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Gefälschte E-Mails: US-Manager überweist 17 Millionen Dollar an Betrüger

Mit gefälschten E-Mails haben Internetbetrüger einen amerikanischen Top-Manager dazu gebracht, umgerechnet 15 Millionen Euro auf ein Bankkonto in China zu überweisen. Das Opfer glaubte, auf Anweisung seines Chefs zu handeln.

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klugscheißer2011 09.02.2015, 18:55
1. Mitleid

Topmanager dürfte er damit längste Zeit gewesen sein. Mit diesem Mann kann man jetzt nur noch Mitleid haben. Gibt's irgendwo ein Muster von der Mail, die so verfasst gewesen sein muss, dass sogar ein Topmanager darauf hereinfiel?
Und zweite Frage: Gibt es in Deutschland eine legale Möglichkeit diesen Fall nachzuahmen..?
Nein, schade, dann lass ich es!

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openminded 09.02.2015, 19:52
2. Selbst Schuld, Firma und

Den Chef anrufen? Dem Chef eine Email an die bekannte Adresse senden und fragen, ob die andere Emailadresse wirklich seine ist? Den "Verifizierungskontakt" selbst ermitteln/nachvollziehen? Sich als Topmanager fragen, warum man über firmenfremde Accounts - aber nur auf einer Seite - kommunizieren muss, um SEC-konform zu handeln? Als "Topmanager" hätte man sich die eine oder andere Frage stellen sollen.

Einer (angestellten) Einzelperson, die nicht mal zur obersten Führungsriege gehört (sonst hätte er keinen Chef, warum dann eigentlich Topmanager?) Einzelverfügungsvollmacht über derartige Beträge einzuräumen, offensichtlich ohne jede Kontrolle, ist außerdem etwas fahrlässig.

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rot 09.02.2015, 20:14
3. Eine Ansichtskarte wäre zuverlässiger!

Das Ganze ist ja nur sehr schwer zu glauben. Entwendender ist die Geschichte erfunden, oder das angebliche Opfer ist der eigentliche Täter.
So schwachsinnig, um nur auf ein Mail hin, irgendwohin Geld zu überweisen, kann man eigentlich nicht sein.
Wie kann so ein Mensch Manager werden, der Zugriff auf Millionen hat? Die Porto-Kasse wäre schon zu viel Verantwortung.
Aber offensichtlich ist manchen Leuten nicht bekannt, dass man mit entsprechenden Kenntnissen eine E-Mail mit jedem belieben Absender versehen kann. Da ist eine Ansichtskarte noch vertrauenswürdiger, falls man die Handschrift kennt.

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s342 09.02.2015, 20:40
4.

Kann man auf diese Weise auch eine "Verzollung" umgehen? Wer weiß, wer weiß...
Ob da alles wirklich so stimmt wie angegeben.

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pavot 09.02.2015, 22:26
5. Kein Fake

Nein, das ist leider kein Fake. Sowetwas kommt vor. Die Größenordnung in diesem Fall ist durchaus beeindruckend, der Modus Operandi aber "bewährt". Das ist in jedem Fall schon "hohe Schule" und nix von und mit Kleinkriminellen......
Der Mitarbeiter den es hier getroffen hat kann einem wirklich leid tun. Hinterher ist es immer recht einfach es besser zu wissen.

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rudy532 09.02.2015, 23:19
6.

koenten sie uns bitte genau erklären,wie das gemacht wird.

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dosmundos 10.02.2015, 00:16
7.

Der berüchtigte "Fake-President-Trick". Hat auch in Deutschland schon Opfer gefunden - meist sind es Sachbearbeiter in der Buchhaltung. Und strengste Geheimhaltung: "wenn Sie mich auf dem Gang sehen, sprechen Sie mich bloß nicht auf diesen Vorfall an".

Ist eben nicht jeder so schlau und umsichtig wie meine Vorkommentatoren hier :-) !

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tapier 10.02.2015, 00:56
8. wieder mal ein Beweiss dafür

das so mancher Posten im Managment von vollkommen untauglichen Personen besetzt sind.

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deekline 10.02.2015, 01:19
9. Einen solchen Fall hat es auch in Deutschland gegeben.

Ein guter Bekannter, Prokurist bei einem grossen deutschen Konzern, hat mir im vergangenen Jahr von einem sehr, sehr ähnlichen Fall berichtet, bei dem ein einstelliger Millionenbetrag auf Nimmerwiedersehen nach China ging. Analyse der Korrespondenz deutete auf detaillierte Sach-, Prozess- und Personenkenntnis hin, bishin zu den Namen intern verantwortlicher Controller, die mit ähnlichen Methoden durch falsche Ansprechpartner ersetzt wurden. Einziger möglicher Rückschluss war Zugang von Dritten zu Betriebsinterna über entweder ein kompromitiertes / gehacktes Kommunikationssystem, oder korrumpierte Mitarbeiter, beides Dinge, mit denen man sich nicht unbedingt gern an die Öffentlichkeit wagt. Die Angelegenheit wurde abgeschrieben.
In dem mir bekannten Fall wurde die Transaktion über mehrere Monate angelegt und aufwendig vorbereitet; ich bin mir sicher, dass das keine Einzelfälle sind.

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