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Fake News: "Correctiv"-Redaktion soll Falschmeldungen auf Facebook richtigstellen
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Facebook steht in der Kritik wegen Falschmeldungen, die sich auf dem Portal rasant verbreiten. Jetzt soll das Recherchebüro "Correctiv" für den Konzern Lügengeschichten richtigstellen.

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peterauslev 15.01.2017, 12:12
1. Es bleibt zu hoffen,...

...dass sich davon auch die Leute beeindrucken lassen, die Facebook mittlerweile als Nachrichtenagentur wahrnehmen. Ich hoffe auch, dass sich der Sumpf der schlichten Lügen damit ein wenig eindämmen lässt und auch den schlichten Gemütern klar wird, dass es zwar 2 Meinungen zu einem Thema geben kann, aber nicht widersprechende Tatsachen. Auch in den "sozialen" Medien muss 2+2=4 ergeben, auch wenn jemand die 4 noch sehr verabscheut.

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der.b 15.01.2017, 12:19
2. Gute Sache

Kann man gleich noch auf unsere Medienlandschaft ausweiten, wenn wieder mal Sachverhalte verfälscht dargestellt werden (z.B. durch Weglassen von Wesentlichem Kontext) oder durch recht einseitige Bewertungen Meinung gemacht wird (Trump, AfD etc). Wäre hier eigentlich sogar noch mehr angebracht, da die Reichweite hier größer ist, und viele Menschen diese "Berichterstattungen" wegen dem offziellen Charakter immer noch ernst nehmen.

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JaIchBinEs 15.01.2017, 12:36
3. Ein Euro für jeden Post in soziale Medien und KI-Detektive

Die Seriosität der (scheinbaren) Nachrichtenquellen von Facebook, Twitter und Co. ist IMHO eine Farce.
Diese Portale sollten sehr viel strenger kontrolliert werden, ihre Benutzung gebührenpflichtig sein.
Mit dem Geld könnte die Authenti- und Identifizierung finanziert werden.
Das elektronische Finanzamt (elster) und Verkaufsportale machen das bereits, ohne Kreiditkarte sollte keine Anmeldung möglich sein.
KI-Automaten könnten zudem systematische Fake-Quellen aufspüren helfen.

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movfaltin 15.01.2017, 12:36
4. Stiftungsfinanziert

Genau da ist das Problem: die Stiftungsfinanzierung von Correctiv, etwa maßgeblich über die Bundeszentrale für politische Bildung (eine Behörde, die dem Innenministerium untersteht), ist mitnichten politisch unabhängig zu nennen. Zudem sitzen an den Hebeln vor allem Journalisten von Spiegel, Stern oder des Atlantikbrückenblattes Die Zeit - zum Glück aber ebenso ideologisch unverdächtige Gestalten wie Peter Schaar. Nur: Wo ein Großteil durch illegitime Praktiken im Newsbereich aufgefallen ist, besteht eben leider bei einem Teil der Involvierten die Gewissheit, dass Presseethos für sie keine Rolle spielt. Dass sich da irgendwann mal ein journalistisches Gewissen wiederbilden sollte, ist zwar möglich, aber wohl eher unwahrscheinlich. Schade. Chance vertan.

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kevinschmied704 15.01.2017, 12:38
5. leute ihr habt es in der hand.

boykottiert diese seite. bis sie endlich Geld in die Hand nehmen und durch Arbeitsplätze in Deutschland ein eigenes korrektiv aufbauen. wenn sie in den jeweiligen Ländern heimische Menschen dafür bezahlen, werden die Aktionen von Facebook auch wieder verständlicher. denn eins is ja mal klar, die Korrekturen stammen alle aus Asien und da hat man wohl ein anderes Verständnis. das is aber ein anderes Thema. was Facebook da jetzt macht ist nur billig ein Ersatz einzuschieben. wie soll diese kleine Firma bitte Kontrolle über die Themen bei Facebook erlangen? das ist ein Witz. am besten von dieser Schmuddel Seite fernhalten, da kommt nichts gutes mehr.

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doktorshivago 15.01.2017, 12:39
6. Um festzustellen ...

ob ein Inhalt strafbar ist, müsste erst eine Klage erhoben und diese vor Gericht positiv beantwortet werden. Am Ende der Operation ist es wohl so, dass die Verbreitung von Fake-News ein Privileg der etablierten traditionellen Medien bleibt, die um ihre "Gatekeeperfunktion" fürchten.

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k2517941 15.01.2017, 12:47
7.

Jeder sollte sich seine eigene Meinung bilden. Unabhängige Quellen können dabei helfen. Wie das geht lernt man in der Schule. Allerdings die gesamte Bewertung der Inhalte einer Stelle zu überlassen finde ich gefährlich. Ist ja schön, dass correctiv die Inahlte prüft. Aber wer prüft das correctiv? Correctiv 2? Wahrheit funktioniert nur in der Mathematik nach dem Schema 1+1=2. Fakten erfordern immer eine Debatte und einen Kommentar. Kommentare sind Meinungen und Hypothese und kommen ohne Debatte nicht aus. Auch Stiftungen sind von Geldgebern abhängig und wollen diese durch unliebsame Wahrheiten nicht verschrecken. Nix gegen Stabstelle der political correctness, aber davon gleich eine Drosselung der sozialen Medien abhängig zu machen? Nein bitte nicht. Ich möchte mir mein eigenes Bild machen. Bitte blendet mir die fake news auch weiterhin ein!

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BaldurMelcher 15.01.2017, 12:50
8. Gegen Zensur im Internet.

Ich bin gegen eine Internet-Zensur aus zweierlei Gründen:

1.)
Die Politiker haben sich zwecks Verschiessens verbaler Giftpfeile und Verbreitens von Lügen, vor allem beim Flüchtlingsthema, selbst mit dam Panzer der Immunität geschützt.
Einen (wenn auch löchrigen) "Immunitäts"-Schutz hat der "kleine Mann" jetzt im Internet, wenn er anonym bleibt. So kann auch er seine harmlosen verbalen Giftpfeilchen verschiessen.
2.)
Die Politiker reden uns schon jahrelang ein, Globalisierung sei Schicksal, und sie könnten nichts dagegen unternehmen. Im Falle der angestrebten Internet-Zensur tun sie jetzt plötzlich sehr wohl was gegen die Globalisierung. Weil sie es wollen. Weil sie sich selbst schützen wollen wie einst gegen die Blossstellungen durch die Stasi-Papiere.
Ich hoffe nur, die Globalisierung wird gerade in diesem Fall stärker sein als das das Gehabe der Volkszertreter.

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unzensierbar 15.01.2017, 13:07
9. Gefährlich

Kann gar nicht abwarten bis politische Botschaften gelöscht werden, weil sie nicht der Regierungslinie entsprechen.

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