Forum: Netzwelt
Empörung im Digitalzeitalter: Geschrei?! Wir verbessern gerade die Welt!
Getty Images

Gefühlt wird sich im Netz ständig aufgeregt: "Shitstorm" und "Hexenjagd" hier, nerviger Tumult dort. Doch oft täuscht der erste Eindruck. Über das Geheimnis der Weltverbesserung durch soziale Medien.

Seite 1 von 10
dadubmix 19.07.2017, 13:43
1. Das Internet hat in der Tat das Potenzial, die Welt zu verbessern...

...wenn man sich nicht dauernd an irgendwelchen Lappalien aufhängen würde, anstatt die wirklich wichtigen Dinge zu thematisieren. Ach halt, das lässt sich ja schwer in 140 Zeichen pressen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nixproblem 19.07.2017, 13:44
2. Bald abgestumpft

Es gibt hier kein Geheimnis. Das ständige Hyperventilieren wird erst zur Gewohnheit und mittelfristig zum Überdruss - dann hat es sich.
Hier glaubt noch jemand an den Weihnachtsmann....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
IMOTEP 19.07.2017, 13:52
3. Hilfreich

Ein durchaus Interessanter und lesenswerter Beitrag von Lobo. Hilfreich wäre aber wenn er seine Gedanken etwas übersichtlicher formulieren würde, auch und gerade "Autisten" wären ihm sicher dafür dankbar.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wolle0601 19.07.2017, 13:56
4. Demokratisches Korrektiv?

Was ist demokratisch daran, wenn lautstarke, aktivistische aber eben doch Minderheiten den Diskurs bestimmen - mit Oldschool-Medien oft in der Rolle nützlicher Verstärker-Idioten? Demokratie lebt letztendlich davon, dass sich die Spinner und Wichtigtuer zu Null addieren. Wenn sie stattdessen mit ihren Minderheitenthemen Dauerlärm verursachen, wird es gefährlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rennflosse 19.07.2017, 14:02
5. Elitär vs inflationär

Früher konnte man Leserbriefe schreiben und wenn man Glück hatte, wurden sie auch gedruckt. Heute kann jeder irgendwo und irgendwie mitreden, aber die Inflation der Meinungsplattformen führt auch zur Ignoranz. Jeder darf etwas sagen, aber er erhält nur selten Aufmerksamkeit. So wie auf Youtube jeder etwas veröffentlichen kann, aber mit dem Risiko einer einstelligen Anzahl von Viewern.

Gut, wenn Betroffene mitreden können, wo es um sie geht. Die leichte Sprache scheint dafür aber ein schlechtes Beispiel. In ihrem Vereinfachungswahn überschreitet sie zu oft die Grenze zwischen Richtig und Falsch. Zu grobe Vereinfachung führt zu einer falschen Ansage. Insofern darf auch ein Kabarettist den Finger in die Wunde legen. Oder sind Wissenschaftler sakrosankt? Leichte Sprache kann ein Weg sein für Nicht- Muttersprachler und Lernbehinderte. Aber sie ist nicht das Ziel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
max_peck 19.07.2017, 14:06
6. Twitter: das perfekte Medium für Dramaköniginnen beiderlei Geschlechts

Leute, die einsam vor ihrem Computer oder an ihrem Smartphone sitzen und Soundbites von maximal 140 Zeichen "liken", verbessern die Welt? Da zeigt sich leider die maßlose Selbstüberschätzung des Netz-Aktivisten. Das Internet als Ganzes verändert die Welt radikal und verbessert sie auch, keine Frage. Ob die sogenannten "sozialen Medien" so eine tolle Sache sind, darf dagegen bezweifelt werden. Mein Eindruck ist eher, dass durch die Anonymität und die Kürze der Beiträge die Diskussionskultur und die Aufmerksamkeitsspanne immer mehr verfallen. Twitter ist das perfekte Medium für Dramaköniginnen beiderlei Geschlechts - zu viel mehr taugen derlei Dienste leider nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
BinselberForscher 19.07.2017, 14:08
7. ABA-Bashing ist falsches Beispiel

Das Beispiel "ABA" ist genau das falsche, denn hier wurde ein Strohmann aufgebaut (den Sascha Lobo gedankenlos perpetuiert, statt sich aus erster Hand zu informieren, z. B. hier: http://www.melodycenter.ch/german/links/news/article/list/Wissenschaftlich_erprobte_lernpsychologisch_fundie rte_ABA-basierte_Behandlungen.pdf - gute Journalisten informieren sich unabhängig, Herr Lobo!), der dann bequem angezündet werden konnte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
alangasi 19.07.2017, 14:10
8. Kann sein. kann aber auch nicht sein.

Schöne Beispiele hier. Aber für was? Für "Empörung sicherlich nicht. Sonder für dauerhaftes Arbeiten an einem Thema. Das hat mit der "Dauermoralisierung " a.k.a Geschrei so vieler Medien/Politisch engagierten / Gelegenheitstwitter / Wutbürger nichts zu tun. Sondern mit Konzentration und Know How. Zweig die Frau Dut und Herr Bart leider nicht aufbringen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jayjayjayjay 19.07.2017, 14:17
9. Die Ehe für alle

Ist seit zwei perioden koaltionsvertraglich zugesichert und findet seine Umsetzung erst in der nächsten, wenn Alles gut geht. Sie ist mit nichten durch das Demokratische Korrektiv Betroffener sondern allein dirch Parteipolitische Interessen begründet, keinen anderen Schluss lässt der Zeitpunkt der Umsetzung zu.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 10