Forum: Netzwelt
Geplante Modernisierung: Neue Bundes-IT wird zum Milliardenfiasko
Kay Nietfeld/DPA

Für ursprünglich eine Milliarde Euro sollten alle Bundesbehörden einheitliche IT-Arbeitsplätze bekommen. Doch die Kosten explodieren, der Haushaltsausschuss des Bundestages fordert eine "Neuordnung".

Seite 1 von 6
burlei 30.08.2019, 18:20
1. Informationstechnik ... Informationstechnik ....

Da war doch mal was.... Ich meine, außer "Neuland" .... Achja! da gibt es doch ein Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und das Bundesministerium des Innern, Bau und Heimat! Das letztere hat doch die Gesamtprojektleitung der IT-Konsolidierung übernommen. Wer ist da nochmal der Chef, also Bundesinnenminister.... Achja, Seehofer, CSU. Und der andere, der vom BMVI .... Scheurer, CSU.

Warum wundere ich mich jetzt über nichts mehr?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wolf_xl 30.08.2019, 18:23
2. Davon kann ich ein Liedchen singen...

...ich bin in der IT einer oberen Bundesbehörde beschäftigt - es ist teilweise noch viel schlimmer als es der Artikel vermuten lässt...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sozialismusfürreiche 30.08.2019, 18:25
3. Behörden-IT mich wundert nichts

Behörden-IT mich wundert nichts. Wer Papierverfahren 1:1 digitalisieren will produziert ausser Kosten nicht wirklich einen Fortschritt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
frank57 30.08.2019, 18:31
4. Das Fiasko

ist schon lächerlich!
Was kriegt diese Regierung mit all ihren "Experten" überhaupt noch hin?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mb2017 30.08.2019, 18:34
5. Wundert mich nicht

Nach meiner Erfahrung sind alle Behörden für eine IT. wichtig ist nur:
Die eigenen Prozesse dürfen sich nicht ändern
Die Zahl der untergebenen Mitarbeiter darf sich nicht verringern (Bedeutungsverlust der eigenen Abteilung)
Man muss neue Mitarbeiter bekommen, die die Computer bedienen.

Hier fehlen spanische Methoden. Wer nicht mitmacht kann sofort gehen. Alle anderen müssen beweisen, dass man sie noch braucht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Mike1108 30.08.2019, 18:36
6. Im Lead

Ich würde gern lesen, wer hier die Führung hat. Ist es ein IT Konzern? Ich erlebe es immer wieder, dass Leute, die nicht vom Fach sind, bereits im Vorfeld Weichen stellen und damit die beste Lösung bereits verhindert haben. Solche Projekte brauchen eine strenge Organisation und keinen Flickenteppich lokaler Fürsten. Wenn man sich überlegt, wie viele sinnvolle Ausgaben nicht getätigt werden und dann kommen solche Meldungen, als wäre es das Normalste der Welt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hansgmueller 30.08.2019, 18:44
7. Einheitliche

Wahrscheinlich zu viele Berater.
Es gibt grosse Firmen, z. B. mit einem Stern, bei der die Softwareverteilund einheitlich und zentral gesteuert wird. Auch gibt es etliche Unternehmen, die mit Thin Clients arbeiten, auch zentral gesteuert und überwacht. Da sind keine Hundertzahl an Einzelkämpfer im Einsatz. Sondern Firmen die Jahrzehnte lange Erfahrungen haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vaikl 30.08.2019, 18:50
8. Bei der schon wieder mit so einem Mammutprojekt...

...beauftragten BWI GmbH, die als reine nichtmilitärische Ausgründung der Bundeswehr bereits im Projekt HERKULES bewiesen hat, dass sie *nichts* von Wirtschaftlichkeit und Controlling versteht (und deswegen auch vom Bundesrechnungshof gerügt wurde), wundert mich in diesem Zusammenhang nichts mehr - außer der Frage, welche Tölpel in Berlin die schon wieder zum Projekt-Kaputtmachen engagiert haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tkedm 30.08.2019, 18:51
9.

Das ist nun wirklich kein Bundes- oder Behördenproblem. Diese Kostenexplosionen gibt es bei einer IT-Umstellung oder -Vereinheitlichung in jedem größeren Unternehmen.

Wenn eine Vereinheitlichung der IT-Infrastruktur dann auch noch bspw. zwischen zwei fusionierten Unternehmen passiert - dann viel Spaß allen Verantwortlichen auf beiden Seiten.

Ich lese hier schon wieder, wie einfach sich das viele vorstellen. Dass es hier und anderswo aber nicht um Software von der Stange geht, sondern um speziell erstellte Software, die ALLEN möglichen Bedürfnissen des Auftraggebers entsprechen muss, bedenken viele nicht. An so etwas hat niemand Spaß: Weder der Auftraggeber, noch der IT-Dienstleister und insbesondere nicht die Programmierer.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 6