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DSL-Drosselung: Webdienste sollen sich von Telekom-Bremse freikaufen
AFP

Wen bremst die Telekom in Zukunft online aus? Derzeit sind nur Neukunden betroffen. Doch der Konzern stellt bis 2018 alle Verträge um, womöglich samt Bremsklausel. Streaming-Diensten bietet die Telekom schon jetzt an: Kauft einen Sendeplatz in unserem Internetfernsehen.

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Hemul 02.05.2013, 13:13
80. Die Telekom...

verhält sich immer noch so, als sei sie ein Staatsbetrieb ohne jegliche Mitbewerber! Sie nutz ohne Gegenleistungen bereits vom Steuerzahler bezahlte Infrastruktur. Sie investiert nur und wenn überhaupt in finanziell lohnenden Gebieten. Sie lässt sich wie bereits in vielen Kommentaren beschrieben, selbst von Entwicklungsländern in der Leistung überholen, nur um nicht investieren zu müssen. Internet ist zu einem der gewaltigsten Massenmedien geworden. Nur in Deutschland dauert es anscheinend noch ein Weilchen?

Und dann stellt sich die Telekom auch noch frech hin und will die Lei(s)tungen auch noch drosseln! Ich hätte noch ein altes Modem...

Alle Welt "spinnt" von der Arbeit in der Cloud nur in D'schland kauft man weiterhin Programme zur direkten Installation auf dem heimischen- der Büro-Rechner.

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Iluya 02.05.2013, 13:13
81.

Zitat von jboo
Die Berichterstattung ist sehr einseitig. Es klingt zwar wie ein Schritt zurück, die Flatrate abzuschaffen, aber:
Es geht nach wie vor nicht um das "abschaffen" der Flatrate! Sondern um das "mehrfachbesteuern" von Daten.
Zitat von jboo
- Die Drosselung der kleinen Gruppe der extremen Downloader wird für die Masse mehr Stabilität und Geschwindigkeit bringen
Das Argument stirbt auch niemals aus, oder? Router in D sind zum Großteil nicht soweit ausgelastet, dass das auffallen würde. Und den Backbones ist es völlig egal. Desweiteren wird sich ein "extremer Downloader" wohl kaum neu in den Tarif der Telekom begeben.
Zitat von jboo
- Es ist unverständlich, warum Streamingangebote wie Youtube Geld durch Masse verdienen und die Kosten outsourcen (an die Telekom) dürfen
Moment, moment... Die Videos liegen auf Googles Servern und die bezahlen auch an ihren ISP (bzw. in Googles Fall wohl eher direkt an die IXP) Ihren Traffic. Die Telekom wiederum nimmt die Daten an und rechnet die Strecke bis zu ihnen ab. Jetzt soll Google also seinen Traffic 2x bezahlen? An die Telekom, bzw damit T-Kunden das Volumen nicht angerechnet bekommen?
Was noch dazu kommt: Ich finde leider keine belastbaren Zahlen, aber die Kosten der Telekom für den reinen Datanverkehr dürften sich im niedrigen Centbereich / GB befinden.
Zitat von jboo
- Wenn das neue System unbeliebt ist und das jetzige wirtschaftlich ist, werden eben neue Anbieter kommen
Da liegt ja das Problem mit der Telekom: Viele Menschen haben keine Möglichkeit einen anderen Anbieter zu wählen. Deswegen betrifft es auch so viele direkt und die TK kann sich das leisten.
Zitat von jboo
Natürlich ist die ganze Geschichte nicht lupenrein, dass Youtube bezahlen sollte ist klar, aber auch der kleine Game-Streamer, oder e-Workshopbetreiber? Nichtsdestotrotz hat die Sache auch Vorteile die leider nirgends erwähnt werden.
Es geht ja nur darum, dass sich Content-Anbieter von der Trafficanrechnung "freikaufen" das Frei-Contingent besteht für solchen Content ja trotzdem.

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redspot 02.05.2013, 13:17
82. Telekom = DSL zweiter Klasse

Damit ist DSL von der Telekom dann nur noch zweite Klasse (die dritte Wahl, das Billigprodukt, das Loser-DSL). Der Anbieter, den man Freunden nicht weiterempfiehlt. Eine gelungene Marketing-Idee...

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mr future 02.05.2013, 13:17
83. Alles, immer, sofort

Zitat von sysop
Wen bremst die Telekom in Zukunft online aus? Derzeit sind nur Neukunden betroffen. Doch der Konzern stellt bis 2018 alle Verträge um, womöglich samt Bremsklausel. Streaming-Diensten bietet die Telekom schon jetzt an: Kauft einen Sendeplatz in unserem Internetfernsehen.
beliebig schnell und in beliebig (wachsender) Menge hat's noch nie gegeben und ist eine Wahnvorstellung. Dazu noch um riesige Mengen von hauptsächlich "Schrott" zu bewegen! re future

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loskochos 02.05.2013, 13:17
84. es schreien alle nach dem Staat...

..aber wehe, es würden die Steuern erhöht, um die Infrastrukturausgaben zu decken...dann will ich hier die Leute mal sehen. OK, die Telekom hat die Kupferleitungen vom alten Staatsbetrieb übernommen. Aber um die aktuellen und zukünftigen Volumina abdecken zu können, müssen diese entweder technisch umständlich 'vergewaltigt' werden, oder eben gleich Glasfaser verlegt werden. Da die Telekom aber inzwischen eine privatwirtschaftliche AG ist (zwar mit einer hohen Beteiligung des Staates, aber trotzdem eine AG), muss sie in diesem Fall eben nach privatwirtschaftlichen gesichtspunkten arbeiten. Und da gilt es eben: wer viel nutzt, muss auch mehr zahlen. Wer Netzneutralität will, muss dieses Netz eben durch den Staat ausbauen lassen. Staat hat kein Geld, ergo müssen es Privatunternehmen machen. Da dies keine Wohlfahrtsverbände sind: siehe oben.

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ManBearPig 02.05.2013, 13:17
85.

Zitat von 12_Apostel
Die Telekom Manager haben gelernt. Wissen ist Macht. Und Macht heißt in heutigen Zeiten Cash. Ca. 5% der deutschen Bevölkerung regt sich kurz auf. Mit falschen Argumenten streuen die wissenden Manager der T-Com diesen 5 % Sand in die Augen. Es bleibt ca. 1% der deutschen Bevölkerung, die dieses Thema und die negativen Auswirkungen verstehen und eventuell handeln. Den Politikern werden durch gezielte Lobbyarbeit die gewünschten Argumente zum Abnicken gegeben.
Genau, 5% der Bevölkerung sind betroffen und regen sich auf und wollen jetzt den anderen 95% weismachen, sie seien auch davon betroffen und beschwören das Ende des freien Internets herauf.

Was bitte ist das anderes als gezielte Lobbyarbeit.

Zitat von 12_Apostel
Zumal die Mehrzahl der verantwortlichen Politiker das Thema Internet nicht versteht und auch so gut wie kein Thema mehr hinterfragt.
Genau da liegt der Fehler, die Politiker verstehen das Thema besser als manchem Netzaktivisten (blödes Wort, aber ich nehmen das mal als Subsummierung aller Personen, die das Internet besonders weitreichend in ihr Leben eingebaut haben und Interessen vertreten) lieb ist. Vielleicht haben sie nicht unbedingt den technischen Durchblick, aber Politiker kennen sich zum Beispiel etwas besser in rechtlichen Fragen aus und wissen, was z.B. was Wettbewerbsrecht bereits regelt. Ebenso kennen sie die Eingriffsmöglichkeiten in die Preisgestaltung privater Unternehmen und dass ein Gesetz nach dem Motto "Volumentarife sind verboten" sind sicherlich nicht möglich ist.

Zitat von 12_Apostel
Desweiteren ist die Telekom noch immer im Staatsbesitz und so freuen sich alle Staatsdiener wenn dadurch mehr Einnahmen an den Staat abgeführt werden kann, mehr Mehrwertsteuer, mehr Gewinne, u.s.w...
Das ist natürlich nicht von der Hand zu weisen. Der Staat hat bereits zu Zeiten der DBP erheblich von den Gewinnen der Telekommunikationssparte profitiert. Von daher ist das Argument, dass die Kupferleitungen durch den Steuerzahler bezahlt worden seien etwas daneben.

Zitat von 12_Apostel
Google, Apple und Co. werden natürlich zahlen. Die haben ja mittlerweile das Geld dafür, nur die neuen kleinen nachwachsenden Firmen mit neuen Geschäftsmodellen können sich so etwas nicht finanzieren. Und so gewinnen die die das Wissen und die Macht haben immer mehr..
Das ist doch bereits jetzt so. Warum sollen die großen Player nicht einen Beitrag zum Ausbau der Netzinfrastruktur leisten?
Selbst bei den derzeitigen Volumengrenzen sind lediglich Dienste mit sehr hohen Bandbreitenverbrauch betroffen. Diese Dienste müssen alleine für die notwendige Infrastruktur zum Verteilen ihrer Daten derart große Investitionen tätigen, dass dies sicher keine kleinen Firmen mehr sein können.
Im Grunde könnte ein neuer Dienst sogar von den in Zukunft etablierten Verteilungsstrukturen und einer Vermarktungskooperationen profitieren. Im Moment ist z.B. die Spotify T-Mobile Kooperation ein Vorteil für alle.

Der entscheidende Punkt ist, dass die Telekom fremden Diensten diskriminierungsfrei Zugang gewähren muss.

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mehrgedanken 02.05.2013, 13:17
86. "Die Telekom sieht das so:..."

Zitat von joG
...hat, hat sie keine Preismacht. Wenn sie ein Monopol hat, ist die Regierung verpflichtet dieses zu brechen.
Erst haben sie jahrelang verpennt die VOIP, dann rannten die Kunden zu Millionen weg, parallel wurden Milliarden versenkt in Tmobile USA...
Eine technische Umstellung von analog auf digital rechtfertigt also eine Vertragsumstellung für Bestandskunden??? nette Idee. Spätestens jetzt ist Handlungsbedarf der Regierung.
Nehmt ihnen das Leitungsmonopol weg und in 3-4 Jahren ist die Telekom Geschichte.

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stalkingwolf 02.05.2013, 13:18
87. Apple ist ein ISP?

Zitat von Deep Thought
Mit iTunes und ihrem geschlossenen System macht apple doch im Grunde genau diese amsche vor ! Und wird dafùr auch noch geliebt...
Apple macht nun einen auf ISP? Ist mir ja ganz neu.

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twan 02.05.2013, 13:20
88.

Zitat von ColynCF
Nööö. Sie müssen nur gucken, was YouTube einspeist. Die Bits von Google kommen ja irgendwo ins Netz rein. Also hinten am Zugang von Youtube eine Wasseruhr und gut ist.
Sie haben verstanden, wie das Internet funktioniert......

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metbaer 02.05.2013, 13:21
89. Tjoar

Ich soll als Bestandskunde mit Tricksereien auch in diesen Quatsch mit aufgenommen werden? Ich sag mal so: Die Kündigung geht heute raus.

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