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Französische Datenschützer: Google widersetzt sich dem "Recht auf Vergessen"
REUTERS

Der Internet-Riese Google widersetzt sich der Löschung von sensiblen Privatdaten: Was für Europa gelte, sei global kein Gesetz. Französische Datenschützer schlagen Alarm.

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satissa 31.07.2015, 08:05
30. Nicht nachgeben

Da die Cowboys ja generell der Meinung sind, dass Ihnen die Welt gehöre, ist es gut, dass Europa Grenzen setzt und seine Bürger weltweit schützt. Ein paar Zeilen über diesem Artikel schreibt SPON, dass Schweizer Banken in den USA bestraft werden, weil Amerikaner in der Schweiz Geld deponiert haben, dass eventuell aus Geldwäsche stammen könne.
Die USA würde auch die Deutsche Bank bestrafen, wenn diese ein Geschäft zwischen Nordkorea und China in Dollar abwickeln würde.
Insofern, wenn die Cowboys meinen, dass Ihre Gesetze weltweit gelten, dann sollen die Europäer diesen Anspruch auch für europäische Gesetze durchsetzen.

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kpdsu 31.07.2015, 08:07
31.

Sehr gut! Sie sollten sich unbedingt weiter gegen die französischen Forderungen stellen!

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Leser161 31.07.2015, 08:12
32. Grundsatzproblem

Das ist halt ein Grundsatzproblem. Die einen sagen wo unser Server steht ist das aber alles erlaubt. Ich sage ein Europäer der hier was an seinem Computer macht hat ein Recht darauf das dabei europäisches Recht gilt. Das sollte mal endlich festgehalten werden.

Wenn ich eine Kanone auf meinem Kutter montiere und von internationalen Gewässern aus deutsches Festland beschiesse werde ich ja schliesslich auch belangt.

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claus.w.grunow 31.07.2015, 08:24
33. Gute Analyse

Zitat von behr22
Erstens ist es generell etwas lächerlich Suchergebnisse zu löschen, weil die Inhalte weiterhin bestehen bleiben. Wenn es einen gerechtfertigten Grund für eine Lösung gibt kann man den Webseitenbetreiber zwingen es zu löschen. Googles Argumentation zur internationalen Löschung ist auch macht auch absolut Sinn. Was ist wenn als nächstes aus China etc. solche Forderungen kommen?
Aber wie sollen dann die "Erleuchteten" in Europa weiter leuchten? Wenn sie Mut für das eine aufbringen, dann sollten sie das auch für das andere. Mit der Vertuschungskultur sollte im 21. Jahrhundert Schluß sein.

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hannibal24 31.07.2015, 08:24
34.

Zitat von behr22
Erstens ist es generell etwas lächerlich Suchergebnisse zu löschen, weil die Inhalte weiterhin bestehen bleiben. Wenn es einen gerechtfertigten Grund für eine Lösung gibt kann man den Webseitenbetreiber zwingen es zu löschen. Googles Argumentation zur internationalen Löschung ist auch macht auch absolut Sinn. Was ist wenn als nächstes aus China etc. solche Forderungen kommen?
Solange sie Niederlassungen in Europa betreiben, müssen sie sich auch an europäisches Recht halten. Niemand zwingt sie hier Niederlassungen zu betreiben. Das gleiche gilt auch für China. Wenn sie da Niederlassungen betreiben und Geschäfte machen, haben sie sich auch chinesischen Recht unterzuordnen. Egal was man davon hält. Niemand wird gezwungen in China Geschäfte zu machen.

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Schraube 31.07.2015, 08:33
35. Einen ähnlichen Kampf focht Google auch in China

Dort ging es um Inhalte, die die Harmonie der Gemeinschaft stören oder so ähnlich.

Google wich irgendwann nach Hongkong aus, wurde aber auch dort immer mehr blockiert.
Es ist schon beängstigend, wenn jetzt Europa verlangt, dass seine Rechtsprechung auf die ganze Welt ausgeweitet wird.

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mainstreet 31.07.2015, 08:34
36. Die muss man verhaften!

Als Freund der Kurden und Karl May-Leser für ein freies Kurdistan wie es Winnetou und Old Shatterhand kennen habe ich in Foren schon mehrfach einen eigenen Kurdenstaat befürwortet und die Kurden im Irak wollen dies auch.- Allerdings konnte ich vor ca zwei Jahren einen solchen von mir verfassten Thread in einem Heise-Forum ohne weiteres bei Google wiederfinden die solche Threads einfach aus Foren abspeichern und das ist eigentlich kriminell.
Ich lebe in Europa und nicht weltweit und Google hat nicht das Recht Artikel zu speichern oder zu veröffentlichen weil die Internetadresse auf com endet
und nicht auf de. und die dadurch nicht zu löschen. Was in Europa geschrieben wurde muss auch nach den europäischen Fristen wieder gelöscht werden denn es ist auch eine Gefahr für den Einzelnen wenn er dann 20 Jahre später in der Türkei bei einem Strandurlaub verhaftet wird weil er eben vor 20 Jahren für ein freies Kurdistan war und Google com nichts löschen will.
Die Führung von Google sollte man umgehend verhaften sie ist ein Sicherheitsrisiko für den Einzelnen.!

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Steve Holmes 31.07.2015, 09:14
37.

Zitat von hansgustor
Es geht aber nicht um China.
Leider gibt es in der „freien Welt" mittlerweile auch bestärkte Bestrebungen zur Zensur. Wir sollten Google dankbar sein, dass sie sich dem widersetzen.

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hansgustor 31.07.2015, 11:10
38. Totschlagargument

Fallt bitte nicht auf die Verallgemeinerung rein. Dieses Gesetz hat nichts mit Zensur aufgrund politischer Entscheidungen zu tun. Genauso könnte ich sagen, ich bin gegen international festgelegte Menschenrechte, weil man sich an Nordkorea orientieren müsste.

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Georg_Alexander 31.07.2015, 12:25
39. Der ganze Datenklau

hätte ein schnelles Ende, wenn man für die Nutzung erschlichener, persönlicher Daten einen Schadensersatz effizient einfordern könnte. Wer keine gültige Datenschutzerklärung vorweisen kann (das muss mehr sein, als eine versteckte Klausel in den AGBs), der zahlt. Ist der Schadensausgleich genügend hoch bemessen, dann wird sich da ganz schnell ein 'Datenschutzerzwingungs'-Markt entwickeln. Google u. a. werden sich deshalb nicht aus Europa zurückziehen. Die Grenze zwischen öffentlichem Interesse und pers. Datenschutz muss natürlich messerscharf gezogen werden. Aber das gilt ja auch für alle anderen Medien...

Ein gangbarer Ansatz wäre vielleicht: Datenschutzvereinbarungen haben grundsätzlich immer ein Ablaufdatum. Das würde den Datenschutzaufwand gerechterweise in Richtung der Nutznießer verschieben. Wenn dies genügend Wähler einfordern, dann sollte dies auch umsetzbar sein.

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