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E-Scooter im Stadtverkehr: Gegenwehr aus Gewohnheit
Jens Kalaene / DPA

Das Geschimpfe und Getöse gegen E-Scooter ist typisch deutsch: Neues wird erst einmal pauschal abgelehnt, notfalls unter Verdrehung der Tatsachen.

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pan-orama 17.07.2019, 18:10
50. Banal

Herr Lobo, mit welchem Herstelle von E-Rollern haben Sie den einen Promotion Vertrag?
Micromobilität? Das muss man sich auf der Zunge vergehen lassen.

Warum E- Roller, warum nicht schlicht ein Tretroller, da tut man nebenher etwas für die Gesundheit.
Jeden Hype, als nötge Desruptive der Moderne zu verkaufen, ist doch von banaler Absurdität!

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Corriere 17.07.2019, 18:11
51. Privater Autobesitz wird obsolet, in der Stadt ist er es bereits

Zitat von SNA
und bis auf die Verteufeln des Autos bin ich völlig bei Herrn Lobo. Wochen-Einkäufe für eine fünfköpfige Familie kann man immer noch nur mit dem Auto einigermaßen effizient bewältigen.
Den Wochen-Einkauf für die fünfköpfige Familie schaffen Sie locker mit dem Lasten-Pedelec. Oder ist der bei Ihnen wesentlich schwerer als 100 Kilo? Und auch dafür brauchen Sie kein eigenes Fahrzug, auch für Lastenräder gibt es in Metropolen wir Köln bereits Sharing-Angebote. Bleiben für das Auto eigentlich nur noch Fahrten über größere Distanzen in den ÖPNV-freien ländlichen Raum oder bei extrem schlechtem Wetter. Und schon wieder brauchen Sie kein eigenes. Fahrzeug, denn dafür gibt es schon seit vielen Jahren Carsharing. Zumindest im urbanen Raum ist die Zeit des privaten Autos bereits vorbei.

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phg2 17.07.2019, 18:12
52.

Zitat von sternum
.. dass ich auf einem Fußweg folgendes erleben durfte. Ich spaziere da so in aller Gemütlichkeit lang. Da kommen mir zwei Fahrradfahrer entgegen. Die waren langsam unterwegs, weshalb ich die zunächst kaum zur Kenntnis genommen habe. Es störte mich lediglich, dass deren Fahrtrichtung falsch war und dass es eigentlich auch einen Fahrradweg auf der entsprechenden Straßenseite gibt. Nun sei es drum, der Fußweg war breit genug. Plötzlich kommt ein E-Scooter-Fahrer angerast, ebenfalls falsche Richtung und auf dem Fußweg. Und was brüllt dieser den Fahrradfahrern entgegen? Richtig, dass es auf der anderen Straßenseite einen Radweg gibt. Ich kann es schon nicht leiden, wenn sich Fahrradfahrer nicht an die Regeln halten. Wieso brauchen wir jetzt noch ein Verkehrsmittel, mit dem das noch leichter ist? Ich kann ja verstehen, dass man das nutzen/ausprobieren will. Schließlich ist es neu, also cool. Aber was ist wohl die durchschnittliche Strecke, die damit zurückgelegt wird? 1, 2 oder vielleicht 3 Kilometer? Sorry, aber wer das nicht zu Fuß bewältigen kann, der sollte sich wirklich mal Gedanken machen. Das Argument mit den Akkus und der Umwelt ist in meinen Augen durchaus relevant. Ich kann mich erinnern, dass in meiner Kindheit Aluroller aufgekommen sind. Da musste man sich selbst bewegen, um vorwärts zu kommen. Was ist falsch daran, sich so ein Ding zu besorgen? Ungefährlich sind die auch nicht unbedingt, dafür deutlich günstiger. Achja, und die haben keinen Akku, der regelmäßig geladen werden muss. Im Gegenteil, im Vergleich zur E-Variante tut man seiner Gesundheit bestimmt eher einen Gefallen. Aber ich bin ja auch der Meinung, dass Fahrräder mit zusätzlichem Antrieb eher Leuten vorgehalten sein sollten, die es schlicht nicht mehr schaffen ein "normales" Fahrrad zu fahren.
Ja, irgendwie sind Fußgänger die sozialeren Wesen - jetzt im ernst, tägliche Erfahrung.

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kuh 17.07.2019, 18:13
53.

Zitat von keine-#-ahnung
Positiver Nebeneffekt: diese grottigen Lobo-Texte müsste man sich dann auch nicht mehr wie ein Zwangsmasochist reinziehen ...
Oh, ja das ist wirklich ganz schlimm, dass man gezwungen wird, die Artikel von Sascha zu lesen und man nicht die geringste Möglichkeit hat, sie etwa *nicht* zu lesen. Böser Sascha! Schlimm, schlimm, schlimm. Herrjemine.

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neurobi 17.07.2019, 18:14
54.

Zitat von kuh
Ich glaube, der wahre öffentliche Individual-Nahverkehr wird kommen, wenn autonomes Fahren wirklich funktioniert, und zwar mit Fahrzeugen in durchaus unterschiedlichen Größen. Wenn Mobilität nur noch eine erschwingliche Dienstleistung ist, die jederzeit und für jeden verfügbar ist. Wenn das Fahrzeug auf Zuruf kommt, die Menschen zu B bringt, und dann wieder verschwindet. Dann erledigt sich das mit dem Besitz von Autos, mit den verstopften Städten und Strassen und mit Unfällen (jedenfalls weitgehend). E-Scooter sind dann eher für Fun. Leider wird das noch ein paar Jahrzehnte dauern, und der Widerstand im Autoland Deutschland wird gigantisch sein. Aber man kann ja mal auf Vernunft oder auf die nächste Generation hoffen...
Wenn es nach mir geht, nein, mein Interesse an autonomen Fahren beschränkt sich auf den Rückweg aus der Kneipe nach Hause. Fahren ist ein Beschäftigung der ich gern nachgehen, egal ob Auto, Fahrrad, Boot oder eben E-Scootern. Am liebsten würde ich noch selbst in den Urlaub fliegen.
Und meinem Sohn geht es genauso, wird sich also auch in der nächsten Generation nicht viel ändern.

Ansonsten stimme ich Sascha weitgehend zu, wenn auch ich seine Kritik am Auto etwas übertrieben halte. Mein Auto nimmt etwa den gleichen Verkehrsraum wie zwei Lastenräder ein. Wo zwei SUV stehen können, können auch 3 von meinem PKW stehen. Mit Elektroantrieb könnten PKW noch kleiner werden.

E-Scooter könnten eine ideale Ergänzung zum ÖPNV werden, wen wenn man sie lässt.
Wie problemlos sie sich in den Stadtverkehr integrieren konnte ich gerade in Malaga beobachten. Egal ob auf der Straße oder in der Fußgängerzone. Warum funktioniert sowas nicht in Deutschland?

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MickyLaus 17.07.2019, 18:14
55. nee Herr Lobo

selbst die Amerikaner hassen diese Roller, und verschiedene amerikanische Städte haben sie schon gebanned bzw. drastische regulatorische Maßnahmen ergriffen. (vermutlich wegen der Autolobby LOL)
Aber immer das deutsche Stereotyp aufrufen wenn die Argumente ausgehen.
Ich hatte Sie und Ihre Meinung mal ernstgenommen, aber für Zukunft weiß ich Bescheid.

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im_ernst_56 17.07.2019, 18:15
56.

Zitat von Bondurant
Wieder mal schreibt der Meisterdenker am Thema bzw. der Realität vorbei: das und als Krönchen der Bizarrnis sehen Autofahrer eine Gefahr darin, wenn E-Scooter auf der Straße unterwegs sind ist mir genauso sch...egal wie die Frage, ob ein übereifriger Scooter-Fahrer von einem Rechts- oder was weiß ich Abbieger übersehen wird. Seine Sache. Was nicht seine Sache ist: auf Bürgersteigen fahren und das machen sie letztlich fast alle. Sich selbst überschätzende alte weiße Frauen und junge Hüpfer, die nach dem Motto "es wird schon nichts passieren" sich durch Fußgängergruppen schlängeln und die Menschen, die zumindest teilweise ganz bewusst zu Fuß gehen, weil sie sich nicht ständig Sorgen um ihre körperliche Gesundheit machen wollen und stattdessen zum Beispiel in Ruhe nachdenken oder die Gegend genießen, buchstäblich aus der Ruhe bringen, also Stress verbreiten. Vielleicht sind die 20 km/h schnellen E-Scooter das Fortbewegungsmittel der Zukunft, aber bitte nur dann, wenn sie konsequent von den den Fußgängern vorbehaltenen Bürgersteigen verbannt werden.
Nach der Straßenverkehrsordnung haben die E-Scooter auf dem Bürgersteig nichts zu suchen. Radweg oder Straße, das ist die Regel. Das ist den Benutzern der E-Scooter aber egal. Ich sehe das jetzt seit einer Woche jeden Tag auf dem Weg ins Büro auf dem Kurfürstendamm in Berlin, wo jetzt überall E-Scooter abgestellt sind. Gestern hat eine Polizeistreife versucht, die Fahrer/innen von E-Scootern zur Ordnung zu rufen, das hat aber nicht viel genützt. Heute fuhren natürlich wieder alle auf dem Gehweg. Wenn der von Ihnen als Meisterdenker bezeichnete Kolumnist mal einen Blick über den Horizont seines Rechners werfen würde, wäre ihm das vielleicht aufgefallen. Schließlich wohnt er ja in Berlin. Aber vielleicht hält er ja, wie so vieles, auch die Straßenverkehrsordnung für überholt. Oder meint, alles was neu ist darf alles und aus dem Chaos entsteht die neue Ordnung.......

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cschweizer 17.07.2019, 18:17
57. Witzig und verstörend - ihre Podcastfrage

Sie bemühen sich seitenlang aufzuzeigen, dass der E-Scooter ein Teil eines neuen öffentlichen Individual-Nahverkehrs ist. Nur ein Teil neben Fußgänger, Fahrrad, ÖPNV und weiterer Möglichkeiten wie Segways oder Tretroller.
Und dann schaffen sie es, ihre Frage so zu stellen, dass sie Ideen und Lösungen zu einer E-Scooter-gerechten Stadt abfragen.
Das war doch mühsam, oder?
So ein weites Feld aufzumachen und dann nur den Randstreifen zu betrachten.

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Dan Düsentrieb 17.07.2019, 18:19
58. Müssen wir jeden Quatsch tolerieren, der uns als innovativ verkauft wird?

Lt. Herrn Lobo: irgendwie ja, denn der Fortschritt lässt sich nicht aufhalten. Das scheint übrigens die Meinung vieler Spiegel-Kolumnisten zu sein. Diese Dünnbrett-Elektroroller werden einem verkauft, als ob es um die Erfindung des Rades schlechthin ginge. Die Infantilisierung der Gesellschaft (als Kind hatte ich zuletzt einen Tretroller) unter dem Vorwand der Fortschrittlichkeit schreitet damit weiter voran. Und bringen höhere Risiken auf unsere Gehwege, wenn ich sehe, wer in München Innenstadt damit so über diese brettert. Herr Lobo: nicht alles, wo Software involviert ist, ist damit automatisch schon für alle gut.

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philemajo 17.07.2019, 18:19
59. Aha?!? Wirre Argumentation ...

Es geht doch letztlich um die Gefahr die von der Nutzung ausgeht, für die Nutzer selbst wie auch andere Verkehrsteilnehmer! Wer redet von Verbot? Aber es ist doch etwas irritierend, dass so getan wird, als sei heute nur fortschrittlich, wenn jeder regulatorische Ballast abgeworfen und schnell schnell etwas eingeführt wird, wofür die Infrastruktur kaum vorbereitet ist. Drohnen mussten ja auch ganz schnell überall fliegen, noch bevor geklärt war, ob man so etwas üben muss, wer haftet, wenn etwas passiert etc. Ihre bizarren Vergleiche mit Personenkilometern und der Gefährlichkeit vom Zufußgehen dient ja dann ja wohl auch denen, die gegen eine Anschnallpflicht im Auto, die Helmpflicht beim Motoradfahren usw. argumentieren. Zur gepriesenen Mikromobilität gehört auch diese Wahrheit: Die Nutzung solcher Geräte erfordert angesichts der Beschleunigung, der Komplexität des Verkehrs und der körperlichen Schutzlosigkeit eine deutlich erhöhte Aufmerksamkeit und Konzentration! Diese zeigen längst nicht alle ... Ganz wichtig, dass bereits einige Modelle schon mit Becherhalter für den Latte Macchiato auf der letzten Meile ins Büro ausgestattet sind.
Denjenigen, für die schon wenige Fußminuten in einer kapitalistischen Gesellschaft einen "zeitlichen Luxus" darstellen, gilt mein Mitgefühl!

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