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Familie Schmidt in Nordkorea: Alles sehr merkwürdig
AP

Keine Teppiche, überraschend hohe Häuser, immerhin anständiges Essen - klingt nach Reisebericht. Doch der Plauderton, in dem die Tochter von Google-Manager Schmidt über ihren Besuch in Nordkorea schreibt, irritiert. Wie wichtig ist ein hartes Bett in einem Land, in dem Folter und Hunger Alltag sind?

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CommonSense2006 21.01.2013, 17:37
10.

Zitat von amishunderground
... darf man vor nichts zurückschrecken! Wen interessieren Folter wenn Bares lauert?
Tja, aber als anständiger Mensch muss man natürlich zurückschrecken, nicht nach Nordkorea fahren, mit den Nordkoreanern nicht sprechen und vermutlich auch nicht über Nordkorea sprechen, denn Sie scheinen ja auch nichts zu sagen zu haben.

Und dann ändert sich auch etwas für die Menschen in Nordkorea? Weil sie guter Mensch da nicht hingefahren sind?

Toll.

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thdolby 21.01.2013, 17:39
11. Der deutsche Zeigefinger?

Ich kann mich @Nonvaio01 nur anschließen, in Spanien werden streunende Tiere aufs übelste vernichtet, in Russland ist ein Homosexueller seines Lebens nicht sicher, nach Saudi-Arabien würde ich mit meiner Freundin nie reisen.
Hach Gott, nur weil eine 19 Jährige Google-Schmidt heißt, muss sie sich in Nord Korea ein Ai-T-Shirt anziehen und auf die Barikaden gehen? Da will ich doch mal hoffen, das ihr die gleiche "hohe" "journalistische" Messlatte auch bei jedem Tweet ansetzt, den ihr so rausschickt.
MFG

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derfliegendeapfelstrudel 21.01.2013, 17:42
12. Na und?

Muss sich jeder der nach Ägypten, Tunesien, Malediven, etc. auf Urlaub begibt jetzt einer Prüfung unterziehen, dass er/sie eh brav in den Postkarten neben dem tollen Essen und der Sonne die Folter und Menschrechtsverletzungen erwähnt?

Der Bericht gibt halt das wieder was sie erlebt hat und das sind halt vermutlich die Dinge die ihr aufgefallen sind. Ich bin mir ziemlich sicher sie hätte was anderes geschrieben wenn sie auch einen Ausflug ins Arbeitslager gemacht hätte. Hat sie aber nicht also schreibt sie über kalte Zimmer, die ja eigentlich auch recht auffällig sind und die auch Rückschlüsse über die Wohnsituation der normalen Bevölkerung zulassen.

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RealSim 21.01.2013, 17:43
13. Schon wichtig

Also liebe Leute, nun bleibt mal auf dem Teppich.

Freier Zugang zum Internet ist schon eine sehr radikale politische Forderung in einer Diktatur wie Nordkorea. Die Unterbindung von Gedanken- und Meinungsaustausch ist ja ein gewolltes politisches Instrument. Das klingt ja hier so als hätte Schmidt als Scherzartikelhersteller mehr Pupskissen für Nordkorea gefordert.

Ich glaube, an dem Tag, an dem in Nordkorea freier Internetzugang für alle Bürger möglich ist, ist das Land bereits auf dem richtigen Weg.

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ruediger 21.01.2013, 17:43
14.

Zitat von sysop
Keine Teppiche, überraschend hohe Häuser, immerhin anständiges Essen - klingt nach Reisebericht. Doch der Plauderton, in dem die Tochter von Google-Manager Schmidt über ihren Besuch in Nordkorea schreibt, irritiert. Wie wichtig ist ein hartes Bett in einem Land, in dem Folter und Hunger Alltag sind?
ch war Ende November selbst in Nordkorea und kann an dem Reisebericht von Sophie Schmidt überhaupt nichts irritierendes entdecken. Entgegen der in Deutschland (und leider auch im SPON) üblichen Form des Journalismus vor allem über Dinge zuschreiben die der Autor unmöglich während der Reise erlebt hat, hat Frau Schmidt nur aufgeschrieben was sie selbst gesehen und erlebt hat (und was sich weitgehend mit meinen Erfahrungen deckt). Dabei hat sie durchaus eine kritische Distanz zu dem Regime gehalten, aber dennoch vermieden stereotype Feindbilder zu bedienen (die niemandem helfen Nordkorea, seine Probleme, Chance und die weitere Entwicklung des Landes besser zu verstehen).

Ich sehe durchaus , dass es für Journalisten, die nicht einfach nach NK reisen dürfen, schwer ist, darüber zu schreiben, aber dies rechtfertigt keinen Propaganda Journalismus (und schon gar nicht, dass man von Leuten, die dort waren erwartet, nicht von ihren Erlebnissen zu berichten sondern nur eben diese Feindbilder zu bedienen, weil es sich sonst nur um Geschwätz handeln würde).

Auch erscheint mir Ihr Verständnis von journalistischer Freiheit doch ein sehr merkwürdiges zu sein, wenn ein Vater seine 19 jährige Tochter zensieren soll.

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sungod42 21.01.2013, 17:47
15.

Wieso empören sie sich darüber, dass Schmidt "nur" Internetfreiheit fordert? Wäre ein freies Internet nicht eine perfekte Vorraussetzung, um Verbrechen des Regimes in alle Ecken Nordkoreas und der Welt zu tragen?

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multi_io 21.01.2013, 17:47
16.

Zitat von muellerthomas
Ich finde den Bericht sehr interessant und auch die Schreibweise einerseits passend für eine 19jährige, andererseits aber auch nicht zu Teeny-mäßig, sondern durchaus reflektiert. Alle Achtung.
Das einzige, was garnicht geht, ist diese seltsame Zweispaltenlayout der Seite :-P. Man weiß überhaupt nicht, was wie zusammengehört. Offenbar hat sie selber das HTML verfasst ("sites.google.com"?). Hat sie keinen G+-Account oder wie? Hm.

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itchybod 21.01.2013, 17:47
17. Vice TV

Komisch vor einiger Zeit wurde hier ein Video von Vice TV promotet. Da besucht ein Reporter NK und macht ähnliche Erfahrungen. Der Bericht stellt auch eher die absurden Seiten von NK in den Vordergrund. Menschenrechte kommen da auch nur am Rande vor.

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bernd_lauert_meer 21.01.2013, 17:53
18.

Zitat von amishunderground
... darf man vor nichts zurückschrecken! Wen interessieren Folter wenn Bares lauert?
Immer noch besser als der folternde Kommunist zu sein.

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blob123y 21.01.2013, 17:58
19. Laecherlich

ich geh eine Wette ein das die Verfasser des Artikels noch nie dort waren und uns nur den x-ten Aufguss der ueblichen Vorurteile lieferten, am besten gleich > vergessen.


Zitat von sysop
Keine Teppiche, überraschend hohe Häuser, immerhin anständiges Essen - klingt nach Reisebericht. Doch der Plauderton, in dem die Tochter von Google-Manager Schmidt über ihren Besuch in Nordkorea schreibt, irritiert. Wie wichtig ist ein hartes Bett in einem Land, in dem Folter und Hunger Alltag sind?

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