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Fake-Bilder im Netz: Wenn Lady Di den Mittelfinger zeigt
Alison Jackson, Artist London

Zu spektakulär, um wahr zu sein: Im Netz verbreiten sich gefälschte Bilder rasant. Oft steckt ein lukratives Geschäft dahinter.

Holbirn 10.12.2016, 07:32
1. Gefälschte Bilder sind im Grunde wesentlich besser als Originale

Gefälschte Bilder sind im Grunde wesentlich besser als Originale, denn sie haben eigene Schöpfungshöhe, sind also ein eigenständiges Werk und erfordern deshalb nicht automatisch von sich aus Lizenzkosten an einen fremden Urheber. Das heißt, man spart Geld, massiv. Gleichzeitig kann man beliebig viele davon generieren und diese quasi automatisch rausdrücken - und je toter die dargestellte Person ist, desto weniger riskiert man eine Klage wegen übler Nachrede (defamation, libel). Ideal. Willkommen im postfaktischen Zeitalter.

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Affenhirn 10.12.2016, 08:04
2. Schade

Diejenigen, die diesen Artikel mal zu Herzen nehmen sollten, werden ihn sicherlich nicht lesen, weil viel zu viel Text. Und wie wurde schon unserem Ex-Kanzler Schröder in den Mund gelegt: "Verschonen Sie mich mit Fakten."

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ansv 12.12.2016, 17:49
3.

Als wäre "Geschichte" hier das Problem. Katastrophenbilder, die aktuelle Schlagzeilen beliebig illustrieren oder eine Sensation überhaupt erst erfinden - das erleben wir doch jeden Tag. Kinder aus Kriegsgebieten sind halt ein Reisser - normale Tote sind es nicht mehr. Prüfen oder hinterfragen? Dazu müsste man im Gehirn mehr Text verarbeiten, als in einen Tweet passt. Das scheint heute vielen zu mühsam...

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Fritz.A.Brause 12.12.2016, 19:40
4. Etikette...

...ist nicht so schwierig: "Lady Di" hat an ihrem Hochzeitstag aufgehört "Lady" Diana zu sein und wurde zur "Princess Diana". Vielleicht nur ein Detail, aber in England nimmt man das eher genau. Ein Grund auch für deutsche Journalisten sich guter Formen zu besinnen.

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