Forum: Netzwelt
E-Mail an alle Mitarbeiter: Google entlässt 48 Mitarbeiter wegen sexueller Belästigun
REUTERS

48 Mitarbeiter, davon 13 Manager: Google hat zahlreiche Angestellte wegen des Vorwurfs der sexuellen Belästigung entlassen. Laut "New York Times" sollen Belästigungsvorfälle im Unternehmen lange vertuscht worden sein.

Seite 2 von 5
realist1964 26.10.2018, 09:13
10. Gut erkannt

Zitat von Zendor
Beim Lesen der Schlagzeile war ich gespannt, welche konkreten Taten Google wohl als sexuelle Belästigung ansehen würde. Wie naiv von mir! Mit solch unwichtigen Details hält man sich heutzutage nicht mehr auf. Auch nicht mit der Frage, ob die Tat bzw. alle 48 Taten wirklich begangen wurden. Der Vorwurf reicht. Denn wir wissen ja inzwischen dank der Gender-"Forschung", dass quasi alle weißen, heterosexuellen Männer miese Dreckschweine sind. MeToo!
Und Rechtsstaatlichkeit ist dabei völlig überbewertet und unnötig.
Schließlich sind alle, bis auf weiße, heterosexuelle Männer, auf der Seite des Lichts. Da braucht man keine Beweise mehr.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jonas.scheyrer 26.10.2018, 09:28
11.

"Aber nur, weil keine Infos veröffentlicht werden, sind die Beschuldigten noch lange nicht automatisch eigentlich alle unschuldige Opfer falscher Vorwürfe."
Doch genau das ist nämlich "im Zweifel für den Angeklagten". Solange ich keine Beweise sehe nehme ich die Unschuld an. Und das dies nicht gelten soll im Arbeitsrecht ist doch ziemlich lächerlich. Auch in Amerika kann man nicht einfach wegen einer Falschbeschuldigung entlassen werden.
Und zu glauben Google ist gute Mitarbeitern gegenüber vorsichtig und schmeisst diese nicht einfach aus einer Laune raus sieht man z.B. am Falle James Damore.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Plasmabruzzler 26.10.2018, 09:37
12.

Zitat von Frida_Gold
Es reicht in den USA sogar, dass der neue Chef Sie einfach nicht leiden kann, und schon sind Sie den Job los. Was für ein Bild haben Sie denn von Beschäftigungsverhältnissen in den USA? Die sind doch legendär für Hire and Fire ohne Kündigungsschutz in jeglicher Form.
Es ist vollkommen richtig und unstrittig, was Sie schreiben.
Beim sog. Hire and Fire wird jedoch nie ein Grund genannt, damit das Unternehmen sich nicht in rechtliche Bredouille (z. B. Anschein der Diskriminierung) bringt. Hier nennt Google aber explizit den Grund fürs Entlassen: Vorwurf der sexuellen Belästigung. Und dies als Grund für eine Entlassung vorzuschieben, bedarf für gewöhnlich Beweise - auch in den USA. Lautete die Schlagzeile, dass Google eine Anzahl X Mitarbeitende entlassen hätte, würde womöglich kein mediales Fass aufgemacht worden sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Plasmabruzzler 26.10.2018, 09:37
13.

Zitat von Frida_Gold
Es reicht in den USA sogar, dass der neue Chef Sie einfach nicht leiden kann, und schon sind Sie den Job los. Was für ein Bild haben Sie denn von Beschäftigungsverhältnissen in den USA? Die sind doch legendär für Hire and Fire ohne Kündigungsschutz in jeglicher Form.
Es ist vollkommen richtig und unstrittig, was Sie schreiben.
Beim sog. Hire and Fire wird jedoch nie ein Grund genannt, damit das Unternehmen sich nicht in rechtliche Bredouille (z. B. Anschein der Diskriminierung) bringt. Hier nennt Google aber explizit den Grund fürs Entlassen: Vorwurf der sexuellen Belästigung. Und dies als Grund für eine Entlassung vorzuschieben, bedarf für gewöhnlich Beweise - auch in den USA. Lautete die Schlagzeile, dass Google eine Anzahl X Mitarbeitende entlassen hätte, würde womöglich kein mediales Fass aufgemacht worden sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mlarsen 26.10.2018, 09:42
14.

Zitat von Frida_Gold
Aber nur, weil keine Infos veröffentlicht werden, sind die Beschuldigten noch lange nicht automatisch eigentlich alle unschuldige Opfer falscher Vorwürfe. Gerade bei gefeuerten Führungskräften kann man durchaus davon ausgehen, dass sich Google das gut überlegt haben wird. Nebenbei: Wer Google-Mitarbeiter kennt, kennt auch deren Geschichten über die Macho-Kultur, die übrigens nicht nur den Frauen missfällt, sondern auch sehr vielen vernünftigen Männern.
Sorry, aber genau DAS, die gute Überlegung, geschieht zur Zeit eben nicht. Im Zuge der Hysterie durch #metoo möchte sich niemand ins Fadenkreuz begeben, Da vernichtet man lieber eine Existenz als genau hinzuschauen und damit als mitschuldig zu gelten. Das ist ja die geäußerte Kritik. #Metoo hat ja nie genaue Untersuchungen oder gar Beweise gefordert ("I am the proof").

Ich kenne auch Leute von Google oder Amazon oder Microsoft, von denen habe ich nie Geschichten von so einer Macho-Kultur gehört. Es sei denn, Sie bezeichnen gut verdienende Führungskräfte mit Porsche als Macho, wozu übrigens auch Frauen gehören.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mlarsen 26.10.2018, 09:43
15.

Zitat von realist1964
Und Rechtsstaatlichkeit ist dabei völlig überbewertet und unnötig. Schließlich sind alle, bis auf weiße, heterosexuelle Männer, auf der Seite des Lichts. Da braucht man keine Beweise mehr.
Also gibt es nur die eine oder andere Sichtweise ? Ich schätze damit hat es sich mit dem gesellschaftlichen Frieden...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
helmutac52 26.10.2018, 09:49
16. @makubo24: Prinzip nicht erkannt

"Ich überlege gerade, wen ich so alles vor jahrzehnten sexuell belästigt habe."
Viel zu männlich gedacht "was habe ich getan?"
Prinzip nicht erkannt.
Es geht nicht darum, ob Sie etwas getan haben, sondern ob Sie wegen etwas beschuldigt werden.
Und um die Wahrscheinlichkeit abzuschätzen, beschuldigt zu werden, müssen Sie nicht Ihre Erinnerung, sondern Ihr Bankkonto und Ihre Stellung analysieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schmidt-post 26.10.2018, 10:14
17.

Zitat von realist1964
Und Rechtsstaatlichkeit ist dabei völlig überbewertet und unnötig. Schließlich sind alle, bis auf weiße, heterosexuelle Männer, auf der Seite des Lichts. Da braucht man keine Beweise mehr.
Was haben Unternehmen mit Rechtsstaatlichkeit zu tun? Richtig, gar nichts. Der Staat hat mit Kündigungen nichts zu tun.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dasfred 26.10.2018, 10:23
18. Bei Google heißt das wohl Familienfilter

Das Ding, das Teens erstmal ausschalten müssen, um zu sehen, was die Erwachsenen so treiben, wenn die Kiddys aus dem Haus sind. Wenn Männer am Arbeitsplatz die Finger nicht bei sich behalten können oder Sprüche raushauen, für die sie sich vor ihrer Mutter in Grund und Boden schämen, dann habe ich keinerlei Mitleid. Sollen sie sich einen Job suchen, wo sie unter sich sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
realist1964 26.10.2018, 10:25
19. Steile These

Zitat von schmidt-post
Was haben Unternehmen mit Rechtsstaatlichkeit zu tun? Richtig, gar nichts. Der Staat hat mit Kündigungen nichts zu tun.
Unternehmen stehen also außerhalb jeglicher Rechtsstaatlichkeit.
Das ist mir neu.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 5