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DSL-Drosselung: Webdienste sollen sich von Telekom-Bremse freikaufen
AFP

Wen bremst die Telekom in Zukunft online aus? Derzeit sind nur Neukunden betroffen. Doch der Konzern stellt bis 2018 alle Verträge um, womöglich samt Bremsklausel. Streaming-Diensten bietet die Telekom schon jetzt an: Kauft einen Sendeplatz in unserem Internetfernsehen.

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psion1977 02.05.2013, 12:48
50. Der interessanteste Aspekt an diesem Thema...

... ist neben der Auflösung der Netzneutralität die technische Umsetzbarkeit. Wie bitte will denn die Telekom wissen, wieviel Datenverkehr ein bestimmter Anschluss z.B. mit youtube verursacht?

Das geht rein technisch nur, indem sie wesentlich weitgehender protokolliert, als es heute der Fall ist. Bisher schaut die Telekom noch nicht in die IP-Datenpakete hinein. Eine Verknüpfung zwischen Nutzer, aufgerufener Webseite und Datenverkehr ist aber nur dann möglich, wenn die Datenpakete tatsächlich auf Protokollebene untersucht werden (sog. Deep Packet Inspection). Was dann natürlich darüber hinaus noch mitgeschrieben werden kann, geht so dermaßen weit über die Pläne der Vorratsdatenspeicherung hinaus, dass ich mir das garnicht erst vorstellen möchte.

Ein weiterer Faktor ist die Rechenzeit, die diese Inspektion der Datenpakete brauchen wird. Hier scheint die Telekom den Ansatz zu fahren, das ganze direkt auf dem Modem/Router des Kunden durchführen zu wollen. Adé eigene Endgerätewahl.

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lezel 02.05.2013, 12:48
51.

Zitat von SpitzensteuersatzZahler
Ja super, dass man dann in Zukunft bezahlen darf, um seine Kunden zu erreichen. Das ist als ob die Menschen sich nen Briefkasten mieten müssten, damit ich Ihnen gegen Entgelt Post schicken kann.
Ganz genau das tun sehr viele Menschen.

Sie mieten sich Postfächer und haben damit den Vorteil, die Briefe selbst schneller abholen zu können als der Postbote sie zustellen würde.

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zweihochzehn 02.05.2013, 12:50
52. Vor ein paar Tagen...

...stand ein netter Verkäufer der Telekom vor meiner Haustür und bot mir an, meinen 2000 RAM-Vertrag auf einen 6000 RAM IP umzustellen. Alles, was man dazu brauche, sei ein neuer Router - den ich gleich für 140€ bei der Telekom bestellte. Morgen wird die Änderung wirksam, ich bin mal gespannt, ob ich tatsächlich mit annähernd 6mbit/s surfen kann.

Wäre nicht das erste mal, von der Telekom verarscht zu werden. Das steckte also da hinter.

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earl grey 02.05.2013, 12:51
53. schon lange nicht mehr

Zitat von Deep Thought
Mit iTunes und ihrem geschlossenen System macht apple doch im Grunde genau diese amsche vor ! Und wird dafùr auch noch geliebt...
So geschlossen, wie hier immer behauptet wird, ist das Apple System schon lange nicht mehr.

Abgesehen davon, was hat Apple mit dem Netzausbau der Telekom zu tun? Aber Hauptsache wieder Apple-bashen...

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Zaunsfeld 02.05.2013, 12:53
54.

Zitat von ColynCF
Fakt ist, dass heute jeder ein Mobilfunkvertrag hat (einige wenige Verweigerer ausgenommen). Damit ist ein Notruf auch möglich, sogar über alle Netze (wenn man mal mit dem eigenen Netz in einem Empfangsloch sitzt).
Da liegen Sie falsch. 60% aller Leute über 60 Jahre besitzen keinen Mobilfunkvertrag und das sind viele, viele Millionen.

Zitat von ColynCF
Kosten sind damit eigentlich auch nicht verbunden, weil Notrufe auch ohnd SIM-Karte immer funktionieren.
Das funktioniert seit 1. Januar 2013 nicht mehr. Diese Funktion wurde auf Betreiben der Mobilfunkanbieter abgeschafft, weil es laut Angaben der Mobilfunkanbieter zu Missbrauch einladen würde, weil auf diese Art und Weise ja Scherzanrufer ohne SIM-Karte (d.h. ohne ermittelbare Identität) missbräuchlich beim Notruf anrufen könnten.

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mr.oizo 02.05.2013, 12:53
55. 75 GB soll reichen?

Lachhaft. 3 Spiele bei Steam gekauft, dann ist das schon verbraucht. Und ich wohne nicht allein! Und was ist mit clouddiensten. Zukunft sieht anders aus!

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ManBearPig 02.05.2013, 12:53
56.

Zitat von der_durden
Es ist zwar hipp, immer - egal wie - Apple unterzubringen, nur passen tut es eben oft nicht. Die Telekom ist ein Provider. Viel mehr nicht, die Telekom bietet die gesamte DSL-Infratruktur an und vermietet diese. Apple bietet mit seiner Hardware ein Ökosystem von Inhalten an. Hat aber nichts mit dem Netz zu tun. Somit ist der Vergleich absurd. Und wenn Sie Apple erwähnen, sollten Sie so fair sein und erwähnen, dass Google und Amazon genau das gleiche machen. Nur empfinde ich das als weniger Problematisch, da es, wie schon gesagt, Anbieter von Inhalten sind und nicht von Infrastruktur. Was die Telekom nun tut ist hingegen politisch brisant.
Naja, Apple verlangt z.B. von Universitäten, die ihre Vorlesungen bei ITunes kostenlos einstellen wollen, dass dies exklusiv zu erfolgen hat.

Das habe ich von Youtube noch nicht gehört.

Was die Telekom macht ist mutig, denn sie legt sich mit der Lobby der vielsurfenden Netzaktivisten und der Inhalteanbieter an, um eine in ihren Augen gerechtere Verteilung der Kosten des Netzausbaus zu erreichen.

Ich finde das kann man durchaus mal sachlich diskutieren und muss da nicht den Untergang des Internets heraufbeschwören.

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ColynCF 02.05.2013, 12:54
57.

Zitat von Obi-Wan-Kenobi
welche Kosten? Der Kunde bezahlt ja schon für den Zugang und den Transfer. Und ob er sich jeden Tag 100x BILD.de anschaut oder ein paar Filme auf Youtube macht doch keinen Unterschied. Daten sind Daten. Wie oft soll deren Transfer denn bezahlt werden?
Stellen Sie sich vor Sie haben ein Transportunternehmen. Während Architekten und Bauunternehmer teure Häuser bauen und damit Millionen verdienen, "dürfen" Sie immer mehr Sand durch die Gegend karren. Natürlich haben alle Häuslebauer eine Sand-Transport Flat Rate... Während die Architekten also fett und reich werden, dürfen Sie sich immer mehr kaputt ackern. Wie lange würden Sie das mitmachen?

Wenn Sie 100x Bild am Tag schauen, sollten Sie mal überlegen die Zeitung zu wechseln ;-) Davon abgesehen sind 100 Bild-Abrufe kein Vergleich mit dem was da an HD-Streaming auf die Netzanbieter zukommt. Und: HD ist nicht das Ende der Fahnenstange. Heute reden die Fernsehhersteller bereits von 4K-Auflösung, also dem 4-fachen Datenvolumen einer HD und Youtube ermöglicht Videos bis zu 12 MP (HD = läpprige 2MP).

Lesen Sie das mal, dann bekommen Sie vielleicht eine Ahnung von dem was auf die Netzbetreiber zukommt.

Ultra High Definition Television

Und dabei geht es nicht nur um Amazon und YouTube. Schon der Allerweltsuser kann heute zuhause seine eigene Privat-Cloud einrichten und dann seine Urlaubsfilme zum Nachbarn streamen - natürlich in HD und bald wohl auch in 4K.

Würden Sie jetzt immer noch eine Sand-Flatrate anbieten? Irgendwer muss den Netzausbau finanzieren und das ist nicht der bankrotte Staat, der schon unter der Energiewende zu knapsen hat. Aber der Bürger fordert halt immer nur das Feinste vom Feinen, bezahlen mögen bitte andere.

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01099 02.05.2013, 12:54
58. optional

Zitat von tleth
.... bis 2018 fließt noch dermaßen viel Wasser die Donau runter.... vielleicht gibts die Telekom bis dahin gar nicht mehr...
Genau! Hier spielt sich schon wieder der deutsche "Wutbürger" auf, als würde morgen die Welt untergehen. Keiner ist gezwungen, auf Gedeih und Verderb bei der Telekom zu bleiben und die wenigsten werden wohl auch nur ansatzweise an das Datenvolumen herankommen.
Wenn das den Menschen so alles nicht passt, dann sollen sie umgehend zur Konkurrenz wechseln. Aber das kann der Deutsche, der an Konservativität fast erstickt, natürlich nicht. Es geht ja auch kaum einer zu einem anderen Stromanbieter. Aber immer schön über die Preise und Geschäftspolitik aufregen. Wir sind schon ein komisches Völkchen.

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Trondesson 02.05.2013, 12:54
59.

Zitat von Deep Thought
Mit iTunes und ihrem geschlossenen System macht apple doch im Grunde genau diese amsche vor ! Und wird dafùr auch noch geliebt...
Im Gegensatz zur Telekom hält Apple aber anscheinend, was es verspricht. Bei der Telekom heißt es jetzt erstmal Profite abgreifen; den tatsächlichen Netzausbau sehe ich dagegen noch nicht.

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