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Eifeldorf Eisenschmitt: So lebt es sich im Funkloch
DPA

Zwei Kilometer Auto fahren, um eine SMS zu bekommen? Während vielerorts schnelleres Internet gefordert wird, haben die Menschen im Eifelort Eisenschmitt nicht einmal Handy-Empfang. Der Bürgermeister fürchtet um die Zukunft des Dorfes.

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AugustQ 04.12.2015, 14:49
1. Internet

zumindest zum Thema Internet-Anbindung gibt es Lösungen:

http://blog.freifunk-mainz.de/2014/02/24/freifunk-verbindet-richtfunkstrecke-nieder-olmpartenheim/

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Plasmabruzzler 04.12.2015, 14:50
2. Wegzug von wegen

Zum Mobilfunkempfang kann ich nichts beitragen, aber laut Immobilienscout24 sind zurzeit 2 Häuser zum Verkauf freigegeben. Bei angeblich 320 weggezogenen Einwohnern und angeblich 20 (!) leerstehenden Häusern wage ich die Zahl im Artikel anzuzweifeln. Wenn tatsächlich so viele Leute weggezogen sind und so viele heute leer stehen, warum werden sie dann nicht verkauft oder vermietet? Ich glaube, hier trifft "Jammern auf Großem Niveau" zu.

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DerSponner 04.12.2015, 14:50
3. Schlechte Vermarktung

Wenn Du Zitronen bekommst, mache Limonade draus. Viele Menschen haben Angst vor Handystrahlung oder wollen ihrer Internetsucht entkommen. Für diese Leute wären solche Orte das ideale Urlaubsziel.

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Chilango 04.12.2015, 14:52
4. Kupfer

Mindestens 6 MB. Das heißt also das statt das jetzt gleich leer Rohre mit GlasFaser verlegt werden nun doch wieder alte Kupfer Technologie vergraben wird. Und in 5 Jahren wird dann wieder für teures Geld auf GlasFaser umgestellt. Bei Neuabschlüssen von ganzen Ortschaften muss Kupfer jetzt verboten werden. Oder zumindest nicht mehr gefördert

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dmjr 04.12.2015, 14:57
5. Eigene Lösungen suchen

In einigen anderen Dörfern hat man selbst die initiative ergriffen, und mittels Richtfunk und WLAN sein eigenes Netz aufgebaut. Dank Internettelefonie hat man dann seine Festnetznummer auch überall da auf dem Handy, wo es WLAN gibt.
Wenn genug aus einer Dorfgemeinschaft mitmachen und etwas Eigeninitiative zeigen, sind solche Lösungen für 15€/Monat und Haushalt zu haben.

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Ge-spiegelt 04.12.2015, 15:04
6. Mobile und Internet so wichtig wie Strom und Wasder

aber man könnte durchaus ein Refugium für Alu Hutträger schaffen.

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ms66 04.12.2015, 15:05
7. Dies ist der Beweis

dafür, dass infrastrukturelle Aufgaben niemals in private Hand abgegeben werden darf.

Eine Aussage wie:
"Wir kennen die Situation vor Ort", teilt ein Telekom-Sprecher mit. Keine Mobilfunkstation der Telekom sei nah genug am Ort. Es gebe auch keine Planungen, weitere Kapazitäten oder neue Standorte aufzubauen. "Die Anzahl erreichbarer Kunden ist zu gering, der technische und wirtschaftliche Aufwand sehr groß. Ein Ausbau ist also unwirtschaftlich."
Oder
Dem Land Rheinland-Pfalz sind die Hände gebunden: "Wir haben leider keinen Einfluss auf die Ausbaupläne der Mobilfunkanbieter"
Das ist die Bankrotterklärung des staatlichen Gemeinwesens, vor der Profitgier nationaler und internationaler Konzerne.
Gleiche Lebensbedinungen für Alle und Überall.
Demnächst stellen sie die Wasserversorgung ein, Straßen wer braucht das noch, kaufen sie sich nen SUV.
Ärzte, bitte rufen sie den Bestatter, ohne Handy?

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Melvin 04.12.2015, 15:06
8. Melvin

Willkommen im Club. Bei uns auf der Schwäbischen Alb ist es auch nicht anders. Wir sitzen in einem Seitental des oberen Filstals und bei uns sind wir handytechnisch auch im Niemandsland. Die Gemeinde hat vor ein paarJahren aus eigenen Mitteln einen Funkmast für den Behördenfunk BOS erstellt und diesen auch den Mobilfunkbetreibern angeboten. Die einhellige Antwort: Nicht rentabel, da unsere Metropole nur 550 Einwohner aufweist. Obwohl die technische Infrastruktur mit Mast und Leerrohr für's Kabel vorhanden wäre. Aber sich in den Ballungsräumen eine goldene Nase verdienen. ich frage mich, ob T-Mobil und Konsorten schon mal was von Mischkalkulation gehört haben? Wahrscheinlich nicht. Oder es wurde erfolgreich verdrängt. Gier frisst mal wieder Hirn.

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geirröd 04.12.2015, 15:07
9. ich habe bei mir zu Hause...

...auch kein Netz. Was für eine Wohltat wenn man nicht erreichbar ist nach Feierabend und am Wochenende. Ich hoffe inständig, dass bei uns kein Ausbau stattfindet.

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