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Gerichtsurteil: Massenabmahnungen können Rechtsmissbrauch sein
DPA

Ein Nürnberger Gericht hat gegen ein Unternehmen entschieden, das 199 Konkurrenten wegen fehlerhafter Impressumseintrage auf Facebook abgemahnt hatte. Die Vielzahl der Abmahnungen ließe darauf schließen, dass hier rechtsmissbräuchlich gehandelt worden sei.

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4magda 18.12.2013, 14:48
1.

Zitat von sysop
Ein Nürnberger Gericht hat gegen ein Unternehmen entschieden, das 199 Konkurrenten wegen fehlerhafter Impressumseintrage auf Facebook abgemahnt hatte. Die Vielzahl der Abmahnungen ließe darauf schließen, dass hier rechtsmissbräuchlich gehandelt worden sei.
Und jetzt Urmann & Collegen. Wohl auch "rechtsmissbräuchlich"

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attilav 18.12.2013, 14:56
2. Sehr richtig!

Zitat von sysop
Ein Nürnberger Gericht hat gegen ein Unternehmen entschieden, das 199 Konkurrenten wegen fehlerhafter Impressumseintrage auf Facebook abgemahnt hatte. Die Vielzahl der Abmahnungen ließe darauf schließen, dass hier rechtsmissbräuchlich gehandelt worden sei.
Deshalb sollte die erste Abmahnung vom Abmahner bezahlt werden. Damit wäre sichergestellt das nicht Kinkerlitzchen abgemahnt würden! Viele Abmahnungen ließen sich mit einem Telefonanruf klären..
Aber den heutigen Abmahnern geht es um Ihr Geschäftsmodell, und damit werden sie zu Terroristen..,

Eine selbstbezahlte erste Abmahnung durch den Abmahner würde auch der Entlastung der Justiz dienen, einfach weil er sich dann überlegt, ob dieser "Verstoß" wirklich so weltbewegend ist...

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exil-teutone 18.12.2013, 14:56
3. Richtig so!

Scheint ja noch Richter mit Augenmass und Ralitaetssinn zu geben...

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dagoodness 18.12.2013, 14:58
4. Vorbild für RedTube Abmahnungen

Das Urteil sollte doch gleich als Vorbild für die RedTube Abmahnwelle der Kanzlei U+C genommen werden. Denn dort sind ja ebenfalls NICHT "schutzwürdige Interessen und Ziele" die Triebfeder des Herrn Urmann, sondern einzig und allein, das eigene Bankkonto zu füllen.

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Hans Bergma 18.12.2013, 15:06
5. Sehr vernünftig

Zitat von exil-teutone
Scheint ja noch Richter mit Augenmass und Ralitaetssinn zu geben...
Man mag es kaum glauben. Erschreckend zugleich, dass es fast eine Sensation ist, wenn Richter dem gewollten Recht Tribut zollen, statt den (zu oft unausgegorenen) Buchstaben der Gesetze.

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mischamai 18.12.2013, 15:11
6. netter Gegenzug

Richtig so und weiter geht´s,..hoffentlich finden sich genug Leute die auf Schadensersatz klagen.So hoffe ich dass diese Abmahner dann kostenintensiv eingefangen werden und finanziell nicht wieder so schnell auf die Beine kommen.Ganz besonders hoffe ich das auch für U+C.

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argumentumabsurdum 18.12.2013, 15:12
7.

Zitat von dagoodness
Das Urteil sollte doch gleich als Vorbild für die RedTube Abmahnwelle der Kanzlei U+C genommen werden. Denn dort sind ja ebenfalls NICHT "schutzwürdige Interessen und Ziele" die Triebfeder des Herrn Urmann, sondern einzig und allein, das eigene Bankkonto zu füllen.
Kurzfristig betrachtet könnte das "Porno-Thommis" Abmahnopfern helfen. Aber langfristig muss eine rechtsverbindliche Klärung darüber her, wie Streaming zu bewerten ist - egal wie eindeutig auch mir die Rechtslage erscheint. Solange da kein "basta" gesprochen wurde, wird immer das Urteil aus Leipzig im Raum stehen; es wird immer heißen:"...ist noch nicht abschließend geklärt."
Außerdem muss dringend die Sache mit der IP-Adressenermittlung aufgeklärt und unterbunden werden!

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meberz 18.12.2013, 15:13
8. Tja...

Es bleibt zu hoffen, dass dieses Urteil eine Signalwirkung auf Winkeladvokaten wie Urmann & Consorten (oder Complizen?) hat und dieses geschäftsmäßige Massenabmahnen bald ein Ende hat. Hätten Typen wir Urmann während des Studiums mal besser aufgepasst, wären sie heute richtige Anwälte und nicht der Bodensatz dieser Innung...

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gog-magog 18.12.2013, 15:14
9.

Zitat von 4magda
Und jetzt Urmann & Collegen. Wohl auch "rechtsmissbräuchlich"
Was sonst? Wer behauptet, das Betrachten eines kostenfrei angebotenen Streams ohne jeden Hinweis auf Gegenteiliges sei eine Verletzung des Urheberrechts und daher abzumahnen, begeht eindeutig Rechtsmißbrauch. Mit dem gleichen Argument könnte man sämtliche Youtube-Nutzer und sämtliche Bibliotheksnutzer in Deutschland abmahnen. Diesen Leuten muss mit empfindlichen Strafen das Handwerk gelegt werden.

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