn ändern kann.

Thema Verantwortung in der Realität 2016 in D.
Wie viele Mio. Alleinerziehende gibt es in D. nochmal, die arbeiten müssen und so ganz automatisch Möglichkeiten, und sei es beim Freund vom Freund, wo man unkontrolliert zocken kann?

Wie realitätsfern ist es in Zeiten des Internets und der Generation Natives von allen Eltern in D. zu verlangen, es immer zu schaffen,
dass es ihre Kids nicht schaffen daran zu kommen?

Beim Thema Verantwortung vielleicht auch mal eine Sekunde an die Quelle, an die Hersteller zu denken, dass habe ich noch nie aus Ego-Shooter Kreisen gehört.

Warum darf eine Firma wie Rockstar ein solches Machwerk wie z.B. Manhunt u.ä. überhaupt herstellen und vertreiben?
Ich weiß schon, Kunstfreiheit. Aber immer sind die Eltern Schuld.

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Hardin 17.05.2016, 18:34
33.

Eigentlich hat Carmack gesagt, dass die Geschichte in einem Shooter so relevant ist wie die in einem Porno - und nicht, dass sie so sein soll. Carmack hatte außerdem sowieso nie etwas mit der Story zu tun, er hat die Spieleengine optimiert...
Davon mal abgesehen stimme ich der Aussage des Artikels aber größtenteils zu.

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ohne_mich 17.05.2016, 18:52
34. @kugelsicher

Ein gestörter Jugendlicher - mit Zugriff auf scharfe Waffen - mordet wahllos und dem Aktionsbündnis (und nicht nur den Angehörigen) fällt nichts anderes ein, als undifferenziert Spielen die Schuld zu geben, anstatt nach den wahren Ursachen zu suchen? Wie, außer, freundlich ausgedrückt, "verwirrt" soll man das sonst nennen?

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belzeebub1988 17.05.2016, 18:53
35. Also

Auf der PS4 kann man es auch offline spielen

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ohne_mich 17.05.2016, 18:55
36. @tetaro

Da stimme ich Ihnen zu. Früher wollte ich immer alle Spiele mit Packung und Datenträger haben, aber seit Steam & Co. bin ich froh, mich nicht mehr mit diesen Staubfängern und empfindlichen Scheiben herum ärgern zu müssen. Mein aktueller Spiele-PC hat sogar nicht mal mehr ein DVD-Laufwerk.

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OL3C 17.05.2016, 18:59
37.

Ihre Quellen (also die Zitate, die Sie hier im Thread gebracht haben) könnten lediglich eine Korrelation, keine Kausalität belegen.
Die Quellen, die wissenschaftlich die Veränderung im Gehirn und eine damit einhergehende psychologische Wesensveränderung kausal eindeutig auf Videospiele zurückführt würde ich wirklich gerne lesen. Wird sicher interessant wie die Wissenschaftler alle anderen Faktoren ausklammern können.
Selbst einfachere Studien die sich lediglich auf Reaktionschnelligkeit o.ä. beziehen tauchen wohl nicht gerade in Masse auf.

Und dann bleibt tatsächlich die Frage, was letztlich die Schlussfolgerung wäre, wenn eine verschwindend geringe Zahl an Spielern derart auf Videospiele reagieren sollte. Wie steht das im Verhältnis zu anderen Gefährdungen? Ist der Aufwand demokratisch zu rechtfertigen?

Beim Thema Verantwortung bleiben die letzte Instanzen die Eltern. Vollkommen egal, wie und wo ein Kind dennoch an gefährliche Medien gelangen könnte. Es ist deren Pflicht ein Kind so zu erziehen, dass es zwischen einem wie auch immer gearteten "gut" und "schlecht" unterscheiden kann. Ob es hier um Spiele, Rauchen, Autos klauen, andere Kinder mobben oder sonstwas geht. Und auch wenn sich das Kind zum Konsumieren von ungeeigneten Medien entscheidet, ist die Welt noch nicht verloren. hier kommt nämlich der nächste Aspekt der Erziehung zum tragen: Wie gehe ich mit Medien um? Wie mit Menschen und Tieren? Eine solcher Erziehungspunkt ist zeitlich unabhängig von der Arbeit der Eltern.

Dass die Kinder im Internet alles bekommen >könnten< ist zwar ein schöner Konjunktiv, aber letztlich ist auch das in den meisten Fällen von den Eltern abhängig und kontrollierbar. Dazu müssen diese keine Programmierer sein, es reicht, dass sie die Rechnungen bezahlen und damit vollständige Kontrolle haben. Nur noch anwenden müssten sie sie auch.

Sie versuchen hier Einzelschicksale und singuläre Vorfälle für allgemeine Verbote heranzuziehen, die einen Großteil der Bevölkerung in ihren Möglichkeiten zur Entfaltung einschränken. Welches Recht sehen Sie ihrerseits denn bedroht, sodass man die Kunstfreiheit dagegen aufwiegen könnte? Und ja, es ist auch nicht in der Verantwortung der Zigarettenhersteller dafür zu sorgen, dass Kinder nicht an Zigaretten kommen. Das machen wie bei Spielen die Verkaufsstellen und die Eltern.

Aber anders gefragt: Was sollen denn die Hersteller Ihrer Meinung nach machen?

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ursfapps 17.05.2016, 19:29
38.

Zitat von Leser161
Das ist jetzt mal genial. Wir brauchen Breitbandausbau (gegen den ich nichts habe, der aber trotzdem Geld kostet) weil die Hersteller keine Lust mehr haben ihre Spiele vernünftig auf Scheibe zu packen. Eine Sache die in den voll rückschrittlichen 90ern noch funktioniert hat. Interessanter Ansatz.
Mein PC (ein nagelneuer Skylake i7-6700K, der nur noch auf eine Nvidia 1080 wartet) hat gar kein DVD-Laufwerk oder Bluray-Laufwerk mehr.

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thelix 17.05.2016, 19:30
39.

Zitat von spon-fb-1337
Mal Doom1 oder 2 gespielt? Offensichtlich nicht, denn da gibt es weder Geisterbahn, noch Schlauchlevel oder JumpScares. Ob das langweilig ist.. mag jeder für sich selbst entscheiden. Ich genieße jedenfalls die Spielmechanik, eine Art "Tanz des Todes" inmitten der Monsterhorden, wie in keinem anderen Shooter der letzten 15 Jahre. Wer auf eine Aneinanderreihung geskripteter Sequenzen im Sinne einer Hollywood-Inszenierung steht, gepaart mit ein paar Spieleinlagen auf Moorhuhn-Niveau, hat doch mit quasi allen AAA Shootern der letzten Jahre genug Alternativen.
Ich glaub', treffender kann man es nicht formulieren. Kompliment!

Aber man sollte DOOM dennoch zumindest die ausgefallene und teils sehr kreative Splattershow (gepaart mit einer doch recht intensiven Atmosphäre) zugestehen.

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