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DSL-Drosselung: Webdienste sollen sich von Telekom-Bremse freikaufen
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Wen bremst die Telekom in Zukunft online aus? Derzeit sind nur Neukunden betroffen. Doch der Konzern stellt bis 2018 alle Verträge um, womöglich samt Bremsklausel. Streaming-Diensten bietet die Telekom schon jetzt an: Kauft einen Sendeplatz in unserem Internetfernsehen.

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pflegeroboter 02.05.2013, 13:04
70. Saurier mit Rattengehirn

Zitat von sysop
Wen bremst die Telekom in Zukunft online aus? Derzeit sind nur Neukunden betroffen. Doch der Konzern stellt bis 2018 alle Verträge um, womöglich samt Bremsklausel. Streaming-Diensten bietet die Telekom schon jetzt an: Kauft einen Sendeplatz in unserem Internetfernsehen.
Was da vertragsrechtlich ablaufen soll, ist Schwachsinn ibs. gegenüber Neukunden und da die Rechtsabteilung der Telekom nicht der BGH ist, warten wir einfach ab, was dann später von diesem kommt.

Was die Telekom im Übrigen schlicht versucht, ist eine Vertragsänderung o h n e Kündigung aus einem Dauerschuldverhältnis heraus. Indes wäre hier zunächst eine Kündigung seitens der Telekom tunlich, um dann im Rahmen eines Neuabschlusses die Drosselung n e u zu vereinbaren. Natürlich weiß die Telekom, dass so Kunden verloren gehen und möchte deshalb natürlich bestehende Vertrage umstellen. Das geht aber nicht bzw. verstößt die einsaitige Vertragsänderung so ziemlich gegen alles, was das deutsche Recht an dieser Stelle ausgleichend zu regelnd sucht. Selbst wenn in den heutigen AGBs stünde oder steht, dass "die Telekom das Recht zu bla, bla bla ... hat" wären solche Klauseln AGB-rechtlich nicht haltbar.

Die Telekom ist und bleibt ein Saurier mit Rattengehirn.

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ColynCF 02.05.2013, 13:06
71.

Zitat von psion1977
... ist neben der Auflösung der Netzneutralität die technische Umsetzbarkeit. Wie bitte will denn die Telekom wissen, wieviel Datenverkehr ein bestimmter Anschluss z.B. mit youtube verursacht? Das geht rein technisch nur, indem sie wesentlich weitgehender protokolliert, als es heute der Fall ist. Bisher schaut die Telekom noch nicht in die IP-Datenpakete hinein. Eine Verknüpfung zwischen Nutzer, aufgerufener Webseite und Datenverkehr ist aber nur dann möglich, wenn die Datenpakete tatsächlich auf Protokollebene untersucht werden (sog. Deep Packet Inspection).
Nööö. Sie müssen nur gucken, was YouTube einspeist. Die Bits von Google kommen ja irgendwo ins Netz rein. Also hinten am Zugang von Youtube eine Wasseruhr und gut ist.

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rohfleischesser 02.05.2013, 13:07
72. Alles ok

Zitat von 01099
Genau! Hier spielt sich schon wieder der deutsche "Wutbürger" auf, als würde morgen die Welt untergehen. Keiner ist gezwungen, auf Gedeih und Verderb bei der Telekom zu bleiben und die wenigsten werden wohl auch nur ansatzweise an das Datenvolumen herankommen. Wenn das den Menschen so alles nicht passt, dann sollen sie umgehend zur Konkurrenz wechseln. Aber das kann der Deutsche, der an Konservativität fast erstickt, natürlich nicht. Es geht ja auch kaum einer zu einem anderen Stromanbieter. Aber immer schön über die Preise und Geschäftspolitik aufregen. Wir sind schon ein komisches Völkchen.
... Solange es denn noch andere nicht-drosselnde Anbieter gibt und die nicht mit technischen Mitteln (Vectoring) ausgebootet werden.

Faktisch hat die Telekom durch ihre Netzhoheit eine marktbeherrschende Stellung. Protest gegen unseriöse Geschäftspraktiken, Wucher und dergleichen ist da mehr als berechtigt. Schließlich ist ein Anbieterwechsel anders als beim Stromanbieter beim Provider auch mit Risiken und häufig tatsächlichen Problemen verbunden. Wer Pech hat, sitzt erstmal 1-2 Monate auf dem Trockenen, weil die Telekom unfähig ist, anderen Providern die Leitung korrekt zu schalten. Und klar, die Telekom spekuliert darauf, dass viele deswegen und aus Bequemlichkeit NICHT wechseln.

... meine Kündigung an die Telekom ist dennoch bereits unterwegs.

"In Deutschland soll laut einem Entscheidungsentwurf der Bundesnetzagentur die Deutsche Telekom künftig ihren Wettbewerbern den Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung zwar grundsätzlich weiterhin gewähren. Unter bestimmten Bedingungen darf sie ihn aber verweigern, damit sie selbst oder ein Wettbewerber dort Vectoring einsetzen kann. Voraussetzung ist, dass es in dem Gebiet bereits ein zweites, von einem Wettbewerber betriebenes, Festnetz gibt."

Die Bundesnetzagentur schreibt nicht, dass der Wettbewerber einen Tarif ohne Drossel anbieten muss.

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MephistoX 02.05.2013, 13:08
73. Meine Tante ...

... ist vor 2 Monaten hier ins Haus gezogen und ich habe für sie einen Call&Surf-Analog-DSL-6000-Vertrag abgeschlossen (zum Glück noch ohne diese unsägliche Drossel-Klausel) - eigentlich sollte man bei ihr aus Prinzip mal bis 2018 "die Leitungen glühen lassen" ☺

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edgarzander 02.05.2013, 13:08
74. Depp der Nation

Ehrlich gesagt finde ich das gut, was die Telekom plant.
Warum soll die Telekom der Depp sein, der die Infrastruktur für Internet und Co. bereitstellt, während andere (v.a. Apple) vom Endkunden das große Geld einkassieren.
Hier findet die Wertschöpfung z.B. in Amerika (Apple) statt, während der deutsche Steuerzahler deren Gewinne über die bereitgestellte Netzinfrastruktur der Telekom (ehem. Bundespost) subventioniert.
Mit der Androhung, dass Limitierungen ab 2016 greifen, geht es nicht darum, dass das von Seiten der Telekom zwangsweise realisiert wird, sondern darum, die Content- und Hardwareanbieter (wie Apple) an den Verhandlungstisch zu zwingen. Ziel: Nivellierung der exorbitanten Ungleichheiten in der Wertschöpfung (z. B. Apple nunmehr mit einem Barbestand von 145 Mrd. $, bedingt durch die "kostenlose" Infrastruktur der diversen Telekommunikationsdienstleister).

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ColynCF 02.05.2013, 13:08
75.

Zitat von zweihochzehn
...stand ein netter Verkäufer der Telekom vor meiner Haustür und bot mir an, meinen 2000 RAM-Vertrag auf einen 6000 RAM IP umzustellen.
Sind Sie sicher, dass das ein Vertreter der Deutschen Telekom AG war? Ich hab nämlich schon Anrufe der "Telekom" bekommen. Erst nach intensiver Nachfrage meinerseits und langem Rumdrucksen sagter er dann, dass er nicht von der DTAG, sondern von der TeleCom ist (die mit dem C)

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3nix 02.05.2013, 13:09
76. die ougner ?

sieht gut aus und seehofer mag sie auch. womit sie die frauenqote m.e. mehr als erschöpft haben sollte

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ColynCF 02.05.2013, 13:11
77.

Zitat von Zaunsfeld
Das funktioniert seit 1. Januar 2013 nicht mehr. Diese Funktion wurde auf Betreiben der Mobilfunkanbieter abgeschafft, weil es laut Angaben der Mobilfunkanbieter zu Missbrauch einladen würde, weil auf diese Art und Weise ja Scherzanrufer ohne SIM-Karte (d.h. ohne ermittelbare Identität) missbräuchlich beim Notruf anrufen könnten.
Ja, ok. Aber mWn funktioniert das immer noch mit einer abgelaufenen Flat-Rate Simkarte. Dann müsste man nur ein einziges Mal eine Flatrate karte kaufen. Das ist durchaus zumutbar.

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Lapalma 02.05.2013, 13:11
78. PoE

Zitat von Plasmabruzzler
Geht mit . Ob dies angeboten wird, kann ich aber nicht sagen..
-
Für PoE müssten neu Kabel von den Verteilern zu den Häuser eingezogen werden. Das wird wohl eher nichts .. oder?

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bvdlinde 02.05.2013, 13:12
79. Ist kein Problem, finde ich

Ich habe VDSL bei der Telekom und damit bereits jetzt eine Drosselung auf 100 GB. Wo ist das Problem? Ich bin Intensivnutzer, sowohl geschaeftlich wie privat. Itunes Filme und Serien, Softwaredownloads, Spotify. Die vielen, kranken Rechenbesipiele in den Foren sprechen ja eher dafuer, dass man es mit Voll-Nerds zu tun hat, die 10 Tage hintereinander einen Anschluss heisslaufen lassen. Aber, jetzt mit den Augen der Telekom gesehen, muss ich das wirklich dulden?

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