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Entscheidung zur Netzneutralität: Obama dankt, Verizon wütet
AFP

Die FCC-Entscheidung zur Netzneutralität in den USA begeistert nicht jeden: Während sich Barack Obama bei Internet-Aktivisten bedankt, schimpft der Kabelnetzbetreiber Verizon in Schreibmaschinenschrift. Die Reaktionen im Überblick.

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Knuffelbeest 27.02.2015, 12:01
1. Worum es wirklich geht

ist natürlich staatliche Kontrolle über das Netz durch die FCC. Bisher ist überhaupt niemand im Netz ausgebremst worden, und das wäre auch überhaupt nicht zu erwarten. Im Gegenteil, das Netz ist für alle in den letzten Jahren weitaus schneller geworden.

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jorgos 27.02.2015, 12:09
2. Schließlich schuldet man was!

Die Konservativen stützen natürlich die Kabelbetreiber, schließlich wollen die Kohle machen - und dann hoffentlich Parteispenden zahlen. Es ist schon zuweilen putzig, wie reflexartig manche Lager reagieren.

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kuac 27.02.2015, 12:13
3.

Niemand braucht Zwei-Klassen-Internet. Wir haben auch keine Zwei-Klassen-Strom oder Wasseranschlüsse.

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catcargerry 27.02.2015, 12:18
4. Schon ärgerlich

Da hat die FCC den Netzbetreibern doch einfach die Tür zur Goldgrube vernagelt. Ich bin ja gespannt, wie lange das hält.

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keinereiner 27.02.2015, 12:26
5.

Zitat von Knuffelbeest
ist natürlich staatliche Kontrolle über das Netz durch die FCC. Bisher ist überhaupt niemand im Netz ausgebremst worden, und das wäre auch überhaupt nicht zu erwarten. Im Gegenteil, das Netz ist für alle in den letzten Jahren weitaus schneller geworden.
Das ist Unsinn. Es geht nicht um Staatliche Kontrolle. Es geht darum, dass jedem Teilnehmer ob Webseitenanbieter mit seiner Deinstleistung und einfacher Server im Internet gleich behandelt wird und nicht der kleine Dienstleister keine Markteintrittchance hat, weil er es sich nicht leisten kann an den Netzbetreiber Unmengen Geld zu bezahlen, damit sein Service nicht dem Datenvolumen angerechnet wird oder mit Priorität im Netz zum Kunden kommt und somit ohne Ruckeln läuft. Wenn die etablierte Konkurrenz von Apple, Google, Amazon und Co. dies aber bezahlen kann ist die regeln des freien Markt ad absurdum geführt. Sprich der eingriff der FCC stellt gerade einen eingriff dar, dass der freie Markt erhalten bleibt und ist keine böse staatliche Kontrollmaßnahme.
Informiert euch doch tatsächlich mal bevor ihr was schriebt oder markiert bitte eure Beiträge als "Ich werde von der Telekommunikationsbranche bezahlt für meinen einseitigen Beitrag".

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bstendig 27.02.2015, 12:32
6. Doch,

---------Zitat von kuac: Niemand braucht Zwei-Klassen-Internet. Wir haben auch keine Zwei-Klassen-Strom oder Wasseranschlüsse. --------------

wenn Sie 10.000 Kubuíkmeter pro Tag entnehmen wollen, brauchen Sie entsprechende Leitungen. Der Rest kommt mit haushaltsüblichen Leitungsquerschnitten aus.

Und 2-Klassen Stromanschluß gibt es auch - die Zuleitung hängt von Ihrem Verbrauch ab. Wenn Sie mehr als ca. 15-20 kW an Verbrauchern gleichzeitig betreiben , knallt nämlich Ihre Hauptsicherung raus - dann müssen Sie bei Ihrem Lieferanten nach dickeren Leitungen fragen - das kostet natürlich Geld,was denn sonst.
Aber so ist es mit dem "Netzneutralitätsgeschwafel" - keine Ahnung von nix aber ständig die Klappe offen.
By the way: machen Sie kostenlos Überstunden?

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Freidenker10 27.02.2015, 12:32
7.

"Das Internet frei und offen zu halten"... Obama leidet zum Ende seine Präsidentschaft an Demenz, oder wie ist diese Aussage vor dem Hintergrund der Komplettüberwachung zu vertehen?

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hanfbauer2 27.02.2015, 12:41
8. Bin mal gespannt wie Mutti darauf reagiert...

Üblicherweise werden Vorgaben der Amis ja umgehend umgesetzt, egal ob es sich um Kriegsbeteiligungen oder Netzpolitik handelt.
Also wieder Arbeit für die Stöckchenholer in der Großen Koalition? Schön wärs!

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DrStrang3love 27.02.2015, 12:49
9.

Zitat von Knuffelbeest
Bisher ist überhaupt niemand im Netz ausgebremst worden, und das wäre auch überhaupt nicht zu erwarten. Im Gegenteil, das Netz ist für alle in den letzten Jahren weitaus schneller geworden.
Das ist falsch. Einige Beispiele: Spezielle Protokolle wie BitTorrent wurden (und werden meines Wissens nach zum Teil immer noch) von diversen Netzbetreibern massiv ausgebremst. Streaming-Dienste von ausgesuchten Anbietern wurden von einigen Netzbetreibern von Bandbreitenbegrenzungen ausgenommen (spezielles Beispiel: Xbox-Streaming bei Comcast). Gleichzeitig arbeite(te)n mehrere Netzbetreiber an konkreten Plänen, gestaffelte Bandbreitenleistungen einzuführen: wenn der Serviceanbieter nicht dafür bezahlen will, würde sein Dienst gezielt ausgebremst.

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