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E-Mail an alle Mitarbeiter: Google entlässt 48 Mitarbeiter wegen sexueller Belästigun
REUTERS

48 Mitarbeiter, davon 13 Manager: Google hat zahlreiche Angestellte wegen des Vorwurfs der sexuellen Belästigung entlassen. Laut "New York Times" sollen Belästigungsvorfälle im Unternehmen lange vertuscht worden sein.

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schmidt-post 26.10.2018, 11:00
20.

Zitat von realist1964
Unternehmen stehen also außerhalb jeglicher Rechtsstaatlichkeit. Das ist mir neu.
Was Kündigungen angeht: Schon.
Vor allem in den USA können Sie jederzeit gekündigt werden. Da hat der Staat nichts damit zu tun. Das nennt man Freie Marktwirtschaft.

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Frida_Gold 26.10.2018, 11:03
21.

Zitat von jonas.scheyrer
"Aber nur, weil keine Infos veröffentlicht werden, sind die Beschuldigten noch lange nicht automatisch eigentlich alle unschuldige Opfer falscher Vorwürfe." Doch genau das ist nämlich "im Zweifel für den Angeklagten". Solange ich keine Beweise sehe nehme ich die Unschuld an. Und das dies nicht gelten soll im Arbeitsrecht ist doch ziemlich lächerlich. Auch in Amerika kann man nicht einfach wegen einer Falschbeschuldigung entlassen werden. Und zu glauben Google ist gute Mitarbeitern gegenüber vorsichtig und schmeisst diese nicht einfach aus einer Laune raus sieht man z.B. am Falle James Damore.
In Amerika kann man ganz ohne Anschuldigungen entlassen werden. Klären Sie sich mal über Arbeitnehmerrechte in dne USA auf.

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Frida_Gold 26.10.2018, 11:05
22.

Zitat von realist1964
Unternehmen stehen also außerhalb jeglicher Rechtsstaatlichkeit. Das ist mir neu.
In dem Sinne, dass man erst Schuldsprüche abwarten muss, bevor man jemanden feuern darf.
Denn natürlich darf man auch Leute feuern, die sich nichts haben zu schulden kommen lassen. Sogar in Deutschland kann jemand gekündigt werden, der das Betriebsklima nachhaltig schädigt - auch dafür muss das nicht ein verurteilter Straftäter sein.

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Plasmabruzzler 26.10.2018, 11:29
23.

Zitat von Frida_Gold
Denn natürlich darf man auch Leute feuern, die sich nichts haben zu schulden kommen lassen. Sogar in Deutschland kann jemand gekündigt werden, der das Betriebsklima nachhaltig schädigt - auch dafür muss das nicht ein verurteilter Straftäter sein.
Hier muss man aber auch wieder differenzieren: Wenn der AG eine Kündigung schreibt, ohne konkrete Gründe zu nennen, können trotzdem Gründe vorhanden sein, die aufgrund von potentieller Angreifbarkeit nicht genannt werden. Schreibt der AG in die Kündigung so etwas wie "Hiermit kündige ich Sie wegen Störung des Betriebsklimas" muss er dies auch im Zweifelsfall beweisen können.
Und exakt um diesen Umstand geht es hier: wenn Google Mitarbeitende vor die Tür setzt, ohne Gründe dafür zu nennen, ist dies wahrscheinlich nicht zu beanstanden. Nennt Google aber den Anschein eines sexuellen Missbrauchs, muss dies auch bewiesen werden können. Wenn aber Beweise vorgelegen hätte, hätte Google doch genau aufgrund der Beweislage kündigen können und nicht des Anscheins wegen.

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g_bec 26.10.2018, 12:06
24. Beweislast.

Zitat von Plasmabruzzler
... Und exakt um diesen Umstand geht es hier: wenn Google Mitarbeitende vor die Tür setzt, ohne Gründe dafür zu nennen, ist dies wahrscheinlich nicht zu beanstanden. Nennt Google aber den Anschein eines sexuellen Missbrauchs, muss dies auch bewiesen werden können. Wenn aber Beweise vorgelegen hätte, hätte Google doch genau aufgrund der Beweislage kündigen können und nicht des Anscheins wegen.
Vermutlich lagen Beweise vor. Schließlich ist Google ja keine Hinterhofklitsche, die solche Fehler, die hier ja mühelos von SPON-Foristen aufgelistet werden, machen werden, schon gleich gar nicht im allgemein bekannten Klageparadies USA (Katze in der Mikrowelle, heißer cafetogo etc.;-). Die Googler werden höchstwahrscheinlich in Absprache mit sehr guten Anwälten die Kündigungen durchgezogen haben und weitgehend juristisch nicht angreifbar sein.
Also läuft wahrscheinlich alles Jammern der armen, unverstandenen "#metoo-Opfer" (meist vermutlich BAM*) über die bösen Feministinnen ins Leere.

* BAM = Böser Alter Mann.

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Fuxx81 26.10.2018, 12:47
25. Wer ohne Sünde ist... ist trotzdem dran.

Zitat von makubo24
Früher brauchte man noch das Finanzamt, um wirklich jeden zur Strecke zu bringen - heute schaffen wir das mit "me too". Ich überlege gerade, wen ich so alles vor jahrzehnten sexuell belästigt habe. Irgendwann kriegen wir Euch (sie uns) alle.
Ob und wen Sie vielleicht einmal belästigt haben, ist irrelevant. Es geht hier um Vorwürfe. Ob die tatsächlich eine reale Grundlage habe, interessiert niemanden.

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rdoerrer 26.10.2018, 13:03
26. Kein Hexenprozess!

Zitat von ansch
> wegen des Vorwurfs der sexuellen Belästigung entlassen habe. Allein der Vorwurf reicht also für den Schuldspruch aus. Warum muß ich gerade an die Hexenprozesse in grauer Vorzeit denken?
Das sich Berufen auf Hexenprozesse, Hexenverfolgung (witch hunt!) ist Unsinn und verdreht die tatsachen. Es gab und gibt keine Hexen, der Vorwurf an sich ist absurd, ABER es gab und gibt massenhaft Vergewaltigung und sexuelle Belästigung.
Im Übrigen steht im Original das Folgende:
"in the last two years, 48 people have been terminated for sexual harassment, including 13 who were senior managers and above."
(https://www.cnbc.com/2018/10/25/google-ceo-memo-says-48-fired-for-sexual-misconduct.html)
Da steht nichts von "Vorwurf"

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realist4 26.10.2018, 13:27
27. Wieso vertuscht?

Seit wann ist eine Firma gezwungen die Gründe für Entlassungen zu veröffentlichen? Ich dachte Datenschutz gilt für alle.

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Plasmabruzzler 26.10.2018, 13:41
28.

Zitat von realist4
a) Seit wann ist eine Firma gezwungen die Gründe für Entlassungen zu veröffentlichen? Ich dachte b) Datenschutz gilt für alle.
a) Google hat das doch freiwillig getan.
b) Dem Datenschutz wurde doch genüge getan, es wurden ja keine Namen genannt oder Fotos von den besagten Menschen veröffentlicht.

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roenga 26.10.2018, 14:11
29.

Zitat von g_bec
Vermutlich lagen Beweise vor. Schließlich ist Google ja keine Hinterhofklitsche, die solche Fehler, die hier ja mühelos von SPON-Foristen aufgelistet werden, machen werden, schon gleich gar nicht im allgemein bekannten Klageparadies USA (Katze in der Mikrowelle, heißer cafetogo etc.;-). Die Googler werden höchstwahrscheinlich in Absprache mit sehr guten Anwälten die Kündigungen durchgezogen haben und weitgehend juristisch nicht angreifbar sein. Also läuft wahrscheinlich alles Jammern der armen, unverstandenen "#metoo-Opfer" (meist vermutlich BAM*) über die bösen Feministinnen ins Leere. * BAM = Böser Alter Mann.
Gilt Ihr Gottvertrauen in die Redlichkeit von Großkonzernen auch in alle anderen Bereichen? Dann benötigen wir ja keine Umwelt- und Steuerbehörden mehr, denn "vermutlich" halten sich diese Konzerne auch an das Steuerrecht und alle Umweltgesetze, oder? Was den Klageweg betrifft - Ihnen ist schon klar dass eine solche Klage den Durchschnittsarbeitnehmer im Falle einer Niederlage finanziell ruinieren würde und alleine schon deshalb der Arbeitgeber in fast allen Fällen mit der Kündigung durchkommt. Wir reden hier von den USA, nicht von Deutschland! Aber klar, wenn es genehm ist vergisst die brave metoo Kämpferin schon mal alle rechtsstaatlichen Prinzipien.

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