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E-Mail-Sicherheit: Telekom will E-Mail an USA und Großbritannien vorbeileiten
Corbis

Spione lauern überall, und vor allem unter Freunden: Die Telekom hat einen pikanten Vorschlag vorgelegt, wie man die Überwachung durch Briten und Amerikaner verhindern könnte. Sie will E-Mail-Datenwege fest vorgeben - an den viel zu neugierigen Verbündeten vorbei.

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Sulo101 12.10.2013, 18:59
10. Wird nicht passieren

Ein schöner PR-Gag der Telekom. Es wird nichts passieren, Frau Merkel und Herr Friedrich werden schon dafür sorgen, dass die Bundesrepublik Deutschland gehorsam, gelehrig und linientreu bleibt. Die Deutschen werden mit TV & Konsum schön dumm gehalten, gerade noch so erträglich bezahlt und höhere Bildung bleibt weiterhin Elitensache. Wer an die Gleichberechtigung aller Menschen auf der Welt glaubt, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten. Money, money, money (*sing*)

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galaxy2525 12.10.2013, 19:00
11. Aus technischer Sicht könnte die Telekom

dies sehr schnell umsetzen und meines Erachtens sogar bis spätestens Ende 2014, denn die Telekom hat dazu die erfahrenen und kompetenten Mitarbeiter und die Technik. Die Frage ist nur, will man dies wirklich oder anders gefragt, darf die Telekom dies überhaupt oder bekommt die Telekom dann Schwierigkeiten mit dem USA-Geschäft. Da die Telekom nicht nur Internet-Anbieter ist, sondern auch Telekommunikationsanbieter und die Telekom ein eigenes von ihr betriebenes Leitungsnetz hat, könnte die Telekom sogar eine technische Lösung anbieten, die weltweit einzigartig wäre und eine bisher nicht dagewesene Sicherheit z.B. beim Versand der E-Mail bieten würde, von der Verschlüsselung einmal abgesehen. Aber wahrscheinlich kommen dann wieder die EU und "riechen" Wettbewerbsbeschränkung, was aber eher die Hörigkeit der EU in Brüssel gegenüber den USA und der NSA ist.
Im Prinzip könnte ja die Telekom gemeinsam mit France Telekom solch ein Netz in Westeuropa starten und aufbauen. Europa und die EU müssen sich unabhängig von den USA machen, denn diesen kann man in Europa nicht mehr vertrauen. Ach ja, die rechtliche Seite ist auch einfach. Da könnte der Gesetzgeber in Berlin und Brüssel, wenn er wollte und die Bürger wirklich schützen wollte, umgehend Gesetze erlassen, die den Aufbau solch eines Netzes in Deutschland und Westeuropa und der EU ermöglichen. Doch die Frage ist hier wieder, wollen die Politiker in Berlin und Brüssel dies überhaupt oder wollen diese eher den gläsernen Bürger ? Letzteres ist wahrscheinlich der Fall, nur nicht für die Politiker.

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typomann 12.10.2013, 19:07
12. Wo ist das Problem?

Das kann bzw. könnte man schon lange machen. eMail-routing ist, wenn man der email vorgibt über welche server die mail geleitet werden soll. Warum es in Europa noch keine software dafür gibt? Na weil unsere Programmierer verschlafene Säcke sind, denen nichts einfällt.

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Atomkrafteimer 12.10.2013, 19:10
13. Nunja

Zitat von SarahMue
Was soll das? Wenn der eine Geheimdienst keinen Zugriff hat, greift ein anderer (deutscher) Geheimdienst die Daten ab und gibt sie ohne zu zögern weiter. Es gibt keine Alternative zu einer starken Verschlüsselung. Langfristig müssen die Geheimdienste abgeschafft werden denn sie sind nicht kontrollierbar und damit demokratiefeindlich. Ihre Nachteile überwiegen eindeutig die Vorteile. Doch leider lassen sich viele Menschen noch immer von der Panikmache (überall Terroristen) manipulieren. Alle Geheimdienste müssen sofort abgeschafft werden. Es gibt keinen Grund sie weiterhin existieren zu lassen.
Ich bin weiß Gott kein Freund der Totalüberwachung oder des gläsernen Bürgers. Aber ich will auch keine Regierung, die schwierige sicherheits- oder außenpolitische Entscheidungen auf Basis von Informationen fällt, die in der Zeitung stehen oder Google als Suchergebnis ausspuckt.

Zum Beispiel Nordkorea. Was geschieht dort gerade? Wie gefährlich ist das Regime wirklich? Wie atomar bewaffnet? Bluffen die vielleicht nur? Das sind wichtige Informationen, die Ihnen die Nordkoreaner garantiert nicht auf dem Präsentierteller reichen werden. Dafür bedarf es u.a. nachrichtendienstlicher Arbeit. Und säßen Sie gerade in Seoul und nicht im gemütlichen Zentraleuropa, hätten Sie den obigen Unsinn gar nicht erst geschrieben.

Vielleicht sind die vielen Menschen gar nicht manipuliert, vielleicht betrachten sie die Welt nur etwas differenzierter und wissen, dass es trotz aller Panikmache und gelegentlichen Übertreibung, wirklich ein paar Menschen, Organisationen und Staaten gibt, vor denen man sich schützen muss.

Ja, geheimdienstliche Arbeit sollte stellenweise überdacht werden, ebenso reformiert, aber eine Abschaffung zur fordern ist schlicht naiv.

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Petra Carotin 12.10.2013, 19:10
14. Wohl war!

Zitat von robertscheffler
Die einzige Möglichkeit wäre es, wenn jeder seine E-Mails verschlüsselt. Jede Verschlüsslung ist vielleicht knackbar, aber solange es jeder macht und es in der Verschlüsslung maximal Schwachstellen gibt (und keine Hintertüren), dann würde der Aufwand für die Gesamtüberwachung enorm steigen und es bestände eine Chance, dass sich die Geheimdienste wieder auf die "echten" Verdachtsfälle beschränken. Aber das jeder seine E-Mails (und sonstige Kommunikation) verschlüsselt, ist wohl ein Wunschtraum.
Durfte erst neulich im Zuge eines Auftrags für eine psychatrische Einrichtung erleben, wie Patientenakten über Freemail-Accounts verschickt wurden. Als Regelfall versteht sich. Mal davon abgesehen ist aber keine Verschlüsselung entschlüsselungssicher. Vielleicht sollte man auch einfach pikante Zufallstexte anhängen, die für den Adressaten nicht sichtbar sind. Bombe, Anschlag, Bausatz, Übergabeort usw. Wenn daß nur ein Promille der Menschen macht kommt sicher niemand mit der Auswertung hinterher...

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ADie 12.10.2013, 19:31
15. nichtsdestotrotz der richtige Ansatz

Könnte man ausbauen zu einem virtuellen Netz im Netz, über den der Datenverkehr nur noch verschlüsselt geleitet wird. Allerdings kostet das dann ein bisschen. Da könnte man dann sehen wie ernst die Telekom es meint.

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Solaris0815 12.10.2013, 19:34
16. Wtf?

Was soll den das wieder für eine glorreiche Idee sein ?
Die Telekom hat u.a. ein Forschungsinstitut in Israel (Achtung, dies hat nichts mit Antisemitismus zu tun), will kein Glasfaser ausbau vorantreiben, belügt die Benutzer bzgl. der Flatrate. Hat jahrelang die Benutzer abgezockt mit der 0190 Nummer. Die Laden will Sicherheit mir einem nationales E-Mail Netz bauen. Was Soll dieser Mist?

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monolithos 12.10.2013, 19:42
17.

Zitat von Lichtgestalt1503
doch unsinn. Die Telekom hat seit langer Zeit regelmässig das beste und schnellste und flächendeckendste Netz aller Anbieter am Start.
Sorry, der werte Herr Vorforist wollte nicht Ihren Arbeitgeber beleidigen, sondern die Realität darstellen, die so offenbar nicht flächendeckend einschätzen können (Stadtkind?). Die Telekom hat 2 Hüte auf: exklusiv den Betrieb des Backbonenetzes und als einer von vielen anderen das Privatkundengeschäft. Das war ein Geburtsfehler der Telekommunikationsliberalisierung. Beides kriegt sie nicht optimal hin, ein Privatkundengeschäft hätte sie nie haben dürfen, wenn es nach mir ginge. Seit Jahren warte ich als Bewohner einer sogenannten "Metropolregion" auf den Ausbau, um endlich die 16 MBit/s zu bekommen, die ich bezahle. Nach 2 Ausbaustufen hat es die Telekom von 448 kBit/s nun auf ganze 2,3 MBit/s geschafft. 2 Straßen weiter bietet man den Neukunden gar kein Kabel mehr an, sondern nur noch Funk. Was soll das? Und statt das Netz ordentlich auszubauen, stecken die Telekomiker das Geld lieber in den FC Bayern. Sorry, ich glaube auch nicht daran, dass ausgerechnet die "Drosselkom" an den technischen Grundmauern des Internets (dezentrales Routing) rütteln kann. Ob das überhaupt sinnvoll ist, ist eine ganz andere Frage.

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ELIASS 12.10.2013, 19:48
18. Asoziale Bürger in deutschen Geheimdiensten

Der Ansatz ist gut gemeint, aber er würde nur helfen, wenn unsere Geheimdienste nicht von soviel undemokratischen Gesindel durchseucht wären.
Diese stehen nur noch so weit in den Diensten unserer Gesellschaft, wie es nötig ist um den Anschein der Loyalität und Unverzichtbarkeit zu wahren, damit ihnen die finanziellen Mittel und die Infrastruktur erhalten bleiben.
Es gibt leider -wie schon immer- eine Gruppe deutscher Bürger (als Geheimdienstmitarbeiter), die keine Skrupel haben, für ihren Lebensunterhalt und auf Weisung ihrer Vorgesetzten, ihre Mitbürger auszuspähen
deren Biographien an fremde Mächte auszuliefern
und mit ihrem Handeln die freiheitliche demokratische Ordnung unserer Gesellschaft zu untergraben, zu gefährden und vielleicht auch zu zerstören.
Es gab diese Spezies bei den Nazis. es gab sie gleich im Anschluss an Hitlerdeutschland in der DDR und es gibt sie heute wieder. Eine gewissenlose lichtscheue Minderheit, mit der jeder Staat zu jeder Zeit einen Unrechtsstaat aufbauen könnte.
Im Prinzip haben Geheimdienste und Demokratien Strukturen, die einander eigentlich ausschliessen.
Leider kommt auch ein demokratischer Staat nicht ohne solche aus. Aber wir sollten uns klar werden, dass Geheimdienste Netzwerke von Menschen sind, die mit den Jahren zu krankhaften Strukturen mit zunehmendem Eigenleben mutieren, wenn sie nicht streng genug kontrolliert werden.
Eine Gesellschaft, in der Computer sich verselbstständigt und heimlich die Macht übernommen haben. würden wir mit allen Mitteln verhindern.
Warum glauben wir, dass diese Menschen mehr Moral haben als Computer?

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monolithos 12.10.2013, 19:50
19. Ukusa

Zitat von SarahMue
Wenn der eine Geheimdienst keinen Zugriff hat, greift ein anderer (deutscher) Geheimdienst die Daten ab und gibt sie ohne zu zögern weiter. Es gibt keine Alternative zu einer starken Verschlüsselung.
Völlig richtig! Die Abhörallianz steht niedergeschrieben im sogenannten UKUSA-Abkommen (siehe Wikipedia), dem neben dem primären Mitgliedern UK und USA (daher der Name) und den sekundären Mitgliedern Kanada, Australien und Neuseeland u.a. auch Deutschland als tertiäres Mitglied beigetreten ist. Daher auch der nicht zu hörende Aufschrei der deutschen Regierung zu den Snowden-Enthüllungen. Die geheimdienstliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und u.a. den USA ist also schriftlich fixiert. Es nützt also nichts, wenn nur der BND Zugriff auf die E-Mails hat.

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