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Drogenplattform Silk Road: US-Justizministerium versteigert Bitcoin im Wert von 13 Mi
REUTERS

Zehntausende Bitcoin lagern auf den Servern des früheren Internet-Drogenportals Silk Road. Das US-Justizministerium will das beschlagnahmte Krytpogeld nun versteigern. Wer mitbieten will, muss 200.000 Dollar Pfand hinterlegen.

griaseich 13.06.2014, 11:38
1. warum??

warum versteigert man "Geld"??, warum holt sich das Ministerium das Geld nicht in Dollar auf den "üblichen" Handelsplätzen??

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ignorat 13.06.2014, 11:57
2. weil

Zitat von griaseich
warum versteigert man "Geld"??, warum holt sich das Ministerium das Geld nicht in Dollar auf den "üblichen" Handelsplätzen??
Weil der US Marshals Service bei einer Versteigerung legal Geld erwerben kann, was über die meisten Bitcoin Platformen nicht möglich ist. Und da der Marshals Service eine Institution der US amerikanischen Regierung ist (genauer des Jusitzministeriums), muss alles nachweisbar sein. Außerdem wollen sie wahrscheinlich darüber vermeiden, die Leute wieder zu finanzieren, denen sie vorher das Geld weggenommen haben. Bitcoin Platformen sind ja nicht dazu gezwingen Klarnamen und Adressen der Kontoinhaber zu erhalten und sie sind ja auch dafür bekannt, dass ihre Kontoinhaber nicht immer so genau nach dem Gesetz leben. Und Klarnamen bräuchten die Marshals dafür, damit ihr Gelderwerb nachvollziehbar wird und legal bleibt.

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static2206 13.06.2014, 12:00
3. Weil es eine Regierung ist

egal ob DE, US oder sonstwo. Behörden hängen immer ein paar Jahre oder Jahrzehnte hinter der Entwicklung zurück. Ich denke mal ohne Silkroad wüsste die US-Regierung bis heute nicht mal was eine Bitcoin ist, geschweige denn wie man sie wieder zu realem Geld macht.

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Netcube 13.06.2014, 12:42
4. ...

Zitat von griaseich
warum versteigert man "Geld"??, warum holt sich das Ministerium das Geld nicht in Dollar auf den "üblichen" Handelsplätzen??
Abgesehen von den bisher gegebenen Antworten: Eine Versteigerung ist besser und "Kursfreundlicher", als wenn die einfach alles auf ne Börse schicken und damit den Kurs dumpen. Der Kurs reagierte schon als die BTC nur bewegt wurden (in der Blockchain kann sowas ja verfolgt werden). Würden die tatsächlich direkt auf Börsen geschickt würde der Kurs zumindest kurzzeitig stark einbrechen.

Das dürfte das FBI zwar nicht sonderlich kratzen, aber mit einer gut getimten Versteigerung, die vermutlich mit den ersten Regulierungs-Nachrichten zusammenfallen dürfte, kriegen sie mehr dafür.

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codek 13.06.2014, 14:34
5. Die Amis sind mit gewrblicher Einführung von Bitcoins

schon viel weiter als wir in der EU. Zumindest löst diese Maßnahme die einige Ängste von Bitcoinbesitzern. Hatte man doch immer ein mulmiges Gefühl Schlüssel von Bitcoins zu besitzen, die durch illegale Geschäfte zustande gekommen sind und vielleicht einer durch die Blickchain forscht und gerade diese Bitcoins als Bezahlung von Drogen gedient haben. Da hatte man so die Befürchtung, jemand klingelt an der Haustüre und man wird beschuldigt Geld zu waschen. Mit der Weitergabe der beschlagnahmten Bitcoin Schlüssel ist dieses Thema dann vom Tisch, den jetzt kann jeder legal an die Dinger kommen. Die Staaten entwickeln so langsam das gleiche Monopol von Dienstleister, die Bitcoin Dienstleistungen anbieten, wie damals mit den Kreditkarten. Heute gibts keine Kreditkarte ohne das ein Ami Unternehmen daran verdient. Die EU sollte endlich klare gesetzliche Regelungen schaffen.

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jallajalla 13.06.2014, 17:21
6.

Zitat von codek
... Die EU sollte endlich klare gesetzliche Regelungen schaffen.
Besser nicht! Die EZB ist gerade dabei, den € kaputtzuregulieren. Darum stand der BTC vor einem Jahr bei 50, heute bei 440 und 2018 bei 8000.
Bitcoin ist nicht korrumpierbar, da nicht regulierbar.

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michi_meissner 17.06.2014, 17:22
7. Versteh ich nicht....

Warum sollte man etwas versteigern, für das es einen Marktwert gibt? Aktien versteigert ein Gläubiger ja auch nicht sondern verkauft diese zum besten Preis an der Börse.

Es werden für Bitcoin täglich kurse gestellt:
www.aktueller-bitcoin-kurs.de

Das es sich um einen Versuch der Kurspflege handelt, wie oben gemutmaßt wird, würde ich bestreiten.

Eher liegt es daran, dass sich die US-Justitz weigert, Bitcoin wie eine Währung zu verstehen.

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