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Gema-Chef Heker: "Allianz gegen YouTube"

Die Gema hat die Verhandlungen mit YouTube über Musik im Netz abgebrochen. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE erklärt Gema-Chef Harald Heker, warum seine Organisation nun 600 Songs sperren lassen will, warum er Google in der Pflicht sieht - und was die Gema von Apple erwartet.

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pulegon 10.05.2010, 18:18
1. Klick

Zitat von sysop
Die Gema hat die Verhandlungen mit YouTube über Musik im Netz abgebrochen. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE erklärt Gema-Chef Harald Heker, warum seine Organisation nun 600 Songs sperren lassen will, warum er Google in der Pflicht sieht - und was die Gema von Apple erwartet.
http://www.youtube.com/user/metallicatv?blend=1&ob=4

Das ist alles, was es bringen wird.

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und_die_welt_steht_still 10.05.2010, 18:32
2. jaja...

schuld sind immer die anderen.. das alte Spiel..

Die Gema ist ein überholtes Prinzip.. sollen die Künstler doch froh sein, das zusätzlich Werbung für sie auf einer so großen Inetseite gemacht wird.. Ebenfalls finde ich, das das das Spielen von Tracks im Radio ebenfalls eine Werbewirkung hat. Wenn die Musik gut ist, werden auch die Alben gekauft und es wird zu den Konzerten gegagen..
Alle Künstler die sich von diesem Laden vertreten lassen können nur die Hals nicht voll kriegen...

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robrobsen 10.05.2010, 19:15
3. Wie

die GEZ, ist die GEMA ein Relikt vergangener Tage. Ein nutzloser Geldvernichtender Apparat den jeder Künstler schon lange nicht mehr braucht.

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Molokai_Mike 10.05.2010, 19:27
4. Habgier und fehlender Realismus

Das Interview zeigt einmal mehr die Habgier und Realitätsferne der GEMA. Da werden permanent Abgaben für Geräte verlangt, Urheber hier Urheber dort, man zahlt für DVDs, CDs, Blue Ray Discs, Computer, Drucker, Scanner, DVD-Brenner, DVD-Rohlinge, iPads, Netbooks, Notebooks, baut dann Kopierschutz-Mechanismen in Datenträger ein, die legalen Nutzern das Abspielen erschweren und jammert immer noch, dass angeblich alle Musik dieser Welt kopiert wird.

Es ist unerträglich: Würden sich die Herren mal an einen Tisch setzen und ein realitätsnahes Konzept vorlegen mit Preisen, die allen Beteiligten ein vernünftiges Geschäftskonzept erlauben, wären alle auch einen Schritt weiter. Dass sich die GEMA "dranhängt", wenn andere Unternehmen Produkte auf den Markt bringen, und einfach die Hand aufhält zum pauschalen Mitkassieren - antiquiert und monopolistisch erscheint einem das...

Warum man jetzt für's iPad (schon) wieder GEMA-Abgaben zahlen soll, das versteh wer will. Ich persönlich nutze den iTunes Store, sehe sehr selten etwas bei Google an, kaufe ne Menge DVDs und habe keinen Fernseher zu Hause stehen. Warum ich dennoch bei diversen Geräten nochmal irgendwelche Urheberabgaben zahlen muss, die eigentich im Kauf der Medien bereits enthalten sein sollten, verstehe ich leider nicht.

Vielleicht fehlt mir aber nur der wesentliche Blick für dieses Geschäftsmodell?

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sprechweise 10.05.2010, 19:30
5. Hä

Zitat von sysop
Die Gema hat die Verhandlungen mit YouTube über Musik im Netz abgebrochen. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE erklärt Gema-Chef Harald Heker, warum seine Organisation nun 600 Songs sperren lassen will, warum er Google in der Pflicht sieht - und was die Gema von Apple erwartet.
Google/YouTube werden die Songs sperren wenn die Gema das will. Das was die Gema verdienen will läßt sich mit dem Geschäftsmodell von YouTube nicht erwirtschaften.
Die Gema will letztlich dass YouTube das mit rüberschiebt was andere erwirtschaften.

Die Gema und die Rechteinhaber müssen abwägen was Ihnen die kostenlose Werbung auf YouTube bringt.

Der Umstand dass auf YouTube manches nicht zu finden ist, wird es keinen einzigen zusätzlichen Käufer ergeben. Wer mehr Käufer haben will muss seine Songs bekannt machen und legale Kaufmöglichkeiten vorhanden anbieten.

Und selbst wenn YouTube Geld zahlen würde, die Gema würde das meiste behalten.

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redpirate37 10.05.2010, 19:48
6. was es bringen wird...

Zitat von pulegon
Das ist alles, was es bringen wird.
man ist jahrelang ohne Gema und die Musikkonzerne ausgkommen.
Seit eins zwei Jahren nun werden sogar bei selbst erstellten Videos von Fans die Musikuntermalungen gesperrt.

Die Gema ist, genauso wie die FSK und die GEZstapo, ein Relikt aus einer Zeit als es noch kein Internet gab.
Riesige Bürokratiemonster die mehr Kosten als Nutzen verursachen.

Musik CDs DvDs einfach mit einem Zahlencode ausstatten, so wie es die Spielehersteller schon lange machen, wäre effektiver.

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Batch1211 10.05.2010, 20:03
7. Zu wenig Einblick

Das was hier geschrieben wird, kann so nicht stehen gelassen werden.

Google ist selbst schuld, hat die Firma doch die Preise für Internetwerbung selbst zerstört. Mit Tausender-Kontaktpreisen von 2-3 EUR erzielt man enorme Margen für eine relativ resourcenschonende Suchmaschine (Google Suche). Bei einer Video-Plattform, die für fast 12% des gesamten globalen Internettraffics zuständig ist, sieht das schon anders aus. Im letzten Jahr hat YouTube einen Verlust von 500 Mio. Euro gemacht, die Kosten für die Serverstruktur sind immens.

Und jetzt stehen wir dumm da. Höhere Preise für Internetwerbung sind nicht durchsetzbar. Dennoch reichen sie nicht einmal um die eigenen Kosten zu decken. Dann soll Google noch Geld an die Rechteinhaber abdrücken. Das kann nicht funktionieren.

Der logische Schluss kann jetzt aber nicht sein, dass die Rechteinhaber ihr Geschäftsmodell aufgeben und ihre Werke umsonst anbieten, oder zu deutlich niedrigeren Preisen. Dieser Schritt wäre nicht mehr rückgängig zu machen. Und deshalb wehren sich GEMA und Co. so dagegen.

In die gleiche Falle ist der Journalismus getappt, als er seine Inhalte über das Internet kostenlos anbot. Die Margen im Werbemarkt sind einfach zu klein um die Kosten für die Produktion zu decken. Profitieren können hier nur die ganz großen Anbieter (hierzu gehört auch SPIEGEL online).

Wenn man glaubt, das Internet würde den Künstlern eine neue Plattform liefern um sich bekannt zu machen, dann ist man auf der falschen Spur. Kurzfristig mag diese Ansicht zustimmen, langfristig ist jedoch der Nukleus jeder Diskussion, ob dem ein anständiges Geschäftsmodell entgegensteht. Und dies ist hier definitiv nicht der Fall.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...689372,00.html

Fazit: Die Vielfalt an Musik wird abnehmen. Die GEMA muss seine Forderungen durchsetzen, und schützt so die Künstler.

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und_die_welt_steht_still 10.05.2010, 20:07
8. re

Zitat von Molokai_Mike
Vielleicht fehlt mir aber nur der wesentliche Blick für dieses Geschäftsmodell?
$$$-Geschäftsmodell ;-)

Sachen mit denen sich einmal Geld verdienen ließ und sich die Leute ans Zahlen gewöhnt haben wird man (in DE) scheinbar so schnell nicht mehr los...

Beispiel Kabelanschlüsse...
Bevor Sattelitenschüsseln unter 1000 DM nicht zu erwerben waren, kam man im Verhältnis mit den Kabelgebühren immer noch einigermaßen gut davon.. Sprich das Angebot war einigermaßen Fair.
Heute bekommt man solche "Schüsseln" aber fürn Appel und nen Ei hinterher geworfen.. Die Preise für Kabelanschlüsse sind aber immer noch genau so hoch wie damals... Die Leute haben sich dran gewöhnt und Zahlen weiter für ein vollkommen überteuertes Angebot.
Die Leute lassen es halt mit sich machen.. Und Die Politik sieht dabei zu.. Sooo läuft der Laden.. Und von diesen Läden geistern noch eine Menge durch unsere
"freie Marktwirtschaft"

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viwaldi 10.05.2010, 20:09
9. Leider keine Ahnung

Zitat von robrobsen
die GEZ, ist die GEMA ein Relikt vergangener Tage. Ein nutzloser Geldvernichtender Apparat den jeder Künstler schon lange nicht mehr braucht.
Die Beiträge zeigen bislang nur eins: viele haben keine Ahnung, wovon sie schreiben.
Richtig ist, dass die Autoren, also die, die geistiges Eigentum in Wort oder Ton erschaffen, einfach abgehängt werden und das YouTube und andere auf deren Rücken (mit deren Inhalten) kräftig verdienen wollen. Das ist doch krank.

Das wäre so, als ob du bei Ebay was reinstellst, dann kein Geld vom Empfänger bekommst, aber Ebay seine Prozente abgreift. Keiner der hier diskutiert, würde das mehr als einmal machen wollen - Ebay wäre ganz schnell tot (mangels Anbietern).

Wir können doch nicht unsere Künstler über Steuern ständig fördern (Filmförderung, Nachwuchspreise, usw.) und am Ende verdient Google ohne Risiko Geld, wenn jemand Erfolg hat. Und nur weil jemand mächtig ist (YouTube, Google), muss man nicht automatisch vor ihm einknicken in vorauseilendem Gehorsam und schlimmstenfalls aus Eigennutz.

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