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Download-Dämmerung: Wie das Streaming-Geschäft den Musikmarkt verändert
Corbis

Der deutsche Musikmarkt steht vor einem radikalen Umbruch: Die Telekom schließt ihr Downloadportal und setzt auf den Streaming-Partner Spotify. Die Analyse der Marktzahlen in Norwegen und Schweden zeigt: Download-Shops werden zu Nischenanbietern, Kaufmusik boomt vor allem durch Streaming.

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felisconcolor 21.01.2014, 12:32
1. Hier ein Abo

dort ein Abo und dort drüben noch ein Abo.
Dann kauf ich mir doch lieber meine 1 , 2 oder 3 Alben im Jahre richtig guter Musik und noch ein paar Filme und gut ists. Und das kann ich mir so oft anhören bis sich der Datenträger in einer Spirale aufgelöst hat.
Meine Vinyls sind zum Teil über 30 Jahre alt kein Stream der Welt würde mir die Musik bieten die darauf ist

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mgerhard 21.01.2014, 12:40
2. Künstler verdienen bei Streaming am wenigsten

Es ist lächerlich, wieviel Künstler bei Streaming verdienen. Das sind Bruchteile von Cents. Ich habe mit meiner Band das Streaming-Angebot gestoppt. Unsere Musik gibt's nur noch als Kauf.
Ich hoffe, dass sich mehr Künstler dem Streaming-Boykott anschließen. Erst wenn die Bezahlung einigermaßen stimmt, werden wir vielleicht wieder als Stream zu hören sein. Außerdem ist die Soundqualität erbärmlich. Da sitzt man im Studio, produziert mit 24 Bit / 196 kHz Topqualität und nachher wird alles zu Müll komprimiert. Es ist traurig.

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eimsbusher 21.01.2014, 12:52
3.

Zitat von sysop
Der deutsche Musikmarkt steht vor einem radikalen Umbruch: Die Telekom schließt ihr Downloadportal und setzt auf den Streaming-Partner Spotify. Die Analyse der Marktzahlen in Norwegen und Schweden zeigt: Download-Shops werden zu Nischenanbietern, Kaufmusik boomt vor allem durch Streaming.
Gibt es Daten, wie viel Energie das jährlich zusätzlich verbraucht, wenn fast alles, was man so hört und sieht gestreamt wird? Noch mehr Server mit noch mehr Kühlung, Sende- und Empfangsleistung laufen ja auch nicht ohne Strom. Ich finde diese Entwicklung bedenklich.

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thomas_gk 21.01.2014, 12:54
4.

ich weiß nicht, ob bei mir der Altersstarrsinn schon zu weit fortgeschritten ist - aber am liebsten habe ich noch wie früher die große Tasche einer Platte in den Händen, auf der dann noch etwas zum Künstler steht. Und am zweitliebsten eine CD mit einem guten Cover, mit einem Büchlein mit viel Informationen. Und ich behalte gerne den Überblick über die Musiksammlung. Das gelingt mir bei einer Datenanhäufung kaum. Fazit: Streaming ist nichts für mich, auch dieser Mode bleibe ich fern

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DrStrang3love 21.01.2014, 13:06
5.

Zitat von sysop
Kaufmusik boomt vor allem durch Streaming.
Dieser (Halb-)Satz ist ein Oxymoron. Gestreamte Musik ist per definitionem nichts was man "gekauft" hat, sondern bestenfalls gemietet oder geliehen.

Für mich ist dieser ganze Streaming-Kram nix. Ich höre zwar hin und wieder bei Last.fm rein, aber meist nur, um neue Musik kennenzulernen - die ich dann *kaufe*. Und zwar in aller Regel auf *CD*.

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cor 21.01.2014, 13:11
6. Wenn dann ein ordentlicher Vergleich

Zitat von eimsbusher
Gibt es Daten, wie viel Energie das jährlich zusätzlich verbraucht, wenn fast alles, was man so hört und sieht gestreamt wird? Noch mehr Server mit noch mehr Kühlung, Sende- und Empfangsleistung laufen ja auch nicht ohne Strom. Ich finde diese Entwicklung bedenklich.
Schon, aber einen physischen Datenträger zu produzieren und zu liefern kostet ja auch Energie und Rohstoffe.

Interessant wäre mal eine Gegenüberstellung von Streaming/Downloads zu physischen Datenträgern.

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Marathonläufer 21.01.2014, 13:26
7. Funktioniert nicht

Zumindest nicht in Deutschland, wo die Preise für Mobilfunk schlicht horrend sind. Und im Ausland kann man Streaming als Deutscher ob den Roaming-Gebühren gleich gar nicht mehr nutzen, ohne einen heftigen Kredit aufnehmen zu müssen. Mal überspitzt gesagt. Außerdem ist mit Streaming Schluß, wenn man nur noch eine EDGE-Verbindung hat. Und das kommt, besonders auf dem Land oder in Gebäuden, oft vor.

Ich kaufe Musik nach wie vor und habe diese offline. Dann geht's auch ganz ohne Internet.

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tippertripper82 21.01.2014, 13:27
8. Früher war eben nicht alles besser...

..früher haben vor allem die Plattenfirmen viel Geld verdient. Jetzt ist der Kunde endlich mal der Gewinner. Wenn ich bedenke wie viel Geld ich als Schüler für "Maxi-CDs" aus dem Fenster geworfen habe wird mir schlecht. Jetzt zahle ich 9,99€ im Monat und stöbere alle paar Abende durch Alben die ich mir zuvor niemals gekauft hätte.
Manchmal gefällt einem ein Album auch erst nach dem zweiten oder dritten hinhören oder in einer bestimmten Situation (Auto). Da ich auch noch Kunde des Magenta Konzerns bin, geht der Stream noch nicht mal in mein Datenvolumen. So habe ich die Musik die ich ständig hören will auf meinem Endgerät und der Rest wird bei Bedarf gestreamt. Das klappt dank LTE hier in FRA auch in sehr hoher Qualität (320kbit/s).
Leider geil. ;-)

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andrenuff 21.01.2014, 13:34
9.

ich nutze Spotify vorallem dafür neue Musik zu entdecken. Was mir wirklich gut gefällt wird zusätlich fürs Regal gekauft.

@marathonläufer: man kann die Lieder jedoch auch ohne Internet abspielen, sofern man sie vorher in Spotify herunterlädt

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