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Fake News: Innenministerium will Abwehrzentrum gegen Falschmeldungen einrichten
REUTERS

In der Debatte über Falschmeldungen im Internet prescht das Innenministerium vor: Nach SPIEGEL-Informationen will man eine Einrichtung im Kanzleramt aufbauen, die Desinformationen-Kampagnen bekämpft.

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Katzazi 23.12.2016, 11:15
60.

Zitat von SanchosPanza
Die USA haben sich mehrmals und massiv in Wahlkämpfe in der Ukraine eingemischt. Da hat das Kanzleramt nicht interveniert.
Warum auch? Das sind Angelegenheiten zweier anderer Länder. Wenn überhaupt wäre das Außenministerium dafür zuständig gewesen. Auch geht es hier nicht um offene, sondern um versteckte Einflussnahme. Und es geht im Zweifel eben auch nicht (ausschließlich) gegen mögliche Einflussnahme anderer Länder, sondern auch um FakeNews aus Deutschland. Sei es von Firmen oder Interessengruppen oder Parteien oder wem auch immer.

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Katzazi 23.12.2016, 11:19
61.

Zitat von licentia_poetica
Das Problem sind ganz allgemein Nachrichten, die nicht in ein schwarz-weiß Muster passen, somit auch nicht eindeutig als falsch klassifiziert werden können. Genau hier fängt das Problem an.
Was soll das sein? Entweder hat etwas wie berichtet stattgefunden oder nicht. FakeNews sind derartige "Nachrichten", die über frei erfundene Ereignisse berichten und häufig mit Fotos oder Videos aus einem ganz anderen Zusammenhang begleitet sind. Da gibt es keine Grauzone.

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delta058 23.12.2016, 11:51
62.

In Österreich gab es so ein Gesetz von 75-2015. Es wurde nie einer verurteilt. Außerdem fällt da auch wieder die Einseitigkeit auf siehe auch Altermedia und Indimedia. Die einen dürfen zu Gewalt aufrufen die anderen wurden verboten.

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Katzazi 23.12.2016, 12:16
63.

Zitat von delta058
In Österreich gab es so ein Gesetz von 75-2015. Es wurde nie einer verurteilt. Außerdem fällt da auch wieder die Einseitigkeit auf siehe auch Altermedia und Indimedia. Die einen dürfen zu Gewalt aufrufen die anderen wurden verboten.
Hier geht es um die Einrichtung einer Behörde. Nicht um neue Gesetze. Weder was die Befugnisse der Behörde anbelangt, noch dass irgendetwas zusätzlich strafbar wird. Wenn überhaupt geht es darum, das bestehende Gesetze Anwendung finden. - Ja, ich stehe der Idee auch skeptisch gegenüber. Eine unabhängige Stiftung die Menschen, die von FakeNews betroffen sind unterstützen wäre mir deutlich lieber. Aber ich sehe nicht, wie hier eine einseitige Behandlung von irgendwelchen Medien betrieben wird. Zumindest basierdend auf dem, was hier im Artikel steht. Die Probleme sehe ich eher wo anders. Insbesondere stellt sich mir die Frage wie effektiv so eine Stelle sein kann und in wie weit es nur um Fake News gehen soll, die politisch interessant sind oder auch um andere. Wobei es natürlich viel besser wäre, wenn es hinreichend starke Selbstreinigungseffekte im Netz selbst gäbe. Aber so weit scheinen wir leider noch nicht zu sein.

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grand-poobah 23.12.2016, 13:56
64. Dämlicher gehts kaum.

Wozu soll diese Behörde gut sein? Bis irgendwelche Fakenews identifiziert und ganz zum Schluss gelöscht werden, sind die doch schon auf aber tausenden Bildschirmen gelandet. Und damit auch in den Köpfen. Und von da sind sie kaum mehr zu entfernen.
Das einzige, was gegen Fakenews hilft, ist bei Newskonsumenten Medienkompetenz aufzubauen.
Sowas dauert aber. Und kostet Geld. Und ist vielleicht auch gar nicht gewünscht.
Denn am Ende würde die herrschende Klasse der Möglichkeit beraubt durch Desinformation die Geschicke zu lenken.

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ansv 23.12.2016, 15:23
65.

Zitat von götzvonberlichingen_2
Komisch was die Leute hier gegen diese Maßnahme haben. Klar, wer die offensichtlichen und dreisten Lügen von AfD & Co. ok findet, der mag es womöglich nicht, wenn man Aussagen als das entlarvt was es ist. Als Lüge. Es geht hier nicht darum die eigene Wahrheit zu verbreiten, sondern die Unwahrheiten aufzudecken. Wobei man natürlich davon ausgehen muss, dass viele Leute es nicht akzeptieren, wenn Sätze ohne Ausrufezeichen beendet werden. Auch wird es eine Umstellung werden, wenn als Quelle plötzlich nicht mehr der Bekannte eines Bekannten eines Freundes angegeben wird.
Was ich dagegen habe? Nun, dass ausgerechnet Herr DeMaizière mit so einer Idee um die Ecke kommt, ist doch mehr als ironisch.

Will er sich selbst den Mund verbieten?
(https://www.freitag.de/autoren/wolle-ing/falsche-zahlen-eine-politiker-timeline)

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dherr 23.12.2016, 15:38
66.

Zitat von peter.steinbrecher
Soso, man bekommt kalte Füße und benötigt ein Abwehrzentrum für Falschmeldungen: zB:'Merkel gescheitert'--
Die kalten Füße sollten die wirklich bekommen. Angesichts des Berlin-Terror-Skandals müsste wegen Versagens das ganz Kabinett sofort zurücktreten!

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WilliStock 23.12.2016, 16:23
67. Geht doch

Hoffentlich noch vor der Bundestagswahl 2017, damit endlich geschaffen werden kann, was wir laut Aussage unserer Kanzlerin schaffen. Schluss mit dem Defätismus oder Zweifeln an der Wahrheit.

Bin ich froh, dass endlich wieder Ordnung ins Denken einkehrt...

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Hans58 23.12.2016, 17:19
68.

Zitat von grand-poobah
Wozu soll diese Behörde gut sein? Bis irgendwelche Fakenews identifiziert und ganz zum Schluss gelöscht werden, sind die doch schon auf aber tausenden Bildschirmen gelandet. Und damit auch in den Köpfen. Und von da sind sie kaum mehr zu entfernen. Das einzige, was gegen Fakenews hilft, ist bei Newskonsumenten Medienkompetenz aufzubauen. Sowas dauert aber. Und kostet Geld. Und ist vielleicht auch gar nicht gewünscht. Denn am Ende würde die herrschende Klasse der Möglichkeit beraubt durch Desinformation die Geschicke zu lenken.
Ich weiß nicht, woher Sie die Erkenntnis haben, dass eine "Fake-Nachricht" nach ihrer Richtigstellung gelöscht werden soll.?

Es geht doch wohl einzig und alleine darum, eine "Fake-Nachricht" zu enttarnen / entlarven und den Sachverhalt richtig zu stellen.

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klaus.schmalenbach 23.12.2016, 17:53
69. hört sich ja gut an,

dann gehören die Falschmeldungen in den Prospekten der Automobilhersteller doch sicher auch zu dem beobachteten Bereich!
Ja, und wenn noch ein informeller Mitarbeiter gesucht wird, ich habe als Rentner viel Zeit zur Verfügung.

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