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Fall Cambridge Analytica: Der eigentliche Skandal liegt im System Facebook
imago/ Rene Traut

Facebook befindet sich in der schwersten Krise seit seiner Gründung. Nach dem Cambridge-Analytica-Skandal wird zu Recht auf das soziale Netzwerk eingedroschen - doch aus teilweise falschen Gründen.

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doktorfeinfinger 21.03.2018, 15:05
50. Man kann gegenhalten!

Ich persönlich habe schon vor Jahren meinen Facebook-Account gelöscht, wir bis heute keinen Mehrwert für den Nutzer. Datenstriptease kann man nicht ganz vermeiden aber zum Beispiel Ad-Blocker, Tracking-Blocker und einen Skript-Blocker als Firefox-Add-on installieren. So behindert man die Datenpreisgabe zumindest. Und man kann statt google DuckDuckGo verwenden, bei Amazon nicht alle Profilangaben richtig beschreiben - Geburtsdatum, Geschlecht,...

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effex 21.03.2018, 15:06
51. Der Nutzer ist nicht der Kunde von Facebook

... sondern der Werbetreibende. Damit ist Facebook auch nicht kostenlos, ganz im Gegenteil. Das gilt es zu bedenken, um die eigene Rolle und Wertigkeit bei der Nutzung im Kopf zu haben.

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sucherderwahrheit 21.03.2018, 15:06
52. Was ist Ware und wer sind die Kunden?

Der normale Facebook–User muss sich endlich darüber klar werden, dass er nicht der Kunde von Facebook ist sondern die Ware, die in Form der Userdaten an die Facebook–Kunden verkauft wird.

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OhMyGosh 21.03.2018, 15:10
53. Krieg der Standards

Das Internet war ja einst als Ort der freien und offenen Kommunikation gedacht, und es sollte seine digitale Souveränität zurückgewinnen. In der Safe-Harbor-Entscheidung hatte die Europäische Kommission im Juli 2000 anerkannt, dass bei den Unternehmen, die diesem System beigetreten sind, ein ausreichender Schutz für die personenbezogenen Daten von EU-Bürgern bestehe.
Die EU-Kommission muss unbedingt mit den USA über neue Datentransfer-Abkommen, aber auch den Wegfall von Safe Harbor diskutieren.
Der Totalitarismus der Amazon, Facebook, Google, Apple und Co. jedenfalls ist kein Gewinn. Nicht für den digitalen Marktplatz, noch für die Anwender.

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Jochenberlin 21.03.2018, 15:13
54. Cambridge Analytica schließen

Ein Unternehmen, das solch zutiefst unethische Handlungen vornimmt, muss sofort geschlossen und den Verantwortlichen der Prozess gemacht werden. Dieser im Video gezeigte Mensch ist ja sowas von skrupellos!

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tomkater 21.03.2018, 15:17
55.

Zitat von neowave
Alles freiwillig? Ohne Zwang? Wie bewerten Sie denn den Umstand, das jede Site mit dem Facebook-Like-Button ihre Seitenaufrufe automatisch an Facebook meldet? Von jedem, egal ob Facebook-Nutzer oder nicht. Alles freiwillig? Ohne Zwang?
Dagegen helfen Browser-Plugins wie Ghostery. Die unterbinden nicht nur den Abfluss persönlicher Daten an Soziale Netzwerke, sondern auch die Schnüffeleien durch Analysetools ( Google Analyticys ) und Werbetracker ( doubleclick usw. ). Dann nehmen Sie noch das Plugin Smart Referer dazu, damit der Browser beim Aufruf von Links nicht an andere Webseiten petzt und der Privatmodus des Browsers verhindert das Anlegen von Historien, Cache und Cockies.

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schwerpunkt 21.03.2018, 15:23
56.

Zitat von cheetah01
Ist dieser Moloch unverzichtbar? Nein. Also einfach nicht (mehr) nutzen. Wer´s dennoch tut, ist mitverantwortlich für die (Un)Taten dieser Krake, wahrscheinlich sogar mitschuldig. So einfach ist das.
Ihnen ist aber schon klar, dass Facebook auch Informationen über Menschen sammelt, welche gar nicht bei Facebook angemeldet sind.
Und das ist sogar überraschend einfach. Irgend ein Nutzer postet ein Bild, auf dem Sie ebenfalls zu sehen sind, nennt in irgend einem Zusammenhang ihren Namen .. und schon sind Sie Teil der Datenbank (Ja, Bilderkennungssoftware ist zwischenzeitlich so gut, dass ein Scan des I-nets reicht um Sie allein aufgrund des Bildes zu identifizieren, wenn die verknüpfte Information irgendwo zugänglich ist - zum Beispiel ein anderes Bild auf der Seite ihrer Firma mit Ihrem Namen verknüpft.)
Deswegen sind die Treffer von Facebook auch so überraschend gut, wenn Sie sich dort neu anmelden und Facebook ihnen gleich passende Kontakte anbietet "die Sie kennen könnten".

Wenn ein Unternehmen mit einem Wert von zig Milliarden bewertet wird, obwohl es eine für die meisten bezahlfreie Leistung anbietet, sollte man sich doch mal fragen, ob man nicht selbst die Ware ist.
Dann bezahlt man womöglich keine gebühren .. aber kostenlos ist es bei Weitem nicht.
Auch und gerade Facebook ist der "Big Brother" ... von vielen freiwillig in die persönliche Intimsphäre geholt.

Übrigens .. wer glaubt kein Mitglied bei Facebook zu sein, sollte mal schauen, ob er nicht WhatsApp nutzt ... ebenfalls ein Facebook-Dienst.

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spassfactor 21.03.2018, 15:28
57. Facebook/Cambridge Analytica

Ich habe bisher nur geringe Übereinstimmungen mit Sascha Lobos Beiträgen feststellen können aber mit dieser Kolumne trifft er den Nagel auf den Kopf! Es handelt sich bei dem angeblichen Datenklau eben gerade nicht um irgendeine illegal Aktivität sondern die genutzten Informationen liegen geradezu offen auf der "Facebook Datenstrasse"! Es ein Problem im System Facebook, das offenbar in besonders effektiver Weise zum Wahlsieg Donald Trumps beigetragen hat. Und das scheint mal wieder das grösste Problem zu sein: Es hat Donald Trump zum Präsidentenamt der Vereinigten Staaten verholfen und nicht seinen Widersachern. Angetrieben vom "falschen, inakzeptablen" Ergebnis werden erneut fake news ("Datenklau") produziert. Mit dieser Kolumne hat Sascha Lobo eine erfreulichen Beitrag zur weiteren Sanierung der Medienwelt beigetragen. Ob dies letztlich positiv oder negativ für Donald Trump ausfällt ist dabei nicht relevant. Es muss Medien darum gehen, Probleme eben gerade objektiv darzustellen und dabei muss dann das System Facebook hinterfragt werden.

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schwerpunkt 21.03.2018, 15:29
58.

Zitat von sikasuu
FB ist úmsonst, so wie "All you can eat!". Da brennen beim User alle Sicherungen durch, falls es die überhaupt gibt. . Die Problematik von FB, IOS, Andriod usw. ist bekannt. Jeder der auch nur ein wenig hinsieht weis, das JEDES APP, jede FB Nutzung mit Daten bezahlt werden muss. . ES kümmert... fast keinen. . ...
Korrekt! Kaum jemand wundert sich, dass beispielsweise eine Taschenlampen-App auf Kontakte, Internet und Standortdaten des Smartphones-Users Zugriff benötigt. Eine App, welche eigentlich nur eines tun soll: auf Knopfdruck das Licht am Handy an- und ausmachen.

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schwerpunkt 21.03.2018, 15:33
59.

Zitat von Jochenberlin
Ein Unternehmen, das solch zutiefst unethische Handlungen vornimmt, muss sofort geschlossen und den Verantwortlichen der Prozess gemacht werden. Dieser im Video gezeigte Mensch ist ja sowas von skrupellos!
Mit welcher rechtlichen Begründung sollte Facebook geschlossen werden? Jeder Facebook-User akzeptiert die AGBs (welche wohl kaum jemand liest) und damit alle rechte der Daten die preis gibt in das Eigentum von Facebook übergehen.
Selbst wenn das in irgend einem Land illegal sein sollte .. inwieweit interessiert das multinationale Unternehmen wie Facebook?

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