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E-Scooter im Stadtverkehr: Gegenwehr aus Gewohnheit
Jens Kalaene / DPA

Das Geschimpfe und Getöse gegen E-Scooter ist typisch deutsch: Neues wird erst einmal pauschal abgelehnt, notfalls unter Verdrehung der Tatsachen.

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Nikko 18.07.2019, 15:12
260. Wenn schon die Mehrheit der Fahrradfahrer die Verkehrsregeln negiert

dann werden die E-Scooter Fahrer dito sich benehmen.
Solange nicht effizient kontrolliert und bestraft wird leiden die schwächsten Verkehrsteilnehmer

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Bondurant 18.07.2019, 15:14
261. Finden Sie das wenig?

Zitat von dw_63
"In der Unfallstatistik spielen Konflikte zwischen Radfahrern und Fußgängern keine große Rolle.... an circa 15 Prozent aller Unfälle, bei denen Fußgänger zu Schaden kamen, war ein Radfahrer beteiligt.
Immerhin sagt die Statistik, dass mehr als jeder 7. Fußgänger, der bei einem (Verkehrs-)unfall zu Schaden kam, durch einen Radfahrer verletzt wurde.

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traveller74 18.07.2019, 15:23
262. Bloß weil es neu ist, muss es auch nicht automatisch gut sein

Sonst unterzeichne ich gerne alles, was Herr Lobo so schreibt, aber diesmal schaut er am Kern der Sache vorbei: Mikromobilität ist natürlich eine tolle Sache, aber was hat der Leih-E-Scooter einem Leihfahrrad voraus bzw. wo ist er sinnvoller? Bis auf "dann komme ich nicht verschwitzt zum Termin" oder "auf dem Fahrrad ist es mit einem Rock so blöd" habe ich da bisher wenig sinnvolle Gründe gehört. Klar, letztendlich wird es ein nebeneinander geben, aber das Akku- und Stromargument ist nun mal valide und wenn die Leute statt Laufen oder Fahrrad fahren jetzt erollern, ist das nunmal zumindest ökologisch gesehen ein ziemlicher Quatsch. Womit ich jetzt hiermit in Lobos Ökö-Einstufung passe.

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benmartin70 18.07.2019, 15:26
263.

Zitat von santoku03
Und Sie finden es also normal, mit dem Rad vor Autos auf den Gehweg zu flüchten und dort Fußgänger zu nötigen, auf die Fahrbahn auszuweichen?
Natürlich nicht, aber erlebt habe ich das auch noch nicht.
Aber dass Radler kfr. auf den Gehweg oder die Fahrbahn schwenken mussten weil der Radweg zugeparkt oder von Fussgängern bevölkert war.

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benmartin70 18.07.2019, 15:27
264.

Zitat von santoku03
Habe ich. Er listet akribisch die ihm bekannten Kritikpunkte in einer Punkliste auf. Gefährdung von Fußgängern ist nicht darunter.
Es wird wohl schlimmeres geben, das sagt der Artikel unterm Strich ja aus.....

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benmartin70 18.07.2019, 15:30
265.

Zitat von Bondurant
Das meine ich nicht als Vorwurf, ich vermute es einfach, weil Sie das Beispiel mit dem Handy wählen. Ich glaube, Sie können sich (noch) gar nicht vorstellen, dass ein Fußgänger einfach tief in Gedanken bei sich sein kann, ohne jedes Hilfsmittel, weil er eben nicht damit rechnen muss, dass auf die eine oder andere Weise zusätzlich angetriebene Verkehrsteilnehmer mit deutlich höherer Geschwindigkeit ihn der Gefahr eines Unfalls aussetzen. Das nimmt man Menschen weg, wenn man mit 20 km/h oder auch mit 15 auf Bürgersteigen unterwegs ist. Die meisten Menschen wissen überhaupt nicht, wie stark durch diese überhöhten Geschwindigkeiten der Raum für die anderen kleiner wird, bis hin zu massivem Dichtestress. Ich kann Ihnen aber keinen Tipp geben, wo Sie sonst fahren sollten, ich weiß nur, wo Sie - aus gutem Grund - nicht fahren dürfen. Bedaure.
Auch ein Fussgänger muss sich an die STVO halten. Verträumt durch die Gegend laufen kann in der Stadt schnell ins Auge gehen.
Z.b. Ausfahrten aus den Autos kommen könnten.
Und in Gedanken auf den Radweg latschen ist auch nicht gut und laut STVO nicht erlaubt.

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chuwie 18.07.2019, 15:42
266.

So auch in dieser Kolumne, wenn er meint erst die anklopfenden Mobilitätsplattformen würden die Nutzung von Gefährten jeder Art (vorzugsweise digitalisiert, elektrifiziert, zumindest aber CO2 neutral) ermöglichten um von A nach B zu kommen und nicht wie bisher (bei Eigentum) im Grunde genommen nur von A nach A (über B).
Liest sich scharfsinnig, ist aber lediglich ein argumentatives Kabinettstückchen, es sei denn die Mobilitätsplattformen wollen nur auf den Straßen ohne Wiederkehr ihr Tagwerk verrichten. So wie es der Katze (bzw. den Schuhen o. Betten des Katzenbesitzers) nichts bringt, wenn mich Mobiltätsplattformen zum Katzenstreu bringen, es zunehmend schwierig würde in einem Restaurant noch einen Tisch zu bekommen und selbst der Chef eines Tages seiner Angestellten überdrüssig werden würde.
Vielleicht habe ich aber auch einfach etwas nicht bedacht und wahre Mobilität zeigt sich darin, dass man tatsächlich allein von A nach B nach C usw. reist.
Gut das die erde eine Scheibe ist. Das austarieren übernimmt dann eine App

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phg2 18.07.2019, 15:43
267.

Zitat von Bondurant
Das meine ich nicht als Vorwurf, ich vermute es einfach, weil Sie das Beispiel mit dem Handy wählen. Ich glaube, Sie können sich (noch) gar nicht vorstellen, dass ein Fußgänger einfach tief in Gedanken bei sich sein kann, ohne jedes Hilfsmittel, weil er eben nicht damit rechnen muss, dass auf die eine oder andere Weise zusätzlich angetriebene Verkehrsteilnehmer mit deutlich höherer Geschwindigkeit ihn der Gefahr eines Unfalls aussetzen. Das nimmt man Menschen weg, wenn man mit 20 km/h oder auch mit 15 auf Bürgersteigen unterwegs ist. Die meisten Menschen wissen überhaupt nicht, wie stark durch diese überhöhten Geschwindigkeiten der Raum für die anderen kleiner wird, bis hin zu massivem Dichtestress. Ich kann Ihnen aber keinen Tipp geben, wo Sie sonst fahren sollten, ich weiß nur, wo Sie - aus gutem Grund - nicht fahren dürfen. Bedaure.
Vielleicht noch ein rechtlicher Hinweis, der einem eigentlich alles sagen sollte - bei einem Unfall mit einem Fußgänger auf einem
Gehweg gehen Gerichte grundsätzlich von grober Fahrlässigkeit seitens des Rad- bzw. e-Scooterfahrers aus.
Da hilft ein "Ja, aber wo sollte ich denn sonst fahren?" definitiv nicht weil absteigen geht immer. Und auf der Strasse kann man fast immer fahren, mit nötiger Um-, Rück-, und Vorsicht.
Übrigens sehr interessant: https://www.sortimo-solingen.de/images/SO_Becker/Content/Sortimo/Pdf/Aufprallwuchten.pdf

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rennflosse 18.07.2019, 15:44
268. Das ist falsch

Zitat von benmartin70
Auch ein Fussgänger muss sich an die STVO halten. Verträumt durch die Gegend laufen kann in der Stadt schnell ins Auge gehen. Z.b. Ausfahrten aus den Autos kommen könnten. Und in Gedanken auf den Radweg latschen ist auch nicht gut und laut STVO nicht erlaubt.
Das ist falsch. Ein Autofahrer, der aus einer Einfahrt kommt, muss auf den Fußgänger achten, nicht umgekehrt. Ein Radfahrer darf einen Fußgänger auch nicht auf dem Radweg umnieten. In beiden Fällen sind die Fahrzeugführer haftungsrechtlich "dran".

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benmartin70 18.07.2019, 15:47
269.

Zitat von Bondurant
Immerhin sagt die Statistik, dass mehr als jeder 7. Fußgänger, der bei einem (Verkehrs-)unfall zu Schaden kam, durch einen Radfahrer verletzt wurde.
Das sind erstmal Zahlen, jeder Verletzte ist natürlich einer zuviel.
Frage ist ab da immer der Radler allein Schuld war.

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