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Facebook-Chef über Datenskandal: Was Zuckerberg gesagt hat - und was nicht
DPA

Tagelang hat er geschwiegen, nun reagiert Mark Zuckerberg auf den öffentlichen Druck rund um den Fall Cambridge Analytica. Facebooks Gründer gibt sich schuldbewusst - lässt jedoch eine vielsagende Leerstelle.

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draco2007 22.03.2018, 14:16
1.

Das wird spannend. Mit dem endgültigen inkrafttreten der DSGVO am 25.05 diesen Jahres werden alle Unternehmen, die mit personenbezognen Daten von EU-Bürgern arbeiten gewungen bei der Einwilligung ALLE externen Datenverarbeiter anzugegen, die Zugriff auf die erhobenen Daten haben.

Diese Liste wird bei Facebook vermutlich extrem lang.

Ich kann grundsätzlich nur hoffen, dass die Datenschutzbehörden aufgrund der geänderten Strafen hart durchgreifen. Wird Facebook zur Höchststrafe verurteilt reden wir hier von 4% des weltweiten Umsatzes.
Ich hoffe ja, dass 160 Millionen Strafe endlich etwas bewirken.

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ptb29 22.03.2018, 14:18
2. Das Lesen von öffentlich zugänglichen Informationen aus Webseiten

ist kein Geheimnis. Das gab es schon bei Schüler-VZ usw. Die britische Firma hat die Facebook-Daten sortiert und ausgewertet, auch das ist kein Hexenwerk. Was soll Zuckerberg sagen? Wir verdienen viel Geld damit, dass unsere "unterbelichteten" Nutzer ihr Leben bei uns posten?

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mw12 22.03.2018, 14:26
3. Mit Spannung

kann man erwarten, ob Facebook dauerhaft Nutzer verliert, und sich die potentielle Kundschaft einer alternativen Plattform zuwendet. Das könnte der Börsenbewertung massiv schaden.

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cup01 22.03.2018, 14:30
4. Entschuldigung ist unglaubhaft

.. und damit ist nun auch niemandem mehr gedient. Wie wäre es statt dessen damit allen Dritten den Zugriff auf Facebookdaten zu verweigern und die entsprechend gewünschten Auswertungen nur noch nach vorheriger Prüfung von Facebook selbst ausführen zu lassen. Was Zuckberg vorschlägt wird nicht auf Dauer zu stämmen sein.
Andernfalls nicht nur die Aktie verkaufen, sondern auch den Account löschen oder nicht mehr benutzen.

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fehleinschätzung 22.03.2018, 14:37
5. Daten zu saugen ist doch sicherlich nicht

das Problem. Viel entscheidender ist, was damit gemacht wird und mit welchen "Ergebnissen" man oder Andere konfrontiert wird. In wieweit man mit meinen Daten die amerikanische Wahl gewinnen kann, weiß ich nicht. Viel entscheidender wird sein, ob es ausschließlich für harmlose Werbung genutzt wird (einmal nach rosa Gummistiefeln gesucht - erscheint überall Werbung für rosa Gummistiefel) oder ob man tatsächlich versucht Wahlen zu beeinflussen oder Kriege anzuzetteln. Also von mir aus darf Facebook weiter so viele Daten sammeln wie sie wollen, sofern uns dadurch keine "Nachteile" entstehen.

Vielleicht sollte Zuckerberg persönlich für den entstandenen Schaden aufkommen: dann wäre er mit allem anderen wohl fixer als jetzt...

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hausfeen 22.03.2018, 14:42
6. Och, droht Zuckerberg damit, dass FB kostenpflichtig werden könnte?

.Das soll er mal machen. Das wäre ein Segen für die Welt.

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Kurt-C. Hose 22.03.2018, 14:59
7. Sorry

Mir fehlt jedes Mitleid mit Leuten, die ihre Privatangelegenheiten im Internet veröffentlichen. Wer FB nutzt, ist selber schuld.

Ich warte nur auf den ersten Datenmissbrauchsskandal bei den Trotteln, die sich auch noch eine Elektrowanze freiwillig ins Zimmer stellen. Erich Mielke wäre vor Lachen nicht in den Schlaf gekommen...

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mimas101 22.03.2018, 14:59
8. Hmm Tja

Was Zuckerberg so großspurig ankündigt ist lediglich etwas Gesichtskosmetik.
Der Mann lebt davon die Menschheit mit Werbung zwangszubeglücken und der GEZ-Pflichtige darf dafür extra 200 Mio DM im Jahr dafür springen lassen das ein paar Daumen dort erscheinen.
Und wie holt man am meisten vom Werbetopf ab? Eben - man klaut des Nutzers Daten und katalogisiert sie dann. Und das ist und bleibt eine Goldgrube für die Werbemafia (die übrigens die Hälfte aller SPON-Artikel mit schöner Regelmäßigkeit Browser zum Abstürzen bringt weil da irgendwas illegales unter der Motorhaube versucht wird, die Taktik wurde bereits auf heise.de beschrieben).
Selbst wenn ein Äbb-Entwickler ausgeschlossen werden sollte und auch seine Server gesichtet wurden: Was hindert ihn daran sich erneut anzumelden, z.B. unter falschen Namen?

Auch ist das mit den Daten so eine Sache: FB klaut auch weiterhin alles, was nicht niet-. und nagelfest ist, zusammen, verzichtet darauf den Datenerzeuger als Urheber zu entlöhnen und verkauft die dann weiter. Selbst wenn plötzlich ein Detail fehlen sollte, die Werbemafia kann sich die dann aus anderen Quellen organisieren, dafür hätte aber Zuckerberg weniger Gewinn.

Fazit: Zuckerberg versucht das Desaster mit ein paar Lügenmärchen aus der Welt zu schaffen ums Renommee nicht gefährden was dann die Abwanderung von der datenspendenden Laufkundschaft nach sich ziehen würde.

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seine-et-marnais 22.03.2018, 15:03
9. Scheinheiliges Getue

Solange unter Artikeln in Spon noch grundsätzlich das 'f' angezeigt wird ist die ganze Kritik scheinheiliges Getue. Spon sollte diese Verbindung grundsätzlich löschen da sie ja nur dazu dient festzustellen welche Artikel der user liest und schätzt. Gleiches gilt für Twitter aber auch Amazon das so bequem angelegt ist dass man gleich über Spon bestellen kann. Oder ist diese Funktion eine Werbeleistung und gekauft von den entsprechenden Firmen?

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