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Facebook-Chef: Chinesischer Dissident geht mit Zuckerberg ins Gericht
AP

Mark Zuckerberg hat sich als Fan eines Buchs des chinesischen Staatschefs geoutet. Es ist nicht der erste Versuch des Facebook-Gründers, in den Beziehungen mit China für gute Stimmung zu sorgen. Dissidenten sind empört.

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Googolplex 09.12.2014, 16:38
1. Wo ist das Problem?

Nur weil hier mal zwei schlaue Köpfe nicht das übliche China-Bashing betreiben und mal die vielen guten Seiten sehen gibt es gleich einen Aufschrei.

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labbimen 09.12.2014, 16:45
2. Liebe Dissidenten und westliche Gutmenschen,

Meinungsfreiheit ist ein kostbares Gut. Und es steht Euch schlecht zu Gesicht, in China die mangelnde Meinungsfreiheit anzuprangern und gleichzeitig einem Herrn Schmidt oder Zuckerberg eben diese Freiheit verweigern zu wollen.
Ein Grund mehr,dass ich mir jenes Buch des Herrn Xi Jinping auch einmal zu Gemüte führen werde. Dank dafür!

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Kitujn 09.12.2014, 16:49
3. Kritik völlig unverschämt!

Die Kritik vom chinesichen Dissidenten ist für mich total daneben. Jeder kann die Bücher lesen, die er lesen will und diese Bücher mögen oder hassen. Auch kann jeder seine Meinung dazu frei äußern. Wenn das Buch von Xi Jinping Zuckerburg nun mal begeistert hat, warum soll er das denn nicht zugeben dürfen? Ihn wegen dieser Äußerungen so hart anzugreifen ist arrogant und engstirnig, weil es zeigt, dass man keine andere Meinung als die eigene gelten lässt.
Da hat der Herr Dissident wohl nicht ganz verstanden, was es mit der Rede- und Meinungsfreiheit auf sich hat.
Und die Aussage, Zuckerburg wisse nichts über China oder über Xi und sein Verständnis über China bewege sich auf dem Niveau eines Dreijährigen ist einfach absolut lächerlich.

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wo_st 09.12.2014, 16:56
4. Dank an die Foristen 1 und 2

Ich kenne das Buch nicht, aber es muss erlaubt sein seine Meinung frei zu sagen. Ansonsten sind wir in einer Diktatur von Gutmenschen. Ich will so eine Gutmenschdiktatur niemals.

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kellyx 09.12.2014, 16:57
5. Meinungsfreiheit?

Wo kämen wir da hin. Dafür haben wir doch unsere etablierten Meinungsmacher.

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t dog 09.12.2014, 17:00
6. China verstehen lernen

ist doch super. Oder müssen wir jedem Land gewaltsam unsere Staatsform der parlamentarischen Demokratie, notfalls mit Gewalt, diktieren? Siehe Lybien, Syrien...? Ausserdem wollen wir doch gute Geschäfte mit China machen. Frau Merkel zerpflückt ja auch nicht immer jeden US "Befreiungskrieg". Gute Geschäfte bedeuten einen Mehrwert für die ganze Gesellschaft. Das nennt man Realpolitik.

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Hornblower 09.12.2014, 17:12
7. Seid mutig

Gut so.
Ich mache das eigentlich auch so. Möchte mich aber dagegen wehren dies als einzige Form von Politik zu sehen. Aber es ist ein Teil davon.
Nur ist die Stadt - polis - heute größer, bzw. die Welt ein Dorf geworden.
Lasst die Russen in Ruhe und helfen wir uns gegenseitig Missstände aufzudecken, bzw. anzugehen.
Jeder Gefallene oder Eingekerkerte ist einer zuviel.
Und es gibt viele Wege, die uns zu-einander bringen.
Dorothee Sehrt-Irrek

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Mach999 09.12.2014, 17:24
8.

Zitat von labbimen
Meinungsfreiheit ist ein kostbares Gut. Und es steht Euch schlecht zu Gesicht, in China die mangelnde Meinungsfreiheit anzuprangern und gleichzeitig einem Herrn Schmidt oder Zuckerberg eben diese Freiheit verweigern zu wollen.
Sie haben ein sehr, sehr merkwürdiges Verständnis von Meinungsfreiheit. Meinungsfreiheit bedeutet, dass man ohne Angst vor staatlichen Sanktionen seine Meinung äußern darf. Meinungsfreiheit bedeutet auf keinen Fall, dass man jede Meinung unwidersprochen hinnehmen muss.

Herr Schmidt und Herr Zuckerberg haben das Recht auf ihre Meinung, und ich habe das Recht, diese Meinung sch... zu finden und dagegen zu argumentieren.

Dass Sie - wie auch andere Freunde von Autokraten - Meinungsfreiheit im Mund führen und darunter immer nur die eigene Meinungsfreiheit verstehen, ist sehr bezeichnend.

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Tron2002 09.12.2014, 17:25
9. totale Ignoranz

Die totale Ignoranz gegenüber dem Leid von Menschen in einer Diktatur den viele Westler heutzutage an den Tag legen, speziell die Deutschen, zeigt den moralischen Verfall des Westens in den letzten 20 Jahren in seiner Reinform und ist meiner Meinung nach eine Gefahr für den inneren Frieden der westlichen Länder. Das zeigte sich früher schon in den oftmals guten Wirtschaftsbeziehungen zu Diktaturen.

Von einer Diktatur nicht so schlimm finden und mit ihr zu paktieren ist es kein weiter Weg mehr diktaturähnliche Verhältnisse im eigenen Land errichten zu wollen, Leute die so denken sind keine richtigen Demokraten und das würden sie zeigen wenn es drauf ankommt wie es 1933 drauf angekommen ist.

Ausserdem festigt man mit solchen Beziehungen den Status Quo, man unterstützt diejenigen die die Diktatur am Leben erhalten. Man kann von den Opfern dieses Paktes schlecht verlangen das emotionslos hinzunehmen und sich moralisch zu verhalten wenn man selbst dazu nicht in der Lage war. Es ist also nicht nur unmoralisch, man erzeugt damit potentielle Feinde.
Das Problem hatten z.B. die USA 1979 im Iran, auch wenn die Mullahs danach selbst eine schabige Diktatur errichteten.

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