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Eric Schmidt über soziale Netzwerke: Googles private Meldestelle

Eric Schmidt redet Klartext: Google habe sein soziales Netzwerk als "Identitätsdienst" konzipiert. Deshalb sei der echte Name Pflicht für Nutzer von Google . Wer damit ein Problem hat, soll eben draußen bleiben.

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maipiu 29.08.2011, 14:58
1. Zitat:

"Einige Menschen sind einfach böse und wir müssen in der Lage sein, sie zu identifizieren und herunterzustufen."
Ist die Frau naiv, dämlich oder gefährlich? Falls sie wirklich meint, "böse Menschen" durch Abschaffung der Anonymität im Internet vom ihrem bösen Tun abhalten zu können, dann ist sie mehr als dämlich.
Im Gegenteil: mit dem gläsernen Menschen im Internet öffnet sie Missbrauch Tür und Tor.
Aber schön zu sehen, dass da mal wer Klartext redet.
Man weiß, woran man ist.

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Mort 29.08.2011, 15:19
2. Zeiten ändern sich. Minimal.

Zitat von roterschwadron
Werden dann die USA ihren besonderen Verpflichtungen Israel gegenüber nachkommen und gesetzlich vorschreiben, daß Profile jüdischer Mitglieder zwingend mit einem Asterisk (*) gekennzeichnet werden müssen?
Aber nicht doch, diese Zeiten sind vorbei. Heutzutage werden islamische Mitglieder mit einem Halbmond gekennzeichnet. Außerdem Frauen mit zu wenig abgedeckter Haut (v.a., wenn sie bereits an einem Slutwalk teilnahmen) mit einer Stalker-Zielscheibe und gemobbte Nerds mit einer Brille.

(Brauche ich Sarkasmus-Tags?)

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seduro34 29.08.2011, 15:22
3. Genau!

Ich finde es es wirklich mal an der Zeit, das diese Pseudonyme aufhören. Das bringt der Polizei und dem FBI nur unnötige Mehrarbeit, wo es doch manchmal schließlich um Sekunden geht. Wenn der Trailer von Ice Age 4 illegal gedownloadet wurde, dann muß unmittelbar gehandelt werden, um eine wirksame Abschreckung für alle mutmaßlichen Nachahmer vorzuhalten. Verdächtig macht sich jeder, der sich den Clip mehr als 2 mal anschaut. Dem kann dann schon mal eine Gefährderansprache per E-Mail zuteil werden.

Also an alle Downloader - äh User, ab heute wird sich nur noch mit dem Klarnamen angemeldet. Alle die das nicht tun, werden abgemahnt, da sie mit diesem Vergehen ganz klar erkennen lassen, das sie etwas zu verbergen haben. Bei weiterem Fehlverhalten gibt es eine Internetsperre, gestaffelt nach der Länge der Verweigerung.
Ach und natürlich gilt die Klarnamenanmeldung auch für alle einschlägigen Erotik- und Pornoseiten.

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dr.u. 29.08.2011, 15:32
4. So isses!

Zitat von sysop
Eric Schmidt redet Klartext: Google habe sein soziales Netzwerk als "Identitätsdienst" konzipiert. Deshalb sei der echte Name Pflicht für Nutzer von Google . Wer damit ein Problem hat, soll eben draußen bleiben.
Ich habe damit ein Problem, ich bleibe draußen!
Ich lade hiermit alle Leser ein es mir gleich zu tun.
Habt auch ihr ein Problem mit sozialem Striptease nach den Regeln schlecht kontrollierter, hegemonialer, nicht demokratisch legitimierter und weder der Executive, Judikative oder Legislative angehörender Konzerne?

Schreib ein letztes Posting an eure 20.000 Freunde, dass ih in Zukunft wieder über die Bekannte E-Mailadresse oder Telefonnummer erreichbar seid (wer beides nicht kennt, tut dieses wohl auch aus gutem Grund) und löscht euer Profil.
Ihr werdet sehen, mit einem Mal ist viel mehr Zeit für die Schönen Dinge des Lebens da:
* echte Freunde in Real World 1.0 treffen
* Guter Sex mit dem/der Partner/in
* ein gutes Buch lesen
* Plünderern und Randalieren im Fernsehen zuschauen, wie sie mit Gummiwuchtgeschossen beharkt werden
* einfachmal spazieren gehen
* wieder Zeit für Sport im Verein haben
* nicht ständig einem undefinierbaren Kommunikationszwang unterliegen
* mal wieder mit den Kindern spielen
* ...
(Die Reihenfolge der Aufzählung stellen keine Wertung dar)

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gunman 29.08.2011, 15:59
5. Big Brother durch die Hintertür

Wie sie jetzt auf alle einmal danach gieren "den User" mit richtigem Namen zu kennen. Der Staat, um überhaupt zu kontrollieren, was dort ja schon immer ein zwanghaftes Geschehen ist, egal ob Diktatur oder Demokratie, und die Web-Konzerne um endlich das echte Persönlichkeitsgold zu heben, das nötig ist, um Werbung und allen möglichen Scheiß sicher und nach Möglichkeit gegen Gebühren direkt an den Mann zu bringen.
Bemerkenswert auch, dass, nachdem die "Kunden" von Google 10 Jahre „liberal" angefüttert wurden, dort jetzt damit begonnen wird, langsam die Schlinge zuzuziehen; von diesem menschenlieben, guten Konzern.

Mal sehen, wie sich das WEB wehrt und ob. Meine Prognose, in 10 Jahren haben wir den Datenchip mit allen relevanten persönlichen Daten, den wir in den PC einführen müssen, bevor dieser online gehen kann. Und in 20 Jahren bekommen wir den Chip in den Hintern appliziert, damit man sowieso weiß, was wir gerade tun und wo wir sind und ob jemand Fieber hat.

Nichts, was zur Kontrolle möglich ist, wurde je unterlassen und das Argument, einer sicheren und besseren Welt, hübsch durch die Medien aufbereitet, verbreitet über Angst und Schrecken, wenn man sich der persönlichen Enderfassung nicht beugt, ist durch die Durchschnittsdumpfbacke sowieso nicht zu entkräften.

Big Brother wird also kommen, nur wird das Ding nicht Televisor sondern WEB 10.0 heißen.

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Freemedia 29.08.2011, 16:03
6. Unnötige Aufregung

Die Logik von Google ist doch vollkommen nachvollziehbar. Das Unternehmen eröffnet einen Idenditätsdienst und ein Idenditätsdienst schließt Anonymität nunmal aus.
Wer Anonymität bervorzugt, kann die an so vielen Stellen im Netz haben, da besteht nun wirklich überhaupt kein Mangel.
Abgesehen davon, dass es im Netz wenn's drauf ankommt kaum eine wirksame/wirkliche Anonymität gibt, aber das steht auf einem anderen (technischen) Blatt.

Das Argument, dass irgendwann die Freunde bei Google+ sind und somit ein Zwang entsünde, ist ein hohler Witz. Ich persönlich bin bis heute nicht im Facebook-Netzwerk vertreten und hatte dadurch wirklich nie einen Nachteil. Meine Freunde wissen und berücksichtigen es. Sind halt echte Freunde, keine Klickammlung.
Bei Google+ bin ich einer der ersten gewesen, die sich um eine Einladung bemüht haben. Mich überzeugt einfach die Möglichkeit, als einzig öffentliches Datum meinen Klarnamen angeben zu müssen. Weitere Daten muss ich weder angeben noch mit irgendjemandem teilen. Aber es steht mir frei, das zu tun. Und zwar ganz gezielt, das kann ich pro Kontakt steuern, was dieser über mich sieht und was nicht.

Das ist der Google-Deal: Der Klarnamen ist das Muss, alles andere ist das Kann.

Und wer den Klarnamen nicht angeben möchte, der darf sich eben woanders ein Netzwerk suchen - da gibt's genug. Das wird niemandem wehtun der Google+ nutzt und Google selbst auch nicht.

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Olaf 29.08.2011, 16:23
7. .

Zitat von sysop
Eric Schmidt redet Klartext: Google habe sein soziales Netzwerk als "Identitätsdienst" konzipiert. Deshalb sei der echte Name Pflicht für Nutzer von Google . Wer damit ein Problem hat, soll eben draußen bleiben.
Der Wert der gehandelten Userdaten ist ja auch viel größer, wenn dahinter echte Namen und Adressen stehen.

Damit wird es einfacher ein Produkt wie Google+ über Werbung zu finanzieren. Die Werbekunden können dann z.B. ja genau sehen, wer auf ihre Werbung geklickt hat und sie können Abgleiche mit anderen, vorhandenen Adressdatenbeständen machen.

Der Wert solch einer Seite steigt sofort gewaltig. Kein Wunder, dass die Anbieter alle die Abschaffung der Anonymität im Internet fordern.

Das ist eine Goldgrube.

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psypunk 29.08.2011, 16:30
8. ...

"Einige Menschen sind einfach böse und wir müssen in der Lage sein, sie zu identifizieren und herunterzustufen." (Erik Schmidt) - oh gott, wie dämlich manche menschen sind, deren schlichtes weltbild ist beängstigend böse!

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Thyphon 29.08.2011, 16:50
9. Wtf?

Was zum Geier ist ein Identitätsdienst?!

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