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Elektronische Wächter: Südkorea testet Gefängnisroboter

Das sind keine Terminatoren: Südkorea will demnächst Gefängniswächter durch Roboter ersetzen. Wie gut sie bei den Häftlinge ankommen, soll jetzt ein Pilotversuch zeigen.

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Dubbel 27.11.2011, 16:01
1. schlau

Süd-Korea leidet wie viele westliche Länder und Japan unter einer enorm schnellen Alterung der Gesellschaft.

Doch während Japan und Süd-Korea die Gesellschaft Robotern nicht so überkritisch gegenübersteht, ignoriert man in Europa das Problem lieber, bzw. setzt auf (offensichtlich nicht funktionierende) finanzielle Anreize zum Kinderkriegen.

Überlegt doch mal: Wenn euch später im Altenheim ein Roboter die Windeln wechselt, dann haben die Pfleger mehr Zeit, sich um die wirklich wichtigen Arbeiten, wie das Zuhören und "da sein" zu kümmern.

:)

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Ylex 27.11.2011, 16:45
2. Grässlich

Dazu gibt es nur einen Kommentar: grässlich.

Häftlinge können sich gegen Menschenführung durch Maschinen nicht wehren, deshalb werden die Roboter im Gefängnis ausprobiert - dementsprechend betrachten die Konstrukteure ihre Machwerke auch nur als Vorstufe zu ihrem breiten Einsatz in anderen Bereichen. Naheliegend wären zum Beispiel geeignete Betriebe: "Mein Chef ist ein Roboter." Viele lebendige Chefs verhalten sich jetzt schon wie Roboter, weil sie zu roboterartigen Menschenwesen abgerichtet wurden, das senkt die Hemmschwelle bei der Einführung von Maschinenwesen.

Sind also die Koreaner den Europäern voraus, weil sie das Know-How der künstlichen Zuchtmeister der Zukunft schnell bis zur Anwendungsreife entwickeln? Nein, sie hinken hinterher, sie pflegen immer noch das Trugbild einer technologisch "optimierten" Gesellschaft, die den Menschen entmündigt und im Ergebnis knechtet - es handelt sich um einen typisch asiatischen Enthusiasmus, er wirkt oft kindlich, aber er ist folgenreich.

Allein für die seelenlosen Gefängnis-Nachtwächter tun sich gewaltige Märkte auf: Die USA werden gleich eine ganze Schiffsladung der Kontrolettis bestellen, möglichst mit griffbereitem Colt, denn in Amerika müssen Massen von Gefangenen bewacht werden - auch die zahlreichen Diktaturen auf der Welt könnten dankbare Abnehmer sein, und auch die Superreichen, sie würden die Roboter Tag und Nacht um ihre ausgedehnten Villengelände herumrumpeln lassen - eine geniale Erfindung der Koreaner.

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kuac 27.11.2011, 17:08
3. Naiv

Zitat von Dubbel
Überlegt doch mal: Wenn euch später im Altenheim ein Roboter die Windeln wechselt, dann haben die Pfleger mehr Zeit, sich um die wirklich wichtigen Arbeiten, wie das Zuhören und "da sein" zu kümmern.:)
Naiver Gedanke. So funktioniert die Marktwirtschaft nicht. Die Altenheime stellen zusätzlich zu den Pflegern auch noch teuere Roboter ein, damit die Pfleger meht Zeit für die Heimbewohner hätten? Den Heimbetreiber möchte ich sehen.

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inci 27.11.2011, 17:30
4. oooo

Zitat von Ylex
Dazu gibt es nur einen Kommentar: grässlich. Häftlinge können sich gegen Menschenführung durch Maschinen nicht wehren, deshalb werden die Roboter im Gefängnis ausprobiert - dementsprechend betrachten die Konstrukteure ihre Machwerke auch nur als Vorstufe zu ihrem breiten Einsatz in anderen Bereichen. Naheliegend wären zum Beispiel geeignete Betriebe: "Mein Chef ist ein Roboter." Viele lebendige Chefs verhalten sich jetzt schon wie Roboter, weil sie zu roboterartigen Menschenwesen abgerichtet wurden, das senkt die Hemmschwelle bei der Einführung von Maschinenwesen. Sind also die Koreaner den Europäern voraus, weil sie das Know-How der künstlichen Zuchtmeister der Zukunft schnell bis zur Anwendungsreife entwickeln? Nein, sie hinken hinterher, sie pflegen immer noch das Trugbild einer technologisch "optimierten" Gesellschaft, die den Menschen entmündigt und im Ergebnis knechtet - es handelt sich um einen typisch asiatischen Enthusiasmus, er wirkt oft kindlich, aber er ist folgenreich. Allein für die seelenlosen Gefängnis-Nachtwächter tun sich gewaltige Märkte auf: Die USA werden gleich eine ganze Schiffsladung der Kontrolettis bestellen, möglichst mit griffbereitem Colt, denn in Amerika müssen Massen von Gefangenen bewacht werden - auch die zahlreichen Diktaturen auf der Welt könnten dankbare Abnehmer sein, und auch die Superreichen, sie würden die Roboter Tag und Nacht um ihre ausgedehnten Villengelände herumrumpeln lassen - eine geniale Erfindung der Koreaner.
das wirft interessage fragen auf. auch gefangene haben menschenrechte. was, wenn roboter also gegen menschenrechte verstoßen, wenn sie z.b. nicht auf aufruf aus einer zelle (notfall wg. krankheit, etc.) nicht reagieren, oder nicht so reagieren, wie das menschliche wärter tun müssen, bzw. können, weil sie eben über einen persönlichen erfahrungsschatz verfügen. ein roboter wird niemals eine solche differnzierung vornehmen können.

gerade was den einsatz in den usa angeht. da werden sicher bei so manchem feuchte träume wahr. auf der anderen seite, dürfte der einsatz solcher roboter nicht mit der verfassung in einklang zu bringen sein. ich könnte mir eine musterklage vorm obersten gerichtshof "ich habe das recht auf einen mensch als gefängniswärter" als nicht unwahrscheinlich vorstellen.

das argument der alterndend bevölkerung zieht übrigens nicht. da durch permanente technische entwicklungen viele berufe einfach aussterben und der personalbedarf dazu ebenfalls. insofern ist eine alternde bevölkerung nicht unbedingt von nachteil. wenn z.b. arbeitsplätze in der verpackung durch technischen fortschritt wegfallen, könnte man, bevor man die noch arbeitsfähigen zur arbeitslosigkeit verdammt, ihnen arbeit im gesundheits- oder justizbereich anbieten.

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Anaconda666 27.11.2011, 17:58
5. ...

Zitat von Ylex
Dazu gibt es nur einen Kommentar: grässlich. Häftlinge können sich gegen Menschenführung durch Maschinen nicht wehren, deshalb werden die Roboter im Gefängnis ausprobiert - dementsprechend betrachten die Konstrukteure ihre Machwerke auch nur als Vorstufe zu ihrem breiten Einsatz in anderen Bereichen. Naheliegend wären zum Beispiel geeignete Betriebe: "Mein Chef ist ein Roboter." Viele lebendige Chefs verhalten sich jetzt schon wie Roboter, weil sie zu roboterartigen Menschenwesen abgerichtet wurden, das senkt die Hemmschwelle bei der Einführung von Maschinenwesen.
Nicht grässlich, sondern z.B. in Brasilien Menschenleben rettend! Gibt es z.B. eine Gefängnisrevolution dann können die Gefangenen gerne die Funkgesteuerten Roboter "gefangen nehmen". Das wird dann niemanden kratzen.

Diese Roboter patrouillieren keine harmlosen Studenten, sondern Verbrecher!

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Kalle Bond 27.11.2011, 18:02
6. Gefängnisroboter

... können die nicht gleich bei Harry Potter ein paar Dementoren einkaufen? Demnächst werden die Roboter noch mit Schußwaffen und Laserkanonen ausgerüstet, natürlich nur zur Verteidigung der freiheitlich demokratischen Grundordnung.
Hört sich an wie ein Hauch von 2084!

Grüße Kalle Bond

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super_nanny 27.11.2011, 18:15
7. #

Zitat von inci
das wirft interessage fragen auf. auch gefangene haben menschenrechte. was, wenn roboter also gegen menschenrechte verstoßen, wenn sie z.b. nicht auf aufruf aus einer zelle (notfall wg. krankheit, etc.) nicht reagieren, oder nicht so reagieren, wie das menschliche wärter tun müssen
Wie soll eine Maschine einen Rechtsverstoß begehen können? Mein Auto ist ja auch nicht dafür verantwortlich wenn die Bremsen versagen und es einen Fußgänger umfährt, sondern ich, der Fahrer.

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anomie 27.11.2011, 18:29
8. Wie kommen sie auf so etwas?

Zitat von inci
das wirft interessage fragen auf. auch gefangene haben menschenrechte. was, wenn roboter also gegen menschenrechte verstoßen, wenn sie z.b. nicht auf aufruf aus einer zelle (notfall wg. krankheit, etc.) nicht reagieren, oder nicht so reagieren, wie das menschliche wärter tun müssen, bzw. können, weil sie eben über einen persönlichen erfahrungsschatz verfügen. ein roboter wird niemals eine solche differnzierung vornehmen können. gerade was den einsatz in den usa angeht. da werden sicher bei so manchem feuchte träume wahr. auf der anderen seite, dürfte der einsatz solcher roboter nicht mit der verfassung in einklang zu bringen sein. ich könnte mir eine musterklage vorm obersten gerichtshof "ich habe das recht auf einen mensch als gefängniswärter" als nicht unwahrscheinlich vorstellen. das argument der alterndend bevölkerung zieht übrigens nicht. da durch permanente technische entwicklungen viele berufe einfach aussterben und der personalbedarf dazu ebenfalls. insofern ist eine alternde bevölkerung nicht unbedingt von nachteil. wenn z.b. arbeitsplätze in der verpackung durch technischen fortschritt wegfallen, könnte man, bevor man die noch arbeitsfähigen zur arbeitslosigkeit verdammt, ihnen arbeit im gesundheits- oder justizbereich anbieten.
Im artikel steht es doch: der robotor ist quasi eine wandelnde kamera und notfall-telefon. Da gibt es kein problem, außer das es immer welche gibt, di egleich "ahh" und "ohh" schreien..

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Herman Winterthal 27.11.2011, 18:32
9. 620 Stück bestellen!

Wir könnten ein paar Bundestagsroboter bestellen. Für die Parteien- und Finanzdiktatur dürften der blecherne Abgeordnetenersatz keinerlei Problem darstellen.

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