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Entscheider statt Terminator: Warum wir oft ein falsches Bild von künstlicher Intelli
AFP

Oberschlauer Computer strebt Weltherrschaft mit Killerrobotern an - so funktionieren immer noch viele Hollywood-Stoffe. Experten warnen, dass dieses verzerrte Bild von künstlicher Intelligenz ernste Folgen haben kann.

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steffenkroll 14.03.2019, 14:21
1. Das Brechen der eigenen Regeln

Was ich selber denk und tu, trau ich auch den andren zu. Ebenso verhält es ich mit künstlicher Intelligenz. Wir haben Angst vor KI gesteuerter Technik, weil wir Menschen davon ausgehen, dass die KI so egoistisch, sadistisch und asozial programmiert sein wird, wie wir uns meist selbst verhalten. Genau so kann es kommen, wenn Menschen programmieren, die egoistischen Prinzipien folgen. Programmieren aber sozial eingestellte Charaktere, wird die KI-Basierte Zukunft wunderbar sein!

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ebieberich 14.03.2019, 14:23
2. Schoener Artikel

Vor allen Dingen weil heute fast jeder mit angeblicher KI Werbung macht, obwohl die Steuerung nicht besser ist als ein Windows Betriebssystem. KI ist aber schon etwas mit dem man vorsichtig umgehen sollte, vor allem wenn der "Entscheider" grosse Entscheidungen im Bankwesen oder Militaer treffen sollte. Zwar ist jede auf heutigen Chips und digitaler Logik basierende KI niemals in der Lage Bewusstsein und Gefuehle zu entwickeln, aber auch die "Zombie" KI kann mal nicht funktionieren oder zum Missbrauch programmiert werden. Richtig gefaehrlich wird es erst, wenn KI ihr eigenes Bewusstsein und Gefuehle entwickelt, dann agiert sie aus eine schwer zu kontrollierenden Motivation heraus. Dass das schief geht, kennen wir ja vom Menschen schon. Daher sollten Experimente mit "bewusster" KI in aboluter Quarantaene durchgefuehrt werden.

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steffenkroll 14.03.2019, 14:31
3. Das Brechen der eigenen Regeln

... wir werden wundervolle Musik hören, die wir bis dato noch nicht hörten, wir werden betörende Bilder sehen, die wir uns bis zu diesem Zeitpunkt nicht vorstellen konnten, wir werden Produkte erleben, die bisher undenkbar waren für die mindere Intelligenz des Menschen ...

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ajantis 14.03.2019, 14:37
4. naja die Frage ist doch, ab wann sprechen wir von einer "echten" KI?

Jeder etwas bessere Algorithmus wird heute KI genannt, weil es aktuell DAS Modewort in der IT ist.
Ein Programm was mir youtubevideos vorschlägt oder shoppingtips gibt ist in meinen Augen keine KI.
Von einer KI würde ich erst dann sprechen, wenn diese sich selbst bewusst ist und "selbständig" agieren kann. Stichwort Turing-Test usw.

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shardan 14.03.2019, 14:40
5. Der Artikel verzerrt ebenso!

Vorweg: Der Computer "HAL" in "2001-Odyssee im Weltraum" will nicht morden, er mordet, höchst erfolgreich die gesamte Besatzung bis auf einen oder zwei. Ansonsten sind die Beispiele für KI im Artikel bemerkenswert. Die Auswahl bei Netflix usw? Das ist ja auch das Ausspielen von "zielgerichteter Werbung" auf etlichen Platformen... Wenn das das Resultat für KI-Entscheidungen ist, danke ich aber recht herzlich, so viel Stuss kriege ich selten zu sehen. Von z.B. Kreditentscheidungen hängt da deutlich mehr für die Menschen ab - auch da habe ich die Erfahrung gemacht, dass die getroffenen Entscheidungen mitunter reiner Hohn sind. Aber der Artikel redet in meinen Augen auch schön: Es wird bereits an KI-gesteuerten Kampfdrohnen entwickelt, die die KI zum Töten nutzen. Man muss sich vor Augen führen, dass eine KI nur bedingt nachvollziehbar agiert - selbst Experten können bei einer trainierten KI nach wie vor nicht sicher sagen, wie die Entscheidungen zustande kommen. Das wünsche ich mir bei keiner Waschmaschine, bei keinem "autonomen" Fahrzeug und erst recht nicht bei einer Kampfdrohne. Ich sehe KI durchaus als ein nützliches Hilfsmittel an. Eine KI kann bei der Diagnose von Krankheiten ein hervorragendes Hilfsmittel (!) sein - das letzte Wort muss aber auch da ein menschlicher Arzt haben.

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steffenkroll 14.03.2019, 14:51
6. Das Brechen der eigenen Regeln

...alles wird für uns Menschen dann wieder so unberechenbar, ja so fantastisch, dass wir entemotionalisierten Wesen uns wieder wundern, wieder träumen können. Erst mit Hilfe der KI finden wir wieder eine solch höhere Instanz, die uns auf Grund ihrer überdurchschnittlichen Leistungsfähigkeit, die Demut lehrt....

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sikasuu 14.03.2019, 15:06
7. Wir haben KEIN allgemeingültiges Bild von natürlicher Intelligenz,

... & irgendwer will uns KI verkaufen?
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Wie wäre es denn mal mit Klartext!
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IT soll (selbstlernend, was immer das auch ist) dabei helfen Vorentscheidungen aus einen von uns nicht mehr zu verarbeitenden "Datenwust" treffen.
Damit geben wir aber "Grundlagen" aus der Hand. Wenn IT als "Filter" vorgeschaltet wird (Kredit, Mieter, Einstellungen usw.), also z.B. von 100 auf 10 reduziert, besteht doch die Gefahr, das wir die wirklich spannenden "Fakten" gar nicht mehr zu sehen bekommen.
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Rasenmäher-Methode kann man das nennen.
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Und wenn das z.B. in einigen Bereichen klappt, wer kann verhindern, das diese Technik dann auch sicherheitskritische Entscheidungen trifft!
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Als wir "Körperkraft" durch "Maschinen" zweitrangig machten, heute kann man mit 2 Fingern Tonnen bewegen, war das wohl noch hinnehmbar.
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Wenn wir KI (was immer das auch ist) Vorentscheidungen treffen lassen, wird wohl kritisch für unsre Spezies!
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Der alte Satz aus den 79gern. bekommt mit einmal ganz anderen Stellenwert.
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"Gnä Frau, mein Herr, wo, bei wem lassen sie denn denken?"
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Mal was zum Hintergrund, ist lehrreich:
https://www.arte.tv/de/videos/057414-001-A/das-raetsel-unserer-intelligenz/

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patberlin 14.03.2019, 15:12
8. Elektronenhirn

...letztens lief irgendwo ein alter Louis de Funes Film. Irgendwo war da ein Elektronenhirn am Start, welches mit Roboterstimme irgendwas rumratterte... so ungefähr stellt sich der gemeine, deutsche Intellektuelle - geschärft durch Derrida und Lacan - die KI vor. Je nun, mit Theologen soll man halt auch nicht über Dampfmaschinen reden....

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sikasuu 14.03.2019, 15:22
9. Vielleicht nicht über deren Konstruktion! Mit Humanwissenschaftlern...

Zitat von patberlin
(...) Je nun, mit Theologen soll man halt auch nicht über Dampfmaschinen reden....
.. aber dringend über die Technikfolgeabschätzung! Dazu gehören mMn auch Theologen, selbst wenn ich die persönlich genau so wenig zur Wissenschaft zähle wie Ökonomen !
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Von Technikraten& Bussines-Freaks kann man auch nicht erwarten, das die die Umwälzungen die ihre Technik bringen kann, übersehen können. Die sind, wie alle "engen Fachdisziplinen" oft kurzsichtig & Betriebsblind.
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Sieh dazu auch Rober Oppenheimer & Co!

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