Forum: Netzwelt
Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte: Forenbetreiber haftet für Beleidigungen
Corbis

Im Forum einer Nachrichtenseite wird jemand beleidigt und bedroht, die Posts werden kurz darauf entfernt. Doch der Mann verlangt auch noch Schadensersatz. Zu Recht, urteilte nun der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte.

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robin-masters 16.06.2015, 17:27
210. Sascha Lobo

gegen dieses Gesetzt war alles bisherige ein Witz!

Jetzt ist Aufstand wahrhaft angesagt Herr Lobo!

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santoku03 16.06.2015, 17:27
211. Und was hat das mit dem Urteil zu tun?

Zitat von keinereiner
Und ich denke es ist jeden von uns schon passiert, dass komplett unbedenkliche Beiträge es nicht durch die Freischaltung geschafft haben.
Und was hat das mit dem Urteil zu tun? Da ging es um Beleidigungen und unwahre bzw. nicht beweisbare Tatsachenbehauptungen, nicht um "komplett unbedenkliche Beiträge". Und sagen Sie nicht, der Unterschied sei Geschmacksache. Das ist eben nicht der Fall.

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KarlRad 16.06.2015, 17:28
212. Vergleiche sind falsch!

Zitat von hartmannulrich
Das Urteil weist auf etwas hin, was die, die sich stolz als Eingeborene des Internets bezeichnen, oft nicht sehen (die Kommentare beweisen es): Das Internet ist kein Raum, sondern ein Apparat. Wer auf seiner Webseite Kommentare veröffentlicht, stellt nicht nur Platz dafür zur Verfügung; er verbreitet sie. Der passende Vergleich ist also nicht der Flughafen, der Bahnhof oder die Kneipe, sondern die Zeitung mit Leserbriefspalte. Und Leserbriefe werden sorgfältig geprüft und redigiert, und niemand hat einen Anspruch darauf, daß sein Leserbrief auch veröffentlicht wird.
Ihr Vergleich hinkt aber auch gewaltig. Das Internet ist doch nicht mit einer Zeitung zu vergleichen. Es gibt nichts Vergleichbares und deshalb versteht es auch Keiner.

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Thomas Schnitzer 16.06.2015, 17:28
213.

Zitat von syn4ptic
Entschuldigung, aber das ist nicht korrekt. Der Forenbetreiber kann nur das aufzeichnen, was ich ihm liefere. Wenn ich meinen Originalpost über meinen regulären Anschluss poste, die Beleidigung über VPN/TOR/I2P dann wirds da u. U. ziemlich düster für die Forenbetreiber. Deshalb halte ich das Urteil auch für völlig realitätsfremd.
Es ist technisch betrachtet kein Problem, TOR-Adressen zu blockieren, da TOR die IPs der Exits über sein Control Interface herausgibt. Die Daten benutzt z.B. Vidalia für die Visualisierung des TOR-Netzes. Das wird bei I2P auch möglich sein. Die zieht man in Echtzeit in die eigenen Filter und das war's mit posten.

Macht übrigens einer der Inbegriffe der Freiheit seit Jahren: Wikipedia.

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muellerthomas 16.06.2015, 17:28
214.

Zitat von markus_wienken
Die Beleidigungen müssen gelöscht werden und das in einem entsprechenden Zeitrahmen (leider gibt der Artikel die Details zu dem konkreten Fall nicht her), das ist für einen Forenbetreiber durchaus zumutbar und auch mit meinem Rechtsverständnis zu vereinbaren.
Mal abgesehen davon, dass ich Beleidigungen allgemein für stafrechtlich schwierig erachte, sehe ich das grundsätzlich auch so. Die Zeitfrage wäre hier aber m.E. mit entscheidend. Und hier muss abgewogen werden: Dem betreiber muss eienrseits genügend Zeit gegeben werden, damit das auch technisch und personell machbar ist und zugleich muss es aber auch so schnell gehen, dass der Thread überhaupt noch beachtet wird. Schon nach wenigen Tagen dürften die meisten Thread so gut wie gar nicht mehr beachtet werden, dann macht das Löschen aber auch kaum noch Sinn.

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kodu 16.06.2015, 17:29
215. Hm ...!

Zitat von markus_wienken
Der Betreiber wird nur belangt, wenn er die Beleidigung nicht in einem entsprechendem Zeitrahmen löscht, wo ist das Problem?
Fraglich ist, ob der Betrieber die Forenbeiträge selbst im Auge behalten muss, oder ob es genügt, sie innerhalb einer z.B. 24h-Frist, nach expliziter Aufforderung bzw. Hinweis durch den Gschädigten zu entfernen ...?
Ich lese ersteres aus dem SPON-Artikel ...?!

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nic 16.06.2015, 17:29
216.

Um nicht von diesem Gericht belangt zu werden halte ich hier und Heute meinen Mund.

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santoku03 16.06.2015, 17:29
217. Ich vermische gar nichts

Zitat von muellerthomas
Hier vermischen Sie m.E. zwei Dinge: Eine Lüge (also wider besseres Wissen etwas objektiv falssches behaupten) ist etwas anderes als eine Beleidigung
Ich vermische gar nichts. In dem Urteil ging es um beide Sachverhalte und ich habe beide zitiert.

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kognitive-dissonanz 16.06.2015, 17:29
218. Europäische Laienrichtertum

So ein Irrsinnsurteil!
Was genau soll denn bitte "schnell genug" sein?
Das hebelt die Idee des Internets aus den Angeln :-(

Wenn man bedenkt, wieviel Geld die hohen Herren da für traurige Denkleistungen erhalten - welch eine Verschwendung.

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Yeti 16.06.2015, 17:29
219.

Zitat von KAdam
Ich gehe also mit einer anonymisierten IP in irgendein Forum, beleidige mich selbst und klage bei dem Betreiber auf Schadenersatz.
Es geht nicht um Beleidigungen von Foristen untereinander, sondern um Drohen von Foristen gegen Leute im wirklichen Leben.
Trotzdem ein vollständiges Banane-Gesetz.

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