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Flüchtlingsdebatte im Netz: Mehr Schweiger, weniger Seehofer

Die sozialen Medien zeigen, was die Gesellschaft bewegt. Jetzt eskaliert die Flüchtlingsdebatte. Rassisten fühlen sich durch die Hetze im Netz ermutigt. Wer auch nur einen Funken Empathie besitzt, muss sich dem entgegenstellen.

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io_gbg 22.07.2015, 21:19
190. Steuern sind der Preis der Zivilisation.

Zitat von maxuniverse
Es ist ja kein Geheimnis, dass arbeitende Singles in der Steuerklasse 1 bereits jetzt ca. 40% Steuern zahlen und für die Mehrabgaben nichts erhalten was ihr Leben verbessert, sondern gezwungen werden den Staat die Steuern für Flüchtlinge (oder solche, die sich als solche sehen) aufbringen zu lassen.
Es ist nicht nur kein Geheimnis sondern falsch, dass Steuerzahler, und darunter eben auch Singles, für die Steuern nichts erhalten.

Deutschland hat eine enorme und im Grunde gute Infrastruktur, die durch Steuern entstanden ist und durch Steuern aufrecht erhalten wird.

"Steuern sind der Preis der Zivilisation.
Im Urwald gibt es keine Steuern."
(Robert Wagner)

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golar 22.07.2015, 21:19
191. Prima gesagt

Zitat von omop
Wehret den Anfängen...man sollte nicht Menschen in die rechte Ecke drängen, die sich sachlich und kritisch mit der Flüchtlingswelle auseinandersetzen. Das Flüchtlingsproblem kann nur in den Herkunftsländern nachhaltig gelöst werden und nicht dadurch dass Europa Hunderttausende Menschen aufnimmt, für die es grösstenteils keine beruflichen Perspektiven gibt. Nur eine Minderheit der Flüchtlinge spricht Deutsch, hat einen kulturellen Bezug zu Europa und ist gut ausgebildet. In Europa, gerade in den südlichen Ländern, haben wir eine massive Arbeitslosigkeit. Die europäischen Regierungen stehen zuerst in der Pflicht eine gute Politik für ihre eigene Bevölkerung zu machen. Brüssel oder Berlin ist kein prmärer Problemlöser für den Nahen Osten oder Afrika. Klar sollten die Europäer bei der Verbesserung der Rahmenbedingungen mitwirken, aber die eigentliche Veränderung geht von den Staaten selbst aus.
Das kann ich nur unterstreichen.

Nicht Links sein bedeutet eben nicht(!) gleich rechtsextrem zu sein.

Übrigens:
In Mettmann erhöht man nun die Gewerbesteuer um die Flüchtlinge finanzieren zu können. Natürlich musste der wackere Kämmerer, der das in einem Schreiben an die Unternehmen so ausdrückte nach einem Rüffel der Sprachpolizei reuig eine "unglückliche Ausdrucksweise" bekennen (http://www.welt.de/regionales/nrw/article144306289/Steuererhoehungen-um-Fluechtlinge-zu-finanzieren.html).

Dass die in Massen herein geholten Wirtschaftsflüchtlinge (denn das sind die meisten) viel Geld Kosten und eben keine netto Bereicherung sind, ist also keine dumpfe Angst dumpfer Deppen, sondern Realität.

Welche Antworten haben de Schweigers dieses Landes darauf. Ach so, das sind ja Weltbürger. Wenn die Steuern hier unbequem werden, zieht man eben schimpfend um in die Schweiz oder USA.

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spon-1180483865220 22.07.2015, 21:20
192. Der Bürgerwille wird ja leider demokratisch nicht akzeptiert

Nicht nur bei DM Abschaffung und Eurorettung, auch bei der Flüchtlingsdebatte will doch kaum jemand ein Heim mit 200 Flüchtlingen als Nachbar haben.

Dann verschweigt die Presse natürlich jegliches Problem mit Kriminalität von Flüchtlingen und Ausländern im Allgemeinen.

Vielleicht sollte man den Bürgerwillen an den Grenzen durchsetzen, wie es Australien macht. Oder man sollte mal ehrlich diskutieren wieviele Millionen Flüchtlinge und Familiennachzieher, und Nachwuchs aus Somalia wir in den nächsten 20 Jahren brauchen.

Die Flüchtlingspolitik ist genauso blind wie die Europolitik. Alternativlos eben.

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Zappa_forever 22.07.2015, 21:30
193. Sehr richtig...

Zitat von LouisWu
Leider vermisse ich - wie bei eigentlich allen pro-Flüchtlingsbeiträgen - bei Lobos Artikel die von ihm bevorzugte Vorgehensweise bzgl. Flüchtlingen (die zum großen Teil einfach illegale Einwanderer sind, z.B. aus sicheren Balkanstaaten). Alle vorbehaltlos reinlassen und alimentieren? Da werden Millionen nachkommen, wenn und solange unser Land das zuläßt. Wir haben gültige diesbezügliche Gesetze und Regeln, u.A. das DublinIII-Abkommen, dass die Vorgehensweise bzgl. Flüchtlingen, die in die EU einwandern, regelt. Wer allein schon die Aufforderung, bestehende Gesetze einzuhalten, in die rechte Ecke stellt, muss sich nicht wundern, wenn die Menschen an unserem Rechtsstaat zu zweifeln beginnen.
...ich habe bereits mehrfach versucht, hier Links zu posten, welche die Kostenexplosion illustrieren, die bei steigenden Flüchtlingszahlen langfristig nicht mehr finanzierbar und auch nicht mehr kommunizierbar sein wird.

Try again...

http://www.welt.de/regionales/nrw/article144306289/Steuererhoehungen-um-Fluechtlinge-zu-finanzieren.html

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ackermart 22.07.2015, 21:31
194. Der Filmförderung ist fremd die Realität...

, in der deren Mittel auch nicht von Fremden - mehr - kommen können als aus der Mitte der Gesellschaft, die sich zwischen denen nicht "wie im falschen Film" erleben mag, solange sie auch noch dazu die Schauspieler unseres - die beleidigenden - Überlebenwolllens mitfinanzieren muss.

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jamguy 22.07.2015, 21:33
195.

Zitat von buzzi
Herr Lobo, wir brauchen nicht dringend Einwanderung. Was wir brauchen, ist eine bessere Familienpoltik. Dann geht die Geburtenrate wieder ganz natürlich nach oben, ganz ohne Ihre achso geliebten Flüchtlinge. Und selbst wenn nicht, wer entscheidet, dass Deutschland voller Menschen sein muss? Dann leben eben weniger Menschen hier. Na und, dann gibt es mehr Natur für alle. Danke für die Aufmerksamkeit.
Ich versteh die Diskussion nicht ganz!Schweiger ruft ja nicht auf die Masseneinwanderung zu unterstützen sondern den Leuten die jetzt da sind vielleicht was altes Alltagsgegenstände aus den Haushalten abzudrücken?
Ich bin mir sicher das es Ihm auch Jacke wie Hose is das tausende wieder nach Hause fahren müssen aber im Moment besteht halt erst mal handlungsbedarf.

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LouisWu 22.07.2015, 21:35
196.

Zitat von realpress
..Geht auf die Strasse und bietet diesen Verrückten kräftig Paroli, letztendlich werden Sie mehr Angst vor euch haben als andersrum. In Wirklichkeit sind es elende Feiglinge ! Gruss aus Amsterdam
Wie ich las, sind Probleme mit Migranten aber auch in den Niederlanden nicht ganz unbekannt:
http://www.welt.de/politik/ausland/article5973715/Das-Problem-der-Niederlande-mit-dem-Multikulti.html

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demokratie-troll 22.07.2015, 21:39
197. Massen mordlüsterner Rassisten

Der Titel ist ein Zitat des Autors Lobo und beschreibt recht drastisch die unappetitlichen Begleiterscheinungen der Masseneinwanderung.

Seit jeher galt der Einwanderer, der in von Ureinwohnern besiedelte Gebiete vorstößt, als Eindringling und als Aggressor. Die neokolonialistische Sichtweise, macht aus ihm nunmehr ein Opfer der Umstände, macht ihn zum Flüchtling, der das Recht auf seiner Seite hat, das Land seiner Träume in Besitz zu nehmen.
Der Verteidiger seines Territoriums aber wird zum rassistischen Verfolger der Unschuld, die sich in seinem Land ausgebreitet hat, ihn mit ihrer Ankunft zu beglücken, wenn der Fremde, den der Alteingesessene nie einlud, nun sein Dorf bewohnt.

Denn Deutschland ist ein Land mit der (Zitat) "geringsten Geburtenrate der Welt, das so dringend Einwanderung braucht".

Eine labile Gesellschaft, die angeblich etwas braucht, was sie aus Schwäche nicht selbst erzeugen kann, trifft auf Neuansiedller, die sich behaupten wollen, weil ihnen der Weg zurück versperrt ist.

Zwei Sichtweisen, eine Frontstellung.
Das Drama beginnt; wer wird sich durchsetzen, wer zurückweichen müssen? Ein friedlicher Verlauf ist ausgeschlossen. Die Seiten rüsten nicht nur rhetorisch auf.

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io_gbg 22.07.2015, 21:40
198.

Zitat von FocusTurnier
Meine Meinung ist, daß wir in einigen Jahren schwedische Zustände haben werden. Und warum? Weil die, die sich am meisten über "Hate-Speech" aufregen, diejenigen sind, die am lautesten hassen können.
In Schweden läuft sehr vieles (immer noch) sehr viel besser als in Deutschland.

Schweden hat übrigens bei weitem mehr Flüchtlinge aufgenommen als Deutschland! Und trotzdem halten sich (keineswegs abzustreitende) Probleme durchweg sehr in Grenzen. Sorge macht allerdings für die Zukunft, dass Segregation gestiegen ist.

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OHCRIKEY 22.07.2015, 21:45
199.

Zitat von taggert
Leider spiegelt der Rassismus noch etwas wieder: Das wir viel viel viel zu wenig Geld in Bildung investieren und unser Bildungssystem immer mehr versagt. Komischerweise kenne ich nicht EINEN einzigen gebildeten Rassisten... und wenn man die Postings dieser Menschen im Internet verfolgt, stellt man sehr schnell fest: ca. 90% von Ihnen sind nicht in der Lage auch nur EINEN Satz fehlerfrei zu schreiben... und ich rede nicht von falschen Satzzeichen. Diese Menschen sind nicht einmal in der Lage ganz normale Wörter halbwegs richtig zu schreiben. Wenn es nicht so dermaßen traurig wäre, wäre es fast zu lachen. Die Menschen die gerne skandieren dass "alle Migranten gefälligst Deutsch lernen sollen!" können es selbst nichtmal ANSATZWEISE!
Sorry, aber was wohl Dr. Joseph Goebbels zu Ihrer Behauptung sagen würde? Und der ist auch nur ein Beispiel höchstgradig rassistischer Nazigrößen.

Dennoch stimme ich Ihrer Beobachtung auf die heutige Situation in Deutschland bezogen grundlegend zu. Allerdings kenne ich auch diverse Akademiker mit zwar nicht rassistischen, aber Migrationsfeindlichen Tendenzen. Es geht dabei vor allem darum, dass der Staat Wohlfahrtsmigration unter dem Label "Flüchtling" duldet/ermöglicht. Auch Flüchtlinge aus dem islamischen Kulturkreis werden sehr skeptisch beäugt. Ich nehme mich da auch nicht aus.
Der große Unterschied ist, dass bei gebildeten Menschen meiner Erfahrung nach zumeist eher das Staatsversagen gesehen und nicht die Schuld bei den Flüchtlingen (illegal und legel) gesucht wird.

Zum Thema generell: man kann es traurig finden und rassistische Kommentare verurteilen. Ich finde Till Schweigers Reaktion sehr gut (Kritik kann man bringen, aber bei Rassismus hört der Spaß auf). Dass man mit einem "weiter so" und "jetzt erst recht" die Situation langfristig nur noch schlimmer macht, sollte allerdings auch klar sein.
Das ist aber leider das Standardrezept hierzulande: Augen zu und durch. Und wie man im Zuge der Eurokrise sich bei der AfD die Augen rieb, wird man es zur Not auch gerne nochmal tun, falls da irgendwann einmal eine entsprechende Partei mit dem Wahlkampfthema "Flüchtlinge raus!" dick Stimmen abfischt. Wer hätte das ahnen können?!

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