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Gerichtsurteil: Unitymedia darf Kunden-Router für öffentliches WLAN nutzen
DPA

Kunden sei zuzumuten, dass ihre Router von Unitymedia als Hotspots verwendet werden, entscheiden Kölner Richter. Rechtskräftig ist das Urteil aber noch nicht.

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gertner27 02.02.2018, 16:24
1. Falsche Entscheidung

Falsche Entscheidung des Gerichtes. Dem Besitzer des Routers entstehen dadurch sehr wohl viele Nachteile. Er muß sich seine Bandbreite mit anderen teilen, er hat höheren Stromverbrauch des Routers und seine Sicherheit ist potentiell durch unentdeckte Schwachstellen nicht unerheblich gefährdet. Deshalb braucht es sehr wohl die Zustimmung des Kunden dafür. Wieder mal ein Beispiel dafür, das Richter in Sachen Internet und moderne Medien hinterm Mond leben

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sikasuu 02.02.2018, 16:24
2. Stromverbrauch usw. ist kein Argument?

Dann kann demnächst VW usw. das Auto, das sowieso 23 Std am Tag rum steht als MIetwagen vermarkten?
Mal ernsthaft: Wenn ein Nutzer Teile seiner Bandbreite für die Allgemeinheit freimachen will, besorgt er sich einen "Freifunkrouter" & stellt den ins Fenster. Das ist dann mMn. echtes Sharing & entspricht dem Gedanken von "Teilen" nicht genutzter Infrastruktur.
Das aber als Geschäftsmodell, nachträglich in einen bestehenden Vertrag gedrückt, vor allen Dingen die den teilweise bestehenden Monopolversorgungen (Eigentümer zwingt den Mietern z.B. Kabel auf)
ist mMn. eine massive Einschränkung der Kundenrechte!
.
Nicht genug, das viele IT-Geräte zwar gekauft, die Verfügung darüber aber wie geliehen ist, jetzt wird auch noch das Netz in dieser Richtung umgebaut!....
Gruss Sikasuu
Ps. Gerade bei Kabelanschluß weis jeder der ein wenig Wissen hat, das er sich einen Anschluss mit X-Anderen in der Bandbreite eilen muss. Das schränkt die Möglichkeiten/Bandbreite der Kunden massiv ein, z.B. in der Nähe von Plätzen mit viele Besuchern, Stadien usw.

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baggi66 02.02.2018, 16:27
3. Was ein Glück

...hat sich Unitimedia damals so angestellt wegen einem Hausanschluss. Bin somit nicht betroffen und hoffe das ganz viele Kunden denen den Stecker ziehen.
Kabelmodem reicht doch. Einfach einen WLAN Router von xy dahinter und das wars.

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frummler 02.02.2018, 16:31
4. was ist das wieder für ein unsinnsurteil?

ich bezahle doch nicht für einen schnellen anschluss damit der anbieter diesen dann unentgeltlich ohne zu fragen total einbremst in dem er jedem die möglichkeit gibt über wlan mit meinen anschluss zu surfen?
es müsste genau andersrum sein der provider müsste den kunden erstmal fragen ob er das will oder net !
von wegen der kunde kann ja widerspruch dagegen einlegen was soll das?
ich würde diesen saftladen sofort die kündigung schicken!

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spontandemo 02.02.2018, 16:45
5.

Unglaubliches Urteil - ich bezahle für eine Leistung, die mir dann ohne zu fragen eingeschränkt wird. Gäbe es hier nur Unity Media - ich würde wieder trommeln!

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Obacht!!! 02.02.2018, 16:52
6. Gute Entscheidung!

Hier geht es um Bandbreiten jenseits der 20 Mbit... Wer das ausreizt, der weiß auch, wie man den Hotspot abschaltet. Ganz ehrlich... Bei der dürftigen Infrastruktur hierzulande finde ich es super, wenn ich unterwegs einen Unitymedia Hotspot finde. Dafür gebe ich auch gerne Bandbreite ab. Den Großteil des Tages liegt der Anschluss doch eh brach... Wie gesagt, wer es nicht will, deaktiviert es einfach und gut.

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Onkel Drops 02.02.2018, 16:57
7. wiedermal ein Neuland Ei gelegt!!!

auch wen der Router ein Leihgerät ist, so sind im Vertrag dann auch keine entstehenden Mehrkosten ( Strom- Daten Bandbreite) nur vom unitymediakunden zu tragen! ja liebe Paragraphen Hengste WLAN ist zwar ohne Kabel,aber Strom braucht man trotzdem. da unitymedia aber den Stromanschluss des Routers nicht finanziert ist das schon dreist. bei einem Verlust von Bandbreite bei der Aufteilung würde dann doppelt geschummelt. die Stadtsoldaten klingeln ja auch nicht bei mir um ihre Gießkanne neu zu befüllen, nur weil ich Kunde bei den Stadtwerken bin. welcher Neuland Verweigerer hat das durch gewunken? und ich dachte das die Justiz nach dem Datenleck der Pornoabmahner endlich mal dazu lernen!!! ich hoffe das die Beschlüsse auf Diskette gesichert und gelocht abgeheftet wurden und nun neben dem Lautsprecher archiviert wurden. notfalls werden halt die Edison Wachswalzen des Diktates auch noch vorhanden sein....

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ssc58 02.02.2018, 17:01
8. Hoffentlich nutzt der Richter Unitimedia...

... und sein Router wird auch freigeschaltet. Wenn er dann seine Streamingdienste nicht mehr problemlos nutzen kann, weil die halbe Nachbarschaft auf seinem Anschluss unterwegs ist, merkt er vielleicht, was für ein Grottenurteil er da gesprochen hat.

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Wolpyy 02.02.2018, 17:02
9. Unternehmensgesteuertes Urteil

sieht ganz nach Trump-typischem US-Rechtsempfinden aus: "Wer mehr hat und mehr spendet, kriegt mehr Recht". Gesetze werden dort (laut Noam Chomsky: "Requiem für den amerikanischen Traum") von industrie-gestuerten Lobby-Anwälten geschrieben und von der Justiz entsprechend angewendet. Sind wir in D jetzt auch soweit?

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