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"Freiheit statt Angst": Tausende demonstrieren in Berlin gegen Überwachung
DPA

Edward Snowden war am Samstag in Berlin zu Gast - zumindest auf vielen T-Shirts und Plakaten. Mehrere Tausend demonstrierten gegen die Überwachung durch Geheimdienste, darunter auch 30 "Normale Leute".

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redbayer 30.08.2014, 21:02
10. Der kleiner werdende Protest ist ebenfalls

Ergebnis der "Totalüberwachung". Während zur Zeit der Snowden Datensammlung (2007 bis 2009) noch das Ausspähen im Vordergrund stand arbeiten heute die Dienste, insb. NASA, CIA, GCHQ voll an der Manipulation von Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit. Vor allem wird die Kommunikation gezielt gesteuert. Selbst bei SPON werden Artikel und deren Kommentierung durch gezielte Beschwerden (BND) und Auftragsstellungnahmen so verändert, dass am Ende die gewünschte "Meinungsbildung" die Oberhand gewinnt.

Diejenigen die sich gegen dieses "Orwellsyndrom" wehren, haben es immer schwerer. Sie werden überwacht und gleichzeitig in ihren Möglichkeiten eingeschränkt, einschl. der Manipulation der ihnen zur Verfügung gestellten Informationen.

Ausgehend vom Weltmachtführer USA wird so die Wahrnehmung vieler und ganzer Gesellschaften in die gewollte Richtung gesteuert und so eine neue "augmented reality" geschaffen.

Für Deutschland heißt das "niemand wird sich in Zukunft noch über die Tatalüberwachung aufregen" - Grundgesetz hin oder her - Hauptsache man zeigt sich gefügig, dann wird man von Obama gelobt. Aktuell z. B. jede Woche ein Obama Anruf beim Hosenanzug Merkel, offiziell "wie man dem bösen Putin bestrafen kann", in Wirklichkeit wie Deutschland die EU steuern soll.

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spon-facebook-1810274577 30.08.2014, 21:08
11.

Bei "Piraten" hab`ich aufgehört zu lesen.

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asmael666 30.08.2014, 21:11
12. Heiligendamm

Seit ich beim G8 in Heiligendamm war, tagsüber das Geschehen mitbekommen habe und abends das Geschriebene über den Tag - ja seitdem habe ich begonnen, an Paralleluniversen zu glauben.
Insofern kann ich all die blumigen, aber verschleiernden Formulierungen auch eines Spiegel nicht mehr ernstmehmen.

/Asmael

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studibaas 30.08.2014, 21:11
13. Bekommt der Autor Geld dafür... (Teil1)

Über die "Szene" herzuziehen? Geld vom Verfassungsschutz oder gar Schreiber vom Verfassungsschutz?

Mir sträuben sich die Haare bei derart zielgerichteter Meinungsmache gegen Überwachung. Zitate? Beispiele?

Es fängt in der Artikelbeschreibung an. "Mehrere Tausend demonstrierten gegen die Überwachung durch Geheimdienste, darunter auch 30 "Normale Leute"".
Woraus dann ja folgt, dass die tausenden Demonstranten unnormal bzw. nich ganz normal sind. Nicht ganz normal oder unnormal ist aber wohl als Wertung, wenn nicht gar als Beleidigung zu sehen.
Weiter:
"Diese Demo ist quasi ein Szenetreffen, Netzaktivisten und Hacker, Politiker und Datenschützer kennen jedes Jahr den Termin, Passanten fragen allerdings eher schon mal: "Freiheit statt was?""
Statt Totalüberwachung, onlinedurchsuchung, e-mail Schnüffelei und damit faktisch die Ausheblelung des Postgeheimnisses. Kaum jemand unter 50 schreibt nämlich heute noch Briefe. Und: Szenetreffen? Szene, das sind ein paar "unnormale" nett anzuschauen aber mit komischen Ansichten. Passt ja zur Meinung des Autors, der das schon vorher so schrieb. Und wieder unangreifbar: Szene ist nirgends sauber definiert, und das die Leute unnormal sind (im Gegensatz zu normal) sagt der Autor nicht explizit, so das er unangreifbar bleibt. Insgesamt sehr schöner Artikel in Sachen eristische Dialektik, aber mit einem Sachartikel hat das wenig zu tun.

Dennoch weiter:
"Zwar ist es ein sehr buntes Bündnis, das sich hier jährlich gegen Überwachung zusammenschließt: Amnesty International, Digitalcourage, die Grünen, die Linken, die Piraten, die FDP, die Naturfreunde Berlin, das Whistleblower-Netzwerk und der Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen..."
Es ist unter Autoren und Redakteuren bekannt, das in einer Aufzählung man sich am ehesten das letztgenannte merkt. Daher wohl auch kaum Zufall, das die sexuellen Dienstleistungen (schmutzige Szene) zum Schluss genannt wird, Amnesty International gleich zu Beginn. (An den Autor: Das was sympathisiert, am besten in die Mitte, da fällt es noch weniger auf, so für zukünftige Meinungsmache).

Am besten aber der hier:
"Ungefähr 5000 Demonstranten waren dabei, die Veranstalter sprechen von 6500. Die Mitte der Gesellschaft hatte offenbar etwas anderes vor."
Aha, ab welcher Demoteilnehmerzahl hat es denn die Mitte der Gesellschaft erreicht. Erst ab 20 Mio? 5000 Demonstranten ist schon ne Hausnummer, und ich bezweifel, das es eine Untersuchung über den Berufs und Politikquerschnitt der Demonstranten gab.

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studibaas 30.08.2014, 21:12
14. Bekommt der Autor Geld dafür... (Teil2)

Aber der Topklopper ist der hier:
"Die bisher größte dieser Demonstrationen fand vor vier Jahren statt, als Ursula von der Leyen Netzsperren gegen Kinderpornografie errichten wollte. Rund 25.000 Menschen protestierten damals gegen Überwachung."
Nazikeule ist out, Kinderpornkeule ist in! So definieren wir mal eben 25.000 Menschen als Kinderporngucker und können sie so diskreditieren.
Das die Demo damit zu tun hatte, das die Sperre technisch so unausgereift war und auf Algorithmen beruhte die faktisch willkürlich waren und vor allem eines nicht geschafft hätten, nämliche Kinderpornos zu verhindern verschweigt der Autor. Aber um das zu Wissen muss man wohl Ahnung von der Materie haben und zur "Szene" gehören! Um Effektiv Kinderporns zu verhindert benötigt es nämlich ggf. eine Software die auf Bilderkennung beruht. Die Kapazität diese dann ggf. Flächendeckend an allen Schnittstellen in Ausland als Filter aufzsetzen haben wir aber gar nicht und so ein (sinnvoller) Ausbau war auch nicht geplant.
Bitte die Absätze und Anführungszeich beachten und nicht wieder verreißen, um die Meinungsmache aufrecht zu erhalten.

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kumi-ori 30.08.2014, 21:13
15. Liest sich wie ein Schulaufsatz

in einem Stadtteil-Anzeigenblatt

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Das Pferd 30.08.2014, 21:24
17.

Zitat von Semmelbroesel
...prägen diesen Artikel merkwürdige Untertöne. Es liest sich so, als würde sich der Autor lustig über die Demonstranten machen. Oder bilde ich mir das nur ein?
warum nicht? Es gibt ja auch einiges an den Aluhüten zu verspotten. Daß man deshalb "gegen die Demonstranten ist", ist eine platte Sicht von Leuten, die keine Zwischentöne kennen.

Die Anzugträger fand ich eine großartige Idee. Ich war seit 25 Jahren praktisch auf keiner Demonstration mehr. Ich bin nicht Staffage für irgendwelchen linken, rechten oder sonstigen Spinner, nur weil die ein gesellschaftlich relevantes Thema aufgreifen.
Das könnte eine interessante neue Protestform sein, eine klare Sachaussage bei gleichzeitger Abgrenzung gegen Spinner.

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trashschollie 30.08.2014, 21:24
18. Trashschollie

Und wieder eine tendenziöse Überschrift. Und wieder zieht der spiegel die letzten aufrechten Kämpfer in den Dreck.

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nibelung 30.08.2014, 21:26
19. Interessiert in Wirklichkeit keinen

Das Thema wird von interessierten Kreisen hochgepuscht und von der politisch korrekten Presse am Kochen gehalten. Die Menschen verzweifeln am räuberischen Staat, der sich immer neue finanziellen Schikanen einfallen lässt und auf der anderen Seite das Geld mit vollen Händen zum Fenster hinaus wirft. Deswegen sind hier gerade mal 2 Seiten Kommentare, während es z.B. bei der Maut schon 30 sind. Demgegenüber wird das Thema zwar kommentiert, aber die Menschen bewegen ganz andere Dinge. Die Presse wäre gut beraten, wenn sie das politisch korrekte Gesuelze sein ließe und sich mehr den Themen widmete, die den Menschen wirklich Angst machen, wie zB die nächste Banken- oder Eurorettung, die europäische Arbeitslosen- Versicherung, die natürlich wieder hauptsächlich von Deutschland alimentiert wird, die Parallelgesellschaften in manchen Großstädten, usw, usw. alles wichtiger und drängender als das laeppische Überwachungsthema.

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