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E-Scooter im Stadtverkehr: Gegenwehr aus Gewohnheit
Jens Kalaene / DPA

Das Geschimpfe und Getöse gegen E-Scooter ist typisch deutsch: Neues wird erst einmal pauschal abgelehnt, notfalls unter Verdrehung der Tatsachen.

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loncaros 18.07.2019, 12:44
230.

Zitat von dw_63
mal wieder Polemik gegen die Autofahrer, lesen Sie sich die Studie durch:
Die Nennung von Unfallzahlen vom Bundesamt für Statistiken ist jetzt schon polemisch?

Damit entlarven Sie vor allem sich selbst.

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misterknowitall2 18.07.2019, 12:44
231. In der Stadt ist das Rad immer schneller

Zitat von santoku03
Vor allem eine Zeitfrage. Es sind nicht alle Hausfrauen oder Rentner.
zu manchen Zeiten sogar deutlich schneller. Das Argument zählt nicht. Nein, es ist bequemer und bleibt trocken........mehr Gründe fallen mir nicht ein.

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dkdc 18.07.2019, 12:50
232. Zustimmung aus Gewohnheit

Das Gehype und Getöse für E-Scooter ist typisch Sascha Lobo: Neues wird erst einmal pauschal als großartig gefeiert, notfalls unter Zuhilfenahme dümmster Sprüche die Satire sein sollen und der Verfemung aller die anderer Meinung sind als die, die nicht mit der Zeit gehen wollen.
Elektrische Tretroller sind ein sehr gutes Beispiel für eine Idee, die einigen wenigen reich machen wird, die nichts zu einer realen Verbesserung in einer Gesellschaft beitragen werden, die über cleveres Marketing gehypt werden wo jeder Idiot und natürlich Sascha Lobo aufspringen muss um weiterhin als "modern" und "zeitgemäß" zu gelten und in dem Moment, wenn die Temperaturen unter 8 Grad fallen werden genau so tot umfallen wie die Wespen und im nächsten Sommer keinen mehr interessieren wird... genau wie tote Wespen.

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davyjones 18.07.2019, 12:51
233. Tja

wenn man so garnicht ueber den Tellerrand blicken will, kommt man zu so typisch deutschen Einsichten wie Herr Lobo. In GB sind e scooter, aka Elektroschrott derzeit komplett verboten. Diverse Grossstaedte innerhalb und ausserhalb Europas sehen sich gezwungen, den Gebrauch dieses Hipsterrollers stark zu reglementieren. Insbesondere nach den ersten Todesfaellen. Ich persoenlich bin ein grosser Fan von Mikromobilitaet und habe mir scion vor Jahren einen Satz Beine plus passende Fuesse angeschafft.

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jjcamera 18.07.2019, 12:58
234. Unglück

Schon dass die Dinger nicht "elektrische Roller", sondern "E-Scooter" heißen, macht sie verdächtig. Man soll offensichtlich auf einen Trend buchstäblich aufspringen. Schon Segways und e-Skateboards blieben letzten Endes Ladenhüter. Auch denke ich an die chinesischen Leifahrräder, die unsere Städte verschandelten.

Übrigens: "Wenn du dein Haus verlässt, beginnt das Unglück", sagt Max Küng.

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P-Schrauber 18.07.2019, 13:02
235. Nein das ist nicht das Problem

das Problem ist fehlender Platz und fehlender Respekt der Verkehrsteilnehmer als solcher und das hat gar nicht mit Politik und welcher Vehikeltechnischen Liebhaberei der jeweilige fröhnt.

Hinzukommt die Reichweite und Aktionsradius, der ist noch so klein dass das auch mit dem Eigenantrieb geht also mit "Menschenkraft" und so zur Steigerung der Fitness oder der Beibehaltung der eigenen körperlichen Leistungsfähigkeit und des Bodyindex.

Ich bin Zweiradaffin, fahre Fahrrad, finde Roller auch toll, betreibe Zweirad- Motorsport (mit Lizenz), daher denke ich die Meinung ist wohlwollend und professionell.

Die Hälfte bis Zweidrittel macht sicher alles Richtig, die restlichen ein Drittel sind es die das Problem darstellen und die bekommt man nur so in den Griff dass man das Verantwortungsbewusstsein für Betreiber dieser einspurigen Beförderung fördert und über Regeln daran erinnert.

Wer sich selbst antreibt braucht dass nicht da ergibt sich die Verantwortung über das eigene körperliche Vermögen.

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dw_63 18.07.2019, 13:13
236. Selbstentlarvung

Zitat von loncaros
Die Nennung von Unfallzahlen vom Bundesamt für Statistiken ist jetzt schon polemisch? Damit entlarven Sie vor allem sich selbst.
Die Studie nicht zu erwähnen, damit entlarven Sie sich. War wieder polemisch, passt halt nicht zu ihrem Feindbild.

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Sensør 18.07.2019, 13:14
237. Zur Podcast-Frage:

Wie gelangen wir endlich zur E-Scooter-gerechten Stadt? Im Fall Hamburg heißt dies: Mal eben einige hundert Kilometer Fahrradwege renovieren oder neu anlegen, hunderte romantisch anmutende Kopfsteinpflasterstraßen asphaltieren, und ein paar tausend Stellplätze für die Dinger herzaubern. Und die Benutzungsgebühren runterfahren, damit die preisbewussten Fahrer nicht zu Zweit darauf fahren müssen.
Oder eben alles so lassen, mir persönlich ist es egal - meine täglichen Fahrradfahrten sind auch lebensgefährlich, und ob auf den Gehwegen nun ein wenig Müll mehr oder weniger herumsteht, ist mir auch egal.

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Robert Vogler 18.07.2019, 13:14
238. Awareness-Raising

Lieber Herr Lobo,
vielen Dank für eine - wie immer - sehr lesenswerte Kolumne mit dem genau richtigen Maß an Sarkasmus und Polemik gepaart mit einer messerscharfen Argumentation, auf die ich mich jeden Mittwoch so freue! Jedoch ist Ihnen diesmal – und damit komme ich bereits auf Ihre Podcast-Frage – ein taktischer Fehler unterlaufen:
Wie gelangen wir endlich zur E-Scooter-gerechten Stadt? Diese Frage ist eigentlich recht einfach zu beantworten! Technisch sollten wir hier eigentlich keine Probleme haben und auch hinsichtlich zu erwartender Regularien dürfte sich der Aufwand in Grenzen halten (beim Fahrrad haben wir das ja +/- auch geschafft!). Vor dem Hintergrund demokratischer Grundprinzipien ist der Schlüssel hier recht einfach identifiziert: Die Mehrheit der (städtischen) Bevölkerung muss in der Einführung des E-Scooters einen gewissen Mehrwert sehen. Tut sie dies nicht, werden wohl Politiker und Stadtplaner so zurückhaltend bleiben wie bisher. Diesen Mehrwert haben Sie bereits auf den Punkt gebracht: E-Scooter + Plattform = Öffentlicher Individual-Nahverkehr! Endlich!
Das Stichwort sollte hier also Awareness-Raising heißen und eine Kolumne in einem von Deutschlands größten Online-Nachrichten-Seiten wäre hier eigentlich die perfekte Schnittstelle, um dazu beizutragen. Statt also eine Kolumne der deutschen Trägheit hinsichtlich neuer Entwicklungen zu widmen, diese auch so zu betiteln und in dieser dann nebenbei die Quintessenz des Mehrwerts eines E-Scooter-Plattform-Systems auf den Punkt zu bringen, wäre es vermutlich cleverer gewesen, dies genau umgekehrt zu argumentieren: Eine Kolumne, die den Vorteil eines E-Scooter-basierten öffentlichen Individual-Nahverkehrs ins Zentrum rückt und auch bereits im Titel und im Teaser ankündigt (denn hier werden die Weichen des Anliegens gestellt – v.a. bei den Leser/innen), die sich erst dann(!) – völlig zu Recht – am Ende des Texts über die deutsche Unfähigkeit hinsichtlich neuer Entwicklungen auslässt.
Das wäre inhaltlich und argumentativ völlig identisch, aber eben deutlich positiver und v.a. zielgerichteter gewesen und hätte damit eine gänzlich andere Message verbreitet. Schade! Diesmal!

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loncaros 18.07.2019, 13:22
239.

Zitat von dw_63
Die Studie nicht zu erwähnen, damit entlarven Sie sich. War wieder polemisch, passt halt nicht zu ihrem Feindbild.
Macht die Studie die vielen tausend toten Verkehrsteilnehmer wieder lebendig? Ich kenne nicht jede Studie, aber ich habe keine Lust weiter mit Ihnen zu diskutieren, wenn Sie derart aggressiv beleidigend posten.

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