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"Dota 2": Computerspiel-Turnier lockt Tausende Fans ins Fußballstadion
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Dieses Wochenende findet erstmals ein Computerspiel-Turnier in einem deutschen Fußballstadion statt - samt Klatschpappen und Autogrammstunden. Warum zahlen Menschen Eintritt, um anderen beim "Dota 2"-Spielen zuzuschauen?

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spon-facebook-1314890360 30.06.2014, 17:50
70.

Alliance sind ja natürlich die Kings of Splitpush wie sie am Wochenende mal wieder bewiesen haben, aber gibt ja auch noch andere Teams die so spielen. Ich habe auch nichts gegen Teams die so spielen, das kann auch attraktiv sein. Na ja mag nur die Leute nicht die meinen mit ihrem Halbwissen alles besser zu wissen.

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derwulf 30.06.2014, 18:33
71.

Zitat von nachtmahr79
Aus der Sportdefinition des Deutschen Olympischen Sportbundes: "Die Ausübung der Sportart muss eine eigene, sportartbestimmende motorische Aktivität eines jeden zum Ziel haben, der sie betreibt. Diese eigenmotorische Aktivität liegt insbesondere nicht vor bei Denkspielen, Bastel- und Modellbautätigkeit, Zucht von Tieren, Dressur von Tieren ohne Einbeziehung der Bewegung des Menschen und Bewältigung technischen Gerätes ohne Einbeziehung der Bewegung des Menschen."
Ich finde das passt eigentlich auf ESports. Es ist ja keine "Bewältigung" technischen Gerätes und die motorische Leistung ist schon enorm. Es ist letztendlich auch müssig darüber zu streiten und auch der DOS oder das BMI bestimmen nicht was Wörter in der deutschen Sprache bedeuten.

Fakt ist es handelt sich bei Dota um eine Wettkampfaktivität mit erheblichem Fähigkeit/Fertigkeitssanteil vielleicht mehr als bei manchen "echten" Sports. Die Profis (welche tatsächlich beruflich Spielen also bei Teams angestellt sind) trainieren >10 Stunden am Tag und haben jeden Monat ein oder mehrere Wettkämpfe. Der Anspruch des Spiels ist extrem hoch in den Bereichen Wissen, Strategie, Taktik, Antizipation, Reaktion und Terminkoordination aber auch Feinmotorik. Die Teams selbst bestehen aus 5 festen Spielern die über längere Zeiträume (Monate bis Jahre) fest zusammen spielen.

Wenn das nicht reicht zum "Sport" dann brauchen wir einen neuen Begriff für das, Darts, Schach, Schießen etc.

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derwulf 30.06.2014, 18:37
72.

Zitat von RobinSeyin
Hilft ja nicht, bleibt trotzdem langweilig, Leute bei banalen Spielen zuzusehen. Soll sich natürlich ansehen wer mag, aber was soll der Tumult drumrum?
Ich versteh nicht was jemanden dazu bewegt so einen Kommentar zu schreiben. "Langweilig" ist eine rein subjektive Bewertung und irgendwas findet jeder langweilig. Die meisten von uns langweilen allerdings nicht die ganze Welt damit zu erzählen was sie alles langweilig finden.

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robbenklopper 30.06.2014, 19:37
73. Liebe Sportsfreunde

Man schlägt Bälle über ein Netz, wirft Kugeln gegen Kegel, dribbelt sich am Gegner vorbei, hopst mit dem Skateboard den Boardstein hoch und runter, lernt Tricks, arbeitet an seiner Motorik, steht im Wettkampf mit anderen, gewinnt, verliert, hat Spass, baut Wut auf, baut Wut ab, muss Geduld beweisen, man lernt Spielzüge auswendig und muss, dank defninierter Regeln und zum Wohl des Teams, sein Ego zurück stellen. Und wenn der Frust auch noch so gross ist, wenn eine lang geübte Aktion, ein Trick, ein Kunststück punktet und zum Erfolg führt, reist man letzten Endes die Arme hoch und ruft "JA!!!". Eben diese kurzen Momente sind es, die dich für all die Mühe und "verschwendeten" Stunden mehr als entschädigen. Wer einen Ball treten kann ist noch lange kein Sportler, genau so wenig wie dich ein Smartphone zum Programmierer macht. Aber eSport_ist_Sport, mit allem was dazu gehört. Fakt!

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elizar 01.07.2014, 16:21
74.

Zitat von RobinSeyin
Ich kenne die rechtfertigenden Beschreibungen in all Ihren Formen. De Facto ist und bleibt es ein hinterhältiger Überfall mit dem Ziel dem Opfer keinerlei Chance zum Überleben zu lassen. Sicherlich ist genau das Teil des Spiels (wobei es zum Gewinnen des Spiels nicht zwingend notwendig ist, dafür reicht ja die Zerstörung der gegnerischen Basis), nur muss ich das deswegen noch lange nicht toll finden oder schönreden.
Fußball und Basketball sind dann auch niederträchtig. Gerade im letzterem ist der "steal" ja der Diebstahl des Balles.
Meine Güte, Basketballer müssen als potenzielle Diebe alle ins Gefängnis!
Und was ist, wenn im Fussball zwei Gegenspieler dem Ballführer den Ball abnehmen wollen? Sind die dann "unfair", weil Überzahl, oder ist der Ballführer der moralisch unterlegene, da dieser ja in die "Privatsphäre" (Strafraum bzw. Tor) des Gegners will?
Mein Güte, Fussballer sind alle potenzielle Hausfriedensbrecher!

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xxzxcuzx me 02.07.2014, 20:26
75. Invoker

Absolut okay ein Computerspiel als E-Sport zu bezeichnen. Für mich ist ein perfekter Anschlag von 4-5 Tasten nebst mehreren Klicks in einer Sekunde nicht minder beeindruckend als eine Triple 20 beim Dart o.Ä. In anderen Ländern werden solche auch als Athleten bezeichnet, nur im erzkonservativen Deutschland wirds wohl nie dazu kommen.

Wer sich über sowas echauffieren muss, hat wohl sein Zenit lange überstanden und sollte sich gepflegt bei einem Internetkreuzworträtsel austoben.

Times they are a changin'

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