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Fall WikiLeaks: Es geht um mehr als nur Assange
PETER RAE/EPA-EFE/REX

Die Festnahme von Julian Assange mag wie das Ende einer langen Geschichte wirken - dabei ist sie erst der Anfang. Denn jetzt gilt es, ganz genau hinzusehen.

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optimist2030 15.04.2019, 10:09
70. Was ist wichtig?

Bei allen aufgezählten Gründen, wie immer wird geschrieben, durch die Veröffentlichung der Mails von Clinton wurde der Wahlkampf beeinflusst.
Keinen Interessiert, das gerade durch die Veröffentlichung der Mail, das wahre Gesicht von Hillary gezeigt wurde. Soll das immer erst nach der Wahl rauskommen? Sollte es nicht begrüßt werden, das die Amis zu mindestens über Ihre Intrigen informiert wurden.
Nicht das ich Trump besser finde, im Gegenteil, aber ich finde die Informationen schon wichtig. Nicht, dass das die Amerikaner wirklich überhaupt beeinflusst hat. Über Trump wurde genauso viel geschrieben. Ich glaube die Amis haben ein anderes Bild von Recht und Unrecht, als wir Deutschen. Wir wollen das nur nicht wahrhaben.

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sankarafrika 15.04.2019, 11:26
71. Viele Worte, keine Aussage

Naja, ich hab mir die Mühe gemacht und den Kommentar tatsächlich gelesen. Was will die Autorin denn sagen? DHängen geblieben ist bei mir, dass Assange eine zwielichtige Person ist, dass er polarisiert hat und auch Anhänger, aber doch vor allem zwielichtig (sexuelle Übergriffe, Winkelzüge, Gehabe). Und dass es um viel mehr geht. Aber worum denn? Warum dazu nicht klarere Aussagen?

Warum das viele Geschwafel und die vielen Wiederholungen? Wäre es nicht Zeit, mit dem Finger aufs eigene Haus zu zeigen? Sollten Spiegel, Guardian, NYT und die vielen anderen großen Blätter und CNN, BBC, ARD nicht vereint stehen und für die freie Presse aufschreien? Mit Nachdruck? Seht ihr wirklich nicht, wie diese gerade zu Grabe getragen wird? Angesichts dessen ein wirklich armer Kommentar, getragen von Angst um die eigene Karriere. Vielleicht hat die Autorin versucht, die Grenzen des ihr Erlaubten zu testen. Wahrscheinlicher ist aber, dass sie ganz enge Vorgaben hatte, bedeutungsschwanger sollte es sein, die aufmerksame Presse vorgaukeln, die Anschuldigungen gegen Assange in des Lesers Kopf einmeißeln, Assange ins Zwielicht entlassen und die Erinnerung an ihn möglichst bald verblassen lassen. Wenn er in einem Jahr verurteilt wird, soll es niemand mehr wissen wollen.

SPON-Pause für die nächsten 10 Monate. Hat sich nicht gelohnt.

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tomlex27 15.04.2019, 23:07
72. Leider ein Arsch!

Mein Mitleid mit Assange hält sich in Grenzen. Vordergründig verschreibt er sich einer guten Sache, dennoch gibt es eine Verantwortung wie man mit gehackten Daten umzugehen hat. Oder hätten sie Lust, dass ihr Gestöhne aus dem Schlafzimmer von einem Spinner unreflektiert und vollständig ins www gestellt wird? Das ist genau das Problem von Assange. Sich über sechs Jahre in einer Botschaft zu verkriechen, um vor den Konsequenzen wegzulaufen, dass konnten seine Opfer nicht, so wie er sie an der Kette durch die Manege der Weltöffentlichkeit schliff.

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Margaretefan 16.04.2019, 07:15
73. @ #4 von vera gehlkiel

Ich hoffe, dass Ihnen Ihr eloquent vage gehaltener Beitrag, der lediglich Ihre persönliche Abneigung zum Ausdruck bringt, nicht im Halse stecken bleibt, wenn Sie erkannt haben, dass es leider doch um viel mehr geht, als diesen Herrn Assange. Der Mann hat schon viele Jahre in Unfreiheit leben müssen. Jetzt ist er in "richtiger" Haft. Bis über eine Auslieferung entschieden wird, wird noch viel Zeit vergehen. Nach der Auslieferung wird er weiterhin bis zum Prozess in Haft bleiben. Der Prozess wird sich lange hinziehen. Für was genau eigentlich? Beantworten Sie mir das bitte ganz konkret. Roman Polanski, schafft es schon mehr als ein halbes Leben sich einer Auslieferung für den einzigen und sehr ähnlichen konkreten Grund zu entziehen.

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qijansha 16.04.2019, 16:11
74. Es geht um euch

Die Pressefreiheit. Ich hoffe ihr habt mal wenigstens etwas Rueckrat und steht dazu und helft.
Oder geht wirklich restlos unter. Printausgabe habt ihr so gut wie nicht mehr

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quasimodo1001 16.04.2019, 16:14
75. Auch das ...

Hacker, die vieles können und so ziemlich viele Tricks beherrschen - sind wertvolle Geiseln, die meistens dann auch umgedreht werden ... - eben, weil es dort so schmutzig zugeht.

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imri.rapaport 17.04.2019, 08:01
76. J.A. Was ist er wirklich?

Er ist einer der es gewagt hat, und nich alleine, Informationen zu veröffentlich, die uns gezeigt haben, dass leider allzuoft, die Politiker ihr Süppchen hinter dem Rücken des Volkes kochen und was nach Strich und Faden belügen und betrügen, obwohl sie geschworen haben ehrlich zu sein. Die beste Maske dieser Politiker ist „Sicherheitsinteressen des Stattest“. we so agiert hat es verdient, dass man ihm die Maske vom Gesicht reißt und es gehört ins investigativen Journalismus zugeordnet. Dieses Handeln ist nicht strafbar und eigentlich gesetzlich geschützt.

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K. Larname 13.05.2019, 13:30
77.

Zitat von Tom77
Wenn Assange Manning tatsächlich angestiftet hat, Informationen zu beschaffen, und wenn er ihm/ihr auch die Mittel dazu zur Verfügung stellte, dann ist das kein Enthüllungsjournalis mehr sondern Anstiftung zu einer Straftat. Wenn Spiegel aktiv Hacker bezahlen würde, um Regierungsakten zu stehlen, würde sich Spiegel auch nicht auf journalistischen Schutz berufen können.
USA zu Equador: Wir machen einen Deal: Ihr schmeißt Assange aus der Botschaft und wir [wasauchimmer]
(Ende letzten Jahres war glaube ich der US-Besuch beim neuen eq. Präsidenten)

Der neue eq. Präsident hat damit - im Gegensatz zu seinem Vorgänger - kein Problem.

USA zu GB: Wir haben die Anklage so formuliert, dass Ihr ihn ohne Erklärungsnot ausliefern könnt.

Wie schnell wird es wohl in den USA zu Spionageprozessen gegen ihn kommen?

Wie denkbar oder undenkbar ist die Todesstrafe?

Wie gerechtfertigt wäre eine Todes- oder lebenslange Strafe selbst aus Sicht von Befürwortern der Todesstrafe?

Hier findet internationale diplomatische Willkür statt, die sich zum Erreichen eines martialischen Ziels durch internationale Gesetzgebung schlängelt.

Ich bin bei weitem nicht uneingeschränkt Pro-Assange, aber der Artikel stimmt vom ersten bis zum letzten Wort.

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