Forum: Netzwelt
Facebook und die US-Wahl: Zuckerberg will nicht schuld an Trump sein
REUTERS

Facebook steht unter Beschuss, weil das Netzwerk im US-Wahlkampf Lügen verbreitet und so wohl indirekt Trump geholfen hat. Gründer Zuckerberg nennt die Kritik "ziemlich verrückt" - dabei weiß er es selbst besser.

Seite 1 von 11
Phil2302 11.11.2016, 14:13
1. Nur nie an die eigene Nase packen

Es ist wirklich keine Idee zu dämlich. Hauptsache man findet irgendeinen Schuldigen, der nicht man selbst ist. Steile Thesen, die man hier jeden Tag aufs Neue liest. Ich erinnere mich noch gerne an die Zeit zurück, als die Flüchtlingskrise losging. Wasser auf die Mühlen der Rechten, so hat es jemand beschrieben, wie die EU mit dieser Situation umging. DAS hat den Stein ins Rollen gebracht, nichts anderes. Facebook gibt es schließlich schon länger. Die Verunglimpfung jedes Menschen, der die aktuelle politische und Wirtschaftssituation nicht gutheißt. DAS hat die Situation verschlimmert. Als Clinton von den Medien als Heilige dargestellt wurde. Das war dann der Sargnagel. Was wurde davor gewarnt, wie die Rechten in Amerika zürnen werden, wenn Clinton gewinnt. Jetzt passiert genau das gleiche, nur andersherum. Viele sind sprachlos, warum Trump Präsident werden konnte. Ich bin sprachlos, wie die Medien es einfach nicht schaffen, die Gründe hierfür zu erkennen. Gleich in der ersten Stunde hieß es ja: Weil Clinton eine Frau ist. Die Russen sind Schuld. Das FBI. Nur nie an die eigene Nase packen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hassenichtjesehn 11.11.2016, 14:16
2.

Als ich Ende der 80er behauptete dass ein Krieg in Europa nicht möglich ist war von Facebook natürlich weit und breit keine Spur. Nun bin ich aber anderer Meinung. Die sozialen Netzwerke haben mittlerweile eine solche Macht, dass einem angst und bange werden kann. Viele Menschen lassen sich nun mal leider gerne fremdsteuern. Das "Brexit" Beispiel ist der jüngste lebende Beweis.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vor.morgen 11.11.2016, 14:23
3. Zwei Fliegen auf einen Schlag?

Fast alle großen Medien haben bei der US-Wahl nicht ausgewogen berichtet. Clinton wurde dort viel besser dargestellt, als sie es in Wirklichkeit ist. Und Trump schlimmer als er es (hoffentlich!) sein wird.

Facebook lebt primär von den Kommentaren deren Nutzer. Und wenn man Facebook angreift, greift man den an, der dem einfachen Bürger erlaubt, seine eigene Meinung unter die Leute zu bringen. Man bestraft hier also den Boten und weniger die Nachricht.

Da es den Printmedien in den USA immer schlechter geht, sie zusätzlich noch mit ihrer Wahlhilfe für Hillary gescheitert sind, versuchen sie wohl nun, von ihrem eigenen Versagen abzulenken, in dem sie einen anderen Schuldigen suchen.

Gleichzeitig hoffen sie so, einen ungeliebten Konkurrenten schaden zu können. Denn viele Werbemillionen, die früher zu ihnen flossen, fließen heute zu Facebook.

Schlechte Wahlverlierer, die US-Massenmedien, würde ich meinen. Und auch weiter Freiheit für Portale, die auch den einfachen Leuten ein Sprachrohr sein können, fordere ich. In einer immer globalisierteren Welt dürfen nicht einige wenige (Großindustrie kauft Politik kauft Medien) die alleinigen Stimmungsmacher sein.

Das Internet, solange der Einzelne sich dort auf Plattformen vielen anderen mitteilen kann, ist ein Mittel der Demokratie gegen den Herrschaftsversuch der Oligarchie.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
swnf 11.11.2016, 14:23
4. Einfache Lösung

Für das Problem gibt es doch eine simple Lösung!
Einfach ein Bild mit folgendem Text in seiner Timeline posten: "Hiermit fordere ich Facebook dazu auf, mir in Zukunft keine Falschmeldungen mehr anzuzeigen. Meine Timeline gehört mir und ich will dort nur Dinge lesen, die auch wahr sind!"
Schon klappt das und die nächste Wahl wird wieder so ausgehen, wie man sich das vorstellt. Hirn einschalten ist auch weiterhin nicht nötig!
:)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bebreun 11.11.2016, 14:23
5. die Nutzer sind auch wesentlich beteiligt

Solange Frazebuckel derart viele Nutzer hat, die den Zuckerberg immer reicher machen, braucht sich niemand über die Einflußnahme beschweren. Jeder hat selber in der Hand, dort zu lesen, zu liken oder seinen eigenen Sermon abzusondern. Kollektiver Boykott wäre wesentlich wirkungsvoller als ein paar lapidare Sätze an den Zuckerberg.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
justice005 11.11.2016, 14:27
6. So langsam wird es lächerlich

Ich dachte, nur die "alten Männer" hätten Trump gewählt? Benutzen die überwiegend Facebook? Hat nicht vor 8 Jahren insbesondere Obama als erster von den sozialen Medien profitiert? Was mich am meisten erschreckt, ist die Tendenz, die beim Autos mitschwingt. Will der bestimmte Meinungen verbieten? Will er, dass nur eine Mainstream-Meinung geduldet und alle anderen verboten oder zumindest unterdrückt werden? Der Autor begibt sich selbst auf sehr gefährliches antidemokratisches Terrain. Zur Demokratie gehört es auch, dass man die Meinung anderer und auch ein Wahlergebnis akzeptiert, dass einem selbst nicht passt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sozialismusfürreiche 11.11.2016, 14:27
7. Verantwortung

Hr. Zuckerberg will für nie irgendwas Verantwortung übernehmen. Daher ist er damals auch gleich als erstes aus meiner Freundesliste geflogen als ich dort aufräumte ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
brotkernmehl 11.11.2016, 14:29
8.

Mal andersrum. Sollte denn Zuckerberg lieber sagen: "Dieser Kandidat gefällt mir nicht. Deswegen werden wir lenkend einschreiten?" Das kann ja nun auch nicht gewollt sein. Soll jetzt nicht bedeuten mir wird nicht auch übel, wenn ich daran denke wie Information nach den Präferenzen einer Person dargestellt wird und alles was dem widerspricht gefiltert wird.
Die unterschiedlichen Timelines sind nun wirklich auch keine Überraschung oder? Wenn die Nutzer selbst filtern würden/müssten, kann man sicherlich von einem ähnlichen Effekt ausgehen.
Ich denke es ist doch am sinnvollsten wenn die Nutzer hier selbst als Korrektiv auftreten. Dazu hätten aber eben auch Clinton Unterstützer aus ihren Blasen ausbrechen müssen um zu sehen was die andere Seite so treibt. Man muss auch mal die Diskussion suchen und nicht immer den Konvertierten predigen (preaching to the choir) um ein paar likes zu erhaschen.
Wenn man sich zu einer Wahl unbedingt auf Facebook informieren muss, dann sollte man doch beide Kanäle nutzen oder etwa nicht? Clinton abonnieren. Trump abonnieren. Die großen Netzwerke abonnieren. Ja, auch Fox. Fertig. Man muss seine Stimme nicht schon vor der Wahl verteilen und dann bis zum bösen erwachen in der eigenen Blase schlafen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
goethestrasse 11.11.2016, 14:30
9. Die redaktionellen Medien..

...insbesondere die öffentlich rechtlichen Sendeanstalten sind derartig der politischen Kaste hörig, dass es einen anwidert. HR-Info 09.11.2016 um 8.15 Uhr : sinngemäss : es ist ganz in Ordnung, dass politischen Verhandlungen im Hinterzimmer bzw. hinter verschlossenen Türen durchgeführt werden.
Viele Menschen haben keine Lobbyisten in Berlin, Brüssel oder sonstwo. Die wählen halt nur alle paar Jahre mal.
Facebook gibt die Meinung wieder, die in Leserbriefen, Call-in-Sendungen oder Internet-Foren nicht mehr durchkommt

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 11