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Facebook-Chef vor dem US-Kongress: Die große Zuckerberg-Show
AFP

Erstmals stellte sich der Facebook-Chef in einer Anhörung vor dem US-Kongress den kritischen Fragen von Abgeordneten. Dabei sorgte er für manche Überraschung - und war hinterher rund drei Milliarden Dollar reicher.

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pfzt 11.04.2018, 08:08
10.

Ich freue mich jedes Mal darüber wie klein mit Hut diese großen Wirtschaftsführer vor einem Ausschuss des US Kongresses sind. Ausgerechnet das Land des entfesselten Kapitalismus bringt es als einziges zustande hochrangige Manager zu grillen oder auch mal für angemessene Zeit in den Knast zu werfen. Wieso klappt das hierzulande nicht?

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horstenporst 11.04.2018, 08:10
11.

Den neuesten Facebook Knaller hat SPON noch gar nicht bemerkt. Vor 2 Tagen gab Facebook bekannt: "Today, Facebook is announcing a new initiative to help provide independent, credible research about the role of social media in elections, as well as democracy more generally. It will be funded by the Laura and John Arnold Foundation, Democracy Fund, the William and Flora Hewlett Foundation, the John S. and James L. Knight Foundation, the Charles Koch Foundation ..."
Quelle: https://newsroom.fb.com/news/2018/04/new-elections-initiative/
Charles Koch Foundation? Ernsthaft Facebook? i360 ick hör dir trapsen.
https://www.politico.com/story/2014/12/koch-brothers-rnc-113359
Wer nicht spätestens jetzt seinen Facebook Account löscht, dem ist nicht mehr zu helfen!

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pepe83 11.04.2018, 08:37
12. Wo bleibt in der Diskussion der mündige Bürger

Wenn ich freiwillig meine Daten bei Facebook eingebe und die AGBs akzeptiere, weiß ich, dass meine Daten verarbeitet werden. Ich zahle den Dienst mit Daten. Davor muss mich weder die Politik noch Zuckerberg schützen. Zuckerberg sollte aber dafür sorgen, dass sich die Verwendung der Daten auf die in den AGB vereinbarten Szenarien beschränkt.

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Pneumoniahawk 11.04.2018, 08:49
13. Viel zu harmlos

Die Fragen haben doch nur an der Oberfläche gekratzt. Die meisten Senatoren waren nicht gut vorbereitet oder hatten wirklich keine Ahnung was das alles bedeutet. Oder waren Sie vielleicht selbst befangen? Das war für Zuckerberg doch ein Kinderspiel. Fragen über Fragen. Was ist mit den ganzen Geldströmen? Was ist mit den ganzen Verbindungen zu anderen Plattformen, Unternehmen, Politikern? Wann hat Facebook welche Daten an wen und warum verkauft? Welche Ideen hat er für die Zukunft? Alles total undurchsichtig.

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mensch0817 11.04.2018, 08:51
14. Ein wichtiger Punkt fehlt

Auch bei der gestrigen Anhörung - zumindest solange diese im deutschen Fernsehen übertragen wurde - ging es hauptsächlich um den Schutz privater Daten. Das ist zweifellos ein sehr bedeutender Punkt, denn es muss möglich sein, deren Nutzung einzuschränken oder ganz zu unterbinden, notfalls kompensiert durch entstehende Kosten (der Betrieb einer solchen Plattform kostet nun einmal Geld, das wurde auch gestern deutlich). Aber es gibt noch einen weiteren bisher sehr wenig beachteten Punkt, den ich für ebenso wichtig halte: Auch wenn die Nutzer der Verwendung ihrer Daten zustimmen, müssen wir uns diese Nutzung genau ansehen. Durch die Zusammenführung der Daten von sehr vielen Bürgern entstehen Auswertungs- und damit Beeinflussungsmöglichkeiten, die anders als die bisher existierenden Mechanismen wirken. Daraus resultieren eben auch z.B. Folgen für die demokratische Konstruktion unserer Gesellschaft - die mögliche Beeinflussung div. Wahlen und Abstimmungen wird gerade diskutiert. Eine solche Beeinflussung ist auch bei weit besserem Schutz privater Daten und mit Einverständnis der Nutzer möglich. Und daran ändert sich auch nichts, wenn die Auftraggeber von Werbung künftig möglicherweise genannt werden. Die Frage ist, ob und wie wir das in Zukunft wollen.

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jjcamera 11.04.2018, 09:20
15. wann lernen wir das endlich?

Zitat von pepe83
Wenn ich freiwillig meine Daten bei Facebook eingebe und die AGBs akzeptiere, weiß ich, dass meine Daten verarbeitet werden. Ich zahle den Dienst mit Daten. Davor muss mich weder die Politik noch Zuckerberg schützen. Zuckerberg sollte aber dafür sorgen, dass sich die Verwendung der Daten auf die in den AGB vereinbarten Szenarien beschränkt.
Weil eben genau diese Beschränkung nicht möglich ist. Wir alle glauben immer noch daran, dass man die Auswertung von Daten mit Gesetzen verbieten kann. Der Zug ist aber schon längst abgefahren.
Wer soziale Netzwerke nutzt, muss inzwischen wissen, dass seine Daten für jeden, der damit etwas anfangen will, zugänglich sind. Ausnahmslos.
Es gibt viele User, vielleicht sogar die meisten, die das nicht stört.

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dirkhs 11.04.2018, 09:36
16. Facebook

Zeigt klar das Denken wie es in der USA herrscht. Große Unternehmen sind böse wenn sie sich nicht auf Seite der Ermittlungsbehörden stelle, siehe Apple (Verschlüsselung), Gewalt ist in Ordnung, Feizügigkeit nicht ist schon lange so. Und das Abgreifen von Daten ist so lange in Ordnung wie es für die viel gepriesene Terrorismusabwehr sei. Jemand der Telegram benutzt ist schon verdächtig. Die Antworten von Zuckerberg waren nicht überraschend

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wasistlosnix 11.04.2018, 09:43
17. Was will man schützen?

Die Daten sind doch schon längst alle bekannt und verkauft. Oder denkt noch einer das es von ihm kein Datensatz auf dem Markt gibt.

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srinivasa.r.aiyangar 11.04.2018, 09:51
18.

Zitat von jrcom
Geht es eigentlich nur mir so? Ich kenne bei diesen Kongressanhörungen und Dieselkonferenzen das Modell des demokratischen Rechtsstaat, in dem alle Menschen gleich behandelt werden und eine Trennung der Gewalten liegt, nicht wieder. Wenn ein Imbissbudenbesitzer gegen Gesetze verstößt, hört ihn nicht der Kongress dazu an, sondern er wird juristisch verfolgt. Gibt es Gesetzeslücken betr. den Schutz der Kunden von Imbissbudenbesitzer, dann wird der Imbissbudenbesitzer nicht eingeladen, an den notwendigen Regulierungen mitzuarbeiten, sondern dann werden Gesetze erlassen, an die er sich zu halten hat. "Ich glaube, Sie sind aufrichtig" sagt ein Senator dem Facebook - Besitzer am Ende. Was soll so ein persönlicher Glaube? Geht es jetzt in Politik und Justiz um Charaktereinschätzungen? Und was hat das mit den dringend erforderlichen Regulierungen zu tun? Solche Charakterprüfungen kannte ich bisher nur aus einschlägigen Gesinnungsdiktaturen. Oder aus Japan: bei Fehlern im Amt muss eine moralische Demutsgeste her. Und dann kann das Theater im übrigen auch weitergehen. Alles in allem: wir befinden uns an einem Tiefpunkt demokratischer Zivilisation.
Die Kongressanhörungen sind keine Gerichtsverhandlungen, sondern eher öffentliche Untersuchungsausschüsse ohne richterliche Befugnisse, die nur der Sachverhaltsaufklärung dienen. Und dass der persönliche Eindruck, den eine befragte Person dabei macht, eine große Rolle spielt, kann nur jemanden verwundern, der sehr weltfremd durchs Leben geht.

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Fxxx 11.04.2018, 09:54
19. Alte Männer von gestern...

...lassen sich vorführen weil sie keine Ahnung haben passiert ist. Als würden Blinde von der Farbe reden. Die Gesetzgebung wird erst im digitalen Zeitalter ankommen wenn die jetzt junge Generation auf die bedeutenden Stellen nachrückt.

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