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Facebook-Chef vor dem US-Kongress: Die große Zuckerberg-Show
AFP

Erstmals stellte sich der Facebook-Chef in einer Anhörung vor dem US-Kongress den kritischen Fragen von Abgeordneten. Dabei sorgte er für manche Überraschung - und war hinterher rund drei Milliarden Dollar reicher.

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Wolkenpumpe 11.04.2018, 05:29
1. Sehr schwacher Auftritt

Zuckerberg, das wurde meiner Meinung nach gestern wieder sehr deutlich, versucht weiter die ganze Sache auszusitzen. Das hat bisher wunderbar funktioniert und man konnte den Eindruck bekommen, dass er auch diesmal diese Strategie fährt. Das Gute daran ist, er wird so nicht aus der Kritik kommen! Zuckerberg hat in kurzer Zeit unglaublich viel Geld gemacht mit seinem Handel persönlicher Daten. Jetzt steht sein Geschäftsmodell auf dem Prüfstand und es wurde deutlich, Mr. Zuckerberg verteidigt das mit allem was er hat.
Die Gier hat viele Gesichter.

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raimondo.civetta 11.04.2018, 06:04
2. Wer hat die Macht?

Interessanterweise erwähnt auf beiden Seiten dieser Anhörung kaum jemand klar, dass die Mitglieder von Sozialnetzwerken, sowie die Konsumenten und eben auch die Wähler durchaus selbstbestimmende Eigenverantwortung hatten, haben und behalten werden. Politiker und Unternehmenslenker scheinen sich diskussionslos einig darin zu sein, den Grossteil der Bevölkerung als Schafe zu betrachten. Gestritten wird also nur um die Macht, in der Hoffnung dass die Schäfchen tatsächlich ohnmächtig sind und bleiben. Wollen wir das zulassen?

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hausfeen 11.04.2018, 07:13
3. Reich, reicher, gieriger, unverfroren.

Zuckerberg hat Cambridge Analytica die Daten geschenkt. Das war keine Sicherheitslücke, sondern eine Wahlkampfspende an Trump. Und eine effektive zudem, nicht mit Geld aufzuwiegen. DA ist der Skandal. Deswegen ist es auch unwichtig, ob 50 Miio User direkt betroffen sind oder 80. Betroffen sind wir ALLE auf der ganzen Welt, die wir mit diesem US-Präsidenten leben müssen

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trulala 11.04.2018, 07:13
4. Die Ohnmacht der Politik

Und wieder lässt Facebook ernsthafte Kritik auflaufen und drischt nichts als Phrasen. Das kennen wir ja so schon von se EU und aus Deutschland.
Man stelle sich einmal vor, dass es einen Unfall in einem Biotech Unternehmen gibt, mit Millionen Geschädigten unf der CEO fällt bei einer Anhörung nichts besseres ein als: wir arbeiten daran.
Unglaublich...

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jrcom 11.04.2018, 07:23
5.

Geht es eigentlich nur mir so? Ich kenne bei diesen Kongressanhörungen und Dieselkonferenzen das Modell des demokratischen Rechtsstaat, in dem alle Menschen gleich behandelt werden und eine Trennung der Gewalten liegt, nicht wieder.
Wenn ein Imbissbudenbesitzer gegen Gesetze verstößt, hört ihn nicht der Kongress dazu an, sondern er wird juristisch verfolgt. Gibt es Gesetzeslücken betr. den Schutz der Kunden von Imbissbudenbesitzer, dann wird der Imbissbudenbesitzer nicht eingeladen, an den notwendigen Regulierungen mitzuarbeiten, sondern dann werden Gesetze erlassen, an die er sich zu halten hat.
"Ich glaube, Sie sind aufrichtig" sagt ein Senator dem Facebook - Besitzer am Ende. Was soll so ein persönlicher Glaube? Geht es jetzt in Politik und Justiz um Charaktereinschätzungen?
Und was hat das mit den dringend erforderlichen Regulierungen zu tun?
Solche Charakterprüfungen kannte ich bisher nur aus einschlägigen Gesinnungsdiktaturen. Oder aus Japan: bei Fehlern im Amt muss eine moralische Demutsgeste her. Und dann kann das Theater im übrigen auch weitergehen.
Alles in allem: wir befinden uns an einem Tiefpunkt demokratischer Zivilisation.

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jrcom 11.04.2018, 07:31
6.

"Möglicherweise wollen die meisten Abgeordneten Zuckerberg und Co. deshalb eine letzte Chance geben, sich zu bessern."

Eine letzte Chance... Als hätten sie jemals die Absicht gehabt, Ernst zu machen. Dasselbe Schmierentheater wie die Dieselaffaire bei uns.

Wenn der Kongress politisch etwas ändern möchte, dann wendet er sich an den Präsidenten und nicht an Marc Zuckerberg.

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fatherted98 11.04.2018, 07:33
7. Nachdem...

...nun jeder weiß was Gesichtsbuch mit den Daten macht, die sie bekommen (ein Blick in die AGB wäre auch mal hilfreich gewesen)....ist doch jeder selbst Schuld der dort noch Mitglied bleibt. Alternative gibt es...und wenn auch nicht....dann kann doch jeder nun für sich entscheiden ob er seine Daten weiterhin Herrn Zuckerberg schenkt, der damit sein Vermögen mehrt oder nicht.
Löscht einfach eure Accounts und gut ist....und wenn nicht bitte nicht mehr meckern.

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gartenkram 11.04.2018, 07:48
8. Hauptsache

Show und sonst gar nichts. Wischiwaschi ... konkrete zusagen nicht vorhanden, zeit schinden um jeden preis, und hoffen, dass das meiste in vergessenheit gerät. Mit angeblich so tollen und qualifizierten mitarbeitern wird es JAHRE dauern, die datensicherheit zu gewährleisten? Wie lächerlich ist das denn? Uns was will ein senator denn tun (siehe schlusssatz im artikel)? Weg mit facebook auf möglichst vielen geräten und kündigung von werbeverträgen ... die einzige reaktion, die diese datenkrake verstehen wird.

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banker1 11.04.2018, 07:59
9. Die große Show des "Unschuldigen"

Die Goldman Marionette bläst zur nun offiziell genehmigten Totalzensur/Überwachung des 2 Mrd Nutzer Imperiums......, bloß schnell raus da.......

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