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Fake News: "Correctiv"-Redaktion soll Falschmeldungen auf Facebook richtigstellen
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Facebook steht in der Kritik wegen Falschmeldungen, die sich auf dem Portal rasant verbreiten. Jetzt soll das Recherchebüro "Correctiv" für den Konzern Lügengeschichten richtigstellen.

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kuac 15.01.2017, 15:24
50.

Zitat von BaldurMelcher
Ich bin gegen eine Internet-Zensur aus zweierlei Gründen: 1.) Die Politiker haben sich zwecks Verschiessens verbaler Giftpfeile und Verbreitens von Lügen, vor allem beim Flüchtlingsthema, selbst mit dam Panzer der Immunität geschützt. Einen (wenn auch löchrigen) "Immunitäts"-Schutz hat der "kleine Mann" jetzt im Internet, wenn er anonym bleibt. So kann auch er seine harmlosen verbalen Giftpfeilchen verschiessen. 2.) Die Politiker reden uns schon jahrelang ein, Globalisierung sei Schicksal, und sie könnten nichts dagegen unternehmen. Im Falle der angestrebten Internet-Zensur tun sie jetzt plötzlich sehr wohl was gegen die Globalisierung. Weil sie es wollen. Weil sie sich selbst schützen wollen wie einst gegen die Blossstellungen durch die Stasi-Papiere. Ich hoffe nur, die Globalisierung wird gerade in diesem Fall stärker sein als das das Gehabe der Volkszertreter.
Es geht nicht um Zensur, sondern um Kennzeichnung der Falschmeldungen, die bewusst plaziert werden. Was dMit geschehen soll, das wird letztendlich Facebook selbst entscheiden.

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hockeyversteher 15.01.2017, 15:26
51. Und wieso soll das:

Zitat von joomee
Ihr Ansatz ist falsch. Es geht nicht um Zensur. Es sollte nur in der Anonymität das gleiche Recht gelten wie außerhalb des Netzes, wo Personen mit Personen zu tun haben. Und da gilt eben, dass Sie jemand anzeigen können der Sie wüst beschimpft und im Zweifelsfalle auch gegen Verleumdung anklagen können. Und das wird auch tagtäglich gemacht. Wenn Sie beispielsweise von einem Auto geschnitten werden und der Fahrer Ihnen dann noch hämisch den Stinkefinger zeigt, werden Sie wohl zu Polizei gehen sofern Sie einen Zeugen neben sich sitzen haben. Und wenn der Spiegel ihnen unterstellt, dass sie ihrer Firma Millionen gestohlen haben, können Sie den Spiegel wegen Verleumdung verklagen und nach Prüfung des Sachverhalts eine Gegendarstellung verlangen, wenn die Behauptung falsch war oder nicht bewiesen werden kann. Versuchen Sie dasselbe Recht mal im Netz zu auszuüben. Gehen Sie doch mal gegen eine Seite vor, die falsches über Sie behauptet oder gegen Fake-Profile auf Facebook, die Sie in aller Öffentlichkeit attackieren - oder vielleicht Ihre Kinder mobben. Es geht darum, dass Ihre Offline-Rechte auch online gelten müssen. Und um nichts anderes. Das hat mit Zensur nichts zu tun. Sie können weiterhin Merkels Flüchtlingspolitik oder den Vegi-Day der Grünen bis zum geht nicht mehr kritisieren. Aber ein Posting wie "Merkel/Kühnast gehören in die Gaskammer" oder ähnliches sollte für die Verbreiter genau die gleichen Konsequenzen haben wie wenn diese es in Berlin vorm Brandenburger Tor in die Menge schreien. Finden Sie nicht?
... heute nicht möglich sein?

Einen strafrechtsrelevanten Post kann man zur Anzeige bringen. Dem Staatsanwalt obliegt es dann, das Verfahren zu führen.
Mann nennt das Gewaltenteilung im Rechtsstaat.

Diese wird zunehmend ausgehebel - wenn staatlich subventionierte Organisationen sich in die Meinungsbildung einmischen. Glauben Sie in allem Ernst, dass solche Tätigkeiten dazu dienen, rechtsstaatlich zu wirken? Die AAS hat im letzten Jahr gut 3000 Anzeigen erstattet, von denen die Staatsanwaltschaft mehr als 85% wegen fehlender strafrechtlicher Relevanz noch nicht mal angenommen hat. Die dadurch veranlassten Löschungen in den sozialen Netzwerken bleiben trotzdem real.

So was kann nur funktionieren, wenn diesen Aufpassern ein Regulativ auferlegt wird. Also wenn jemand eine Löschung verlangt, und diese stellt sich als nicht durch Gesetze gedeckt heraus, hat dieser eine Strafe zu zahlen - pro nicht falscher Anzeige. Dann wäre die AAS heute wohl schon insolvent.

Hier werden Hexenjagden im Namen des Guten und Schönen stattfinden - ohne das jemand auch nur einen Beleg auf den Tisch gelegt hätte, dass Wahlen durch Fake-News, was auch immer das sein soll, beeinflusst wurden wären.

100 Mio Euro für den "Kampf gegen Rechts", die Frau Schwesig dieses Jahr aufwendet, werden wahrscheinlich zum übergroßen Teil dem Wahlkampf gegen die AfD dienen.
Sowas ist in einer Demokratie eigentlich undenkbar!

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.freedom. 15.01.2017, 15:27
52. Alles lesen. ...

Zitat von MotziLLa
Die ersten zwanzig geposteten Kommentare enthalten bereits sechs mal den Begriff "Zensur" in einer falschen Bedeutung. Facebook ist eine privatwirtschaftliche Organisation und kein Staat. In ihrem Portal können sie vom "Hausrecht" gebraucht machen - was sie auch längst tun (Nippel etc.). Die Beauftragung einer NGO (und weiteren, die noch kommen sollen) mit der Markierung von offensichtlich gefälschten "Nachrichten" ist eben keine Zensur. Weder ordnet der Staat eine Löschung an, noch werden diese Nachrichten von Facebook selbst gelöscht - sondern nur markiert. Somit kann sich jeder weiterhin ein Bild davon machen, ob die Markierung gerechtfertigt ist oder nicht. Jeder, der hier schon wieder eine (Meinungs-)Diktatur ausruft, will offensichtlich weder wissen, was "Zensur" oder "Meinungsfreiheit" oder "Diktatur" wirklich bedeutet (oder weiss das bereits, will aber ein falsches Bild vermitteln).
Facebook-Manager Guido Bülow:
"Es kann auch sein, dass wir bei unglaubwürdigen Artikeln die Sichtbarkeit reduzieren."

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rkinfo 15.01.2017, 15:27
53. 'Wahrheits-Wikipedia' ?!

Vielen Menschen würde es die Augen öffnen, was an Falschinformationen so im Umlauf ist. Egal ob erfundete Straftaten, Glaubolin - Erfolgsenten oder Verschwörungstheorien. Wahrscheinlich werden trotzdem viele lieber den Gerüchten trauen als kompenten Quellen.
Facebook wäre aber schon 'geholfen', wenn auf Basis von (automatisierten?) Auswertungen. ähnlich modernen Virenscannern, Infos sofort auf Substand geprüft würden. Meldungen ohne weitere Quellen im Netz wären dann erst einmal markiert als 'unbestätigt' gekennzeichnet, was die Verfasser in Erklärungsnot brächte. So wäre schnell Schluß mit Murks im Netz.

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kuac 15.01.2017, 15:28
54.

Zitat von panzerknacker 51
Und woher soll der gutgläubige Leser wissen, daß die Kennzeichnung als Falschmeldung nicht auch eine solche ist? Nein, ich bleibe dabei: jeder kann sich kritisch mit Meldungen auseinandersetzen. Alles andere ist Gängelung.
Wie soll jeder eine Falschmeldung überprüfen? Eine Behörde kann das sicherlich besser.

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Nonvaio01 15.01.2017, 15:34
55. was ist eine luege?

Zitat von TS_Alien
Es sollen Falschmeldungen geahndet werden, nicht alle Lügen. Sie entscheiden nicht, was eine Lüge ist und was nicht. Sie können nur entscheiden, an eine Lüge zu glauben oder auch nicht. Und wenn Sie eine Lüge verbreiten, dann müssen Sie die Konsequenzen tragen.
ist es auch eine luege wenn ich wissentlich fakten auslasse die an anderes bild erscheinen lassen?

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Greggi 15.01.2017, 15:38
56. Prüfen Sie ...

Zitat von Nonvaio01
wissen Sie das die berichtigungen korrect sind? wer prueft die?
auch alle Artikel, die Sie in Ihrer Tageszeitung, im Spiegel, im Stern, im Focus, in der FAZ lesen? Dann hätten wir beide ja viel zu tun ... (und kämen gar nicht mehr zum Lesen).

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karlheinz-hesse 15.01.2017, 15:45
57. Trump, AfD etc

Zitat von der.b
Kann man gleich noch auf unsere Medienlandschaft ausweiten, wenn wieder mal Sachverhalte verfälscht dargestellt werden (z.B. durch Weglassen von Wesentlichem Kontext) oder durch recht einseitige Bewertungen Meinung gemacht wird (Trump, AfD etc). Wäre hier eigentlich sogar noch mehr angebracht, da die Reichweite hier größer ist, und viele Menschen diese "Berichterstattungen" wegen dem offziellen Charakter immer noch ernst nehmen.
Wie bitte, was sollte man über diese beiden von Ihnen genannten positiv berichten. Trump si wie die AFD verbreiten doch die meisten lügen und Hetze im Netz. Einseitige Bewertung kann ja wohl nur von Trump und AFD Anhängern kommen. Für diese gibt es keine zweite Meinung.
Mit Demokratischen Gruß

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Gudrun3 15.01.2017, 15:46
58.

Wer öffentliche Meinungen modulieren kann, hat Macht. Es war daher zu erwarten, dass soziale Medien großen Meinungsmachern irgendwann in die Quere kommen, und deshalb Maßnahmen ergriffen werden.

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7-zwerge 15.01.2017, 15:46
59. Der Weg in die Zensur?

Hasskommentare sind unzweifelhaft schnell erkennbar und sollten entsprechend behandelt werden. Bei News wird es schwieriger zu unterscheiden, ob diese falsch oder richtig sind. Als die ersten Berichte über die Vorfälle in Köln von Silvester 2015/2016 auftauchten, wurden diese erst ignoriert, dann angezweifelt und mit drei bzw. vier Tagen Verspätung in den Medien unter Vorbehalt erwähnt. Die Grünen/B90 und Die Linke weigern sich bis heute beharrlich, die Täter zu benennen. Es dürfen keine Bürger sein, die hier neu hinzugekommen sind (Umgangssprachlich: Flüchtlinge bzw. Asylbewerber, meist jung, männlich und vorzugsweise aus Afrika). Hätte jetzt eine Organisation diese Meldungen in den ersten zwei Tagen vom Netz genommen und als Falschmeldung bezeichnet, wäre das Thema u. U. gar nicht in den Medien aufgetaucht. Das würde dann schon den Tatbestand der Zensur erfüllen! Bleiben wir mal beim Beispiel Flüchtlinge/Asylbewerbern. Was haben uns die Politiker alles gesagt: Es kommen nur gut ausgebildete Menschen, wie Ärzte, Ingenieure usw. Diese werden den Facharbeitermangel (hatten wir diesen?) beheben, unsere Rente finanzieren usw. Und Terroristen sind natürlich nicht unter den Flüchtlingen. Alles Hetze von Populisten. Die Wirklichkeit sieht unzweifelhaft anders aus. Viele ohne Schulbildung bzw. ohne berufliche Ausbildung, Terroristen waren unter den Schutzsuchenden und die Kosten für die Sozialsysteme werden explodieren. Und wenn die, die jetzt neu hinzugekommen sind in Rente gehen, werden sie in der Altersarmutsfalle stecken, da die meisten nur im unteren Lohnsektor Arbeit finden werden, falls überhaupt. Das geht nicht gegen die Personen, die neu hinzugekommen sind, aber gegen Politiker und den Medien, die der Bevölkerung wider besseres Wissen diese Märchen auftischen. Wird dann bei ähnlichen Vorkommen zukünftig auch zensiert werden? 1984 lässt grüßen. Hinweis: Nur meine Meinung, keine Fake-News und deshalb nicht strafverfolgungswürdig. Erfolgt jetzt eine Zensur?

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