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Gesellschaft im Wandel: Die Krise der Arbeit
DPA

Technologie und Fortschritt verändern unsere Arbeitswelt dramatisch. Für eine Partei der Arbeit, wie die SPD, ist das ein Problem. Aber nur, solange sie diese Veränderungen nicht positiv angeht.

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cisco_buttler 11.05.2016, 14:09
1. Die SPD soll die Partei der Arbeit sein ?

Die SPD ist seit Schröder eine Sozialdemontage Partei. Deutschland hat dank der SPD den größten Niedriglohnsektor in ganz Europa.

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Mister Stone 11.05.2016, 14:12
2. Wohlstand es Landes?

Arbeit ist in Deutschland eine Ersatzreligion. Das hat zweifellos Vorteile, der Wohlstand des Landes ist darauf aufgebaut.

Welche und wessen "zweifellosen Vorteile" meint der Autor? Die Arbeiter erwirtschaften diesen Wohlstand mit ihrer Arbeitskraft, aber sie profitieren nicht davon. Gerade weil die Arbeiter nicht an diesem Wohlstand teilhaben dürfen, entsteht das, was als "Wohlstand des Landes" bezeichnet wird.

Es fällt mir schwer, dieses System als "Chance" zu begreifen. Ich frage "wessen Chance"?

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aus_dem_off 11.05.2016, 14:15
3. Interesante Gedankengänge

aber Arbeit ist keine Ersatzrelegion sondern eine Notwendigkeit, um über dem Existenzminimum zu leben. Und da gibt es viele, auch die Ein Mann Unternehmen, die am und knapp drüber leben....alles potentielle SPD Wähler......aber die SPD ist nicht mehr die Partei des kleinen Mannes...das ist das Problem.

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McNetic 11.05.2016, 14:15
4. Kausalität?

"Daimler stellte im Mai 2015 in Nevada den "Inspiration Truck" vor, einen selbstfahrenden LKW. Die ungeheure soziale Auswirkung einer solchen Technologie wird an einer Zahl deutlich: Im Jahr 2004 war in 38 von 50 US-Bundesstaaten LKW-Fahrer der häufigste Beruf , 2014 waren es noch 29 Staaten."

Ursache kommt 2015, Wirkung ist 2004-2014 sichtbar.. cool, Daimler hat nicht nur einen selbstfahrenden LKW sondern auch eine Zeitmaschine erfunden, Respekt! :D

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michelinmännchen 11.05.2016, 14:17
5. Heimarbeit

ist eine tolle Sache dann, wenn das soziale Gefüge funktioniert. Bereits zur Jahrtausendwende gab es schwedische Untersuchungen zu dem Thema, die ein erhöhtes Maß an Depressionen und schlechterer Leistung der Heimarbeiter auswies. Daraufhin gab es Empfehlungen, maximal 3 von 5 Tagen zuhause zu arbeiten. Denn: die soziale Komponente, Kollegen, Menschen, Austausch etc. zu verlieren, ist hart für viele, die zuhause arbeiten.

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asasello23 11.05.2016, 14:19
6. Prekäre Beschäftigung

Ein sehr schöner Artikel. Aber ich denke die SPD oder Gewerkschaften sind die falschen wenn hier nach Antworten gesucht wird. Denn allein die Tatsache, dass alles was nicht der Norm der alten Industriewelt entspricht, also eine unbefristeter Vollzeitstelle, sofort als prekäre Beschäftigung abgewertet und möglichst beseitigt werden sollte zeigt, dass man gedanklich nicht bereit für eine neue Arbeitswelt ist.

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erik93_de 11.05.2016, 14:20
7. Interessant,

...aber in der Zusammenfassung irreführend. Die SPD ist zur Neoliberalen Kriegs- und Rüstungsexportpartei geworden, Hat die Renten gekürzt und Hartz IV eingeführt. Die Veränderung der Arbeitswelt mag die Erholung verzögern, die Krankheit aber ist selbstverschuldet - die Genossen haben uns betrogen.

Mit einer erstaunlichen zeitlichen Verzögerung kommt das nun endlich beim Wähler an.

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Trolf77 11.05.2016, 14:22
8. Guter Artikel, sehr gut beobachtet.

Ergänzend wäre vielleicht noch zu erwähnen, dass das Festhalten an jahrzehntealten Sichtweisen und Definitionen eine ganz normale Verhaltensweise einer Gesellschaft ist, in der das Durchschnittsalter immer weiter ansteigt. Es entsteht ein mentaler demografischer "Sog", dem auch junge Menschen immer schwerer ausweichen (bzw. "Rebellieren") können.

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Paul-Merlin 11.05.2016, 14:22
9. Die SPD hat es leider nicht geschafft

die dramatischen Veränderungen positiv anzugehen. Im Gegenteil. Der Genosse der Bosse, Gas-Gerd, hat zusammen mit seinen Handlangern vielmehr mit seiner Agenda 2010 und der damit verbundenen Hartz IV-Gesetzgebung sowie den Eingriffen ins Rentenrecht die positiven Resultate, sprich vor allem die Produktivitätsvortschritte einseitig der Einkommens- und Vermögenselite zugeschanzt. Die unvermeidlichen Belastungen wurden aber ebenso einseitig den wirtschaftlich schwächeren Bevölkerungsteilen aufgehaltst. Das Ergebnis ist eine bis heute anhaltende fortgesetzte Einkommens- und Vermögensumverteilung von unten nach oben. An der Wahlurne bekommt die SPD dafür die verdiente "Belohnung". Die Partei ist zu recht auf dem unaufhaltsamen Weg in die Bedeutungslosigkeit. Selbst der treueste Wähler merkt irgendwann, in welch niederträchtiger Weise er hier von selbstsüchtigen und geldgeilen Karrieristen hereingelegt wurde.

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