Forum: Netzwelt
Geld für Online-Presse: Warum mit dem Leistungsschutzrecht Chaos droht

Wer soll zahlen, an wen und wofür? Die Regierungskoalition will ein Leistungsschutzrecht einführen, um Verlagen online zusätzliche Einkünfte zu sichern. Wenn die Formulierungen so schwammig bleiben wie in der Absichtserklärung, droht jahrelanges Rechtschaos.

Seite 2 von 2
heinz-fassbender 06.03.2012, 08:29
10. Rechtschaos

Wenn die Formulierungen so schwammig bleiben wie in der Absichtserklärung, droht jahrelanges Rechtschaos.

Aber das ist doch üblich so...schließlich muss die deutsche Justiz ja beschäftigt bleiben um alles auf Kosten des Rechtssuchenden weiter interpretieren zu können. Das nenne ich Beschäftigungstherapie für die Justizindustrie.....und es wir da kräftig Moneten umgesetzt

Beitrag melden Antworten / Zitieren
watislos 06.03.2012, 09:35
11.

Zitat von rentner69
Auch ich bin mir sicher, dass bei Inkrafttreten des Gesetzes Google seine hervorragende News-Seite einstellt.
Google könnte die Newsseite in Deutschland umstellen.

News zum Thema "xyz"
Treffer: Link1 Link2 Link3
Kein Snipplet mehr. Oben gelistet werden jene Anbieter die Google rechtlich verbindlich dafür die Freigabe erteilen. Medien die dann also Snipplets freigeben werden gefunden, geklickt und verdienen Geld.


Unverschämt ist eigentlich, dass JEDER Seitenbetreiber seit je her mit der kleinen Datei robots.txt die Möglichkeit hat selber zu bestimmen wer seine Inhalte sieht und wer nicht. Wenn Die Verlage nicht wollen, dass die Inhalte online zu sehen sind, dann sollen sie diese Inhalte nicht öffentlich freigeben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gibbonnobbig 06.03.2012, 09:39
12. Geld für Nichts! Yay!

Jetzt sollen die Zeitungsverleger also das bekommen, was sie seit Jahren fordern: ihr eigenes ACTA. Bravo! Die Lobbyarbeit hat sich ausgezahlt!

Weil sie es verpasst haben mit ein eigenes Geschäftsmodell zu entwickeln wollen sie nun einfach von denen kassieren, die zeigen, wie man mit Onlinejournalismus Geld verdient. Toll!

Jahrelang zurückgelehnt, fleissig Artikel von wem auch immer zusammenkopiert, Agenturmeldungen ohne Überprüfung online gestellt, Anfänger sich austoben lassen und von Google-News als Trafficbringer profitiert und jetzt noch Geld fordern hahaha

Und jetzt wird's wohl wie immer laufen: Google nimmt sie einfach aus dem Index und dann können sie sehen wo sie bleiben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
markenware 06.03.2012, 09:49
13. ...

Ich schlage vor, Google demonstriert mal vorab die Konsequenzen, bevor ein entsprechendes Gesetz in Kraft tritt.
Am besten jetzt gleich zur CEBIT. Dann kommt vielleicht der eine oder andere doch noch ins Grübeln.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
watislos 06.03.2012, 09:56
14.

Das ist sogar noch zu kurz gedacht... auf den meisten Newsseiten läuft auch Werbung von Google. Google bringt Newsseiten kostenlos Besucher die den Betreiber dann Werbeeinnahmen bringen die von GOOGLE an die Betreiber über Adwords/Adsense gezahlt werden.

Und für diese Zustellung der Besucherung und Generierung von Werbekosten wollen die Verlage jetzt noch zusätzlich Geld bekommen.



Zitat von gibbonnobbig
von Google-News als Trafficbringer profitiert und jetzt noch Geld fordern

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Christ 32 06.03.2012, 10:04
15.

Zitat von markenware
Ich schlage vor, Google demonstriert mal vorab die Konsequenzen, bevor ein entsprechendes Gesetz in Kraft tritt. Am besten jetzt gleich zur CEBIT. Dann kommt vielleicht der eine oder andere doch noch ins Grübeln.
sehr guter Vorschlag

einfach mal 14 Tage alle Medienlinks abstellen, danach sollte die Gesetzesinitiative vom Tisch sein

Beitrag melden Antworten / Zitieren
luenk 06.03.2012, 11:19
16.

Auch redaktionelle Texte werden weitgehend durch das Urheberrecht geschützt. Und wenn ein Verlag keine Google-Links etc. auf ihre Internetseiten will, könnte er den Zugang einfach kostenpflichtig machen. Warum machen nur wenig Verlage von dieser Möglichkeit Gebrauch und verlangen stattdessen ein pauschales Inkasso? Sieht aus wie eine ziemlich dreist e Erschliessung neuer Einnahmequellen, und zwar auf die ganz bequeme Tour.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 2